Berliner standen 2016 rund fünf Tage im Stau

Stau in Berlin

Ein Stau in Berlin

Stau – nichts geht mehr. Im Berliner Berufsverkehr kommt das recht häufig vor. Der TomTom-Verkehrsindex 2016 zeigt, wie häufig genau: Demnach stand jeder Berliner im vergangenen Jahr 107 Stunden im Stau. Das sind fast fünf Tage, die für den stehenden Verkehr draufgingen. Auf Arbeitstage umgelegt, gingen den Berlinern damit sogar zwei Wochen verloren.

Im Deutschland-Vergleich erreicht Berlin Platz 6

Wer von A nach B wollte, musste 29 Prozent mehr Fahrtzeit einrechnen als bei freier Strecke. Im Vergleich zu 2015 stieg die im Stau verbrachte Zeit um satte zwei Stunden an. Dennoch kommt Berlin noch relativ gut weg: Im Vergleich von 25 deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern steht die Hauptstadt auf dem sechsten Platz. Noch deutlich mehr Zeit verbringen Autofahrer in Stuttgart und Köln im Stau, auch auf den Straßen von Hamburg, Nürnberg und München geht es langsamer voran.

Montagmorgens und Donnerstagnachmittag warten besonders lange Staus

Für den Verkehrsindex hat Navigationsgeräte-Hersteller TomTom rund 150 Millionen gefahrene Kilometer in Berlin und den angrenzenden Gemeinden ausgewertet. Wenig überraschend: Die meisten Staus kommen im Berufsverkehr vor. Besonders voll sind die Straßen am Donnerstag zwischen 16 und 17 Uhr, eine um rund 53 Prozent längere Fahrtzeit müssen Autofahrer einplanen. Montagmorgens sind ebenfalls gute Nerven gefragt, zwischen 8 und 9 Uhr geht es auf vielen Strecken nur noch im Schneckentempo voran. Das verlängert die Fahrtzeit um rund 47 Prozent. Die westliche Stadtautobahn, der Mehringdamm und Tempelhofer Damm, die Leipziger Straße sowie die Straßen um den Bahnhof Zoo sind laut TomTom-Auswertung die Strecken mit dem höchsten Stau-Aufkommen.
Fahrradwege in Berlin
(Foto: © Kara )