Berliner Buslinie für Obdachlose

Bus für Obdachlose in Berlin

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Ab dem heutigen Freitag gibt es in Berlin eine eigene Buslinie für Obdachlose. Die Karuna Sozialgenossenschaft hat zwei alte Transporter umbauen lassen. Sie sollen Menschen ohne festen Wohnsitz mobiler machen und zu Hilfsangeboten in der gesamten Stadt fahren.

Unterwegs zwischen U-Bahnhof Lichtenberg und Leopoldplatz

Obdachlose sind häufig an einen bestimmten Standort gebunden, erklärt Lutz Müller-Bohlen von Karuna. Öffentliche Verkehrsmittel können sie nicht kostenlos nutzen, das schränkt den Bewegungskreis ein, viele Hilfsangebote lassen sich nicht erreichen. Die neue Buslinie soll das ändern.

Um erste Erfahrungen zu sammeln, schickte die Sozialgenossenschaft bereits ab November einen Leihbus in den Einsatz. Ab heute sollen die beiden Busse dann zwischen dem U-Bahnhof Lichtenberg und dem Leopoldplatz im Wedding unterwegs sein. Weitere Haltestellen sind der Treptower Park, die Rummelsburger Bucht und der Mariannenplatz. Dort stehen die Busse Freitags auch ganztägig. Obdachlose sollen an der Station die Möglichkeit bekommen, auszuruhen, mit den Helfern Kaffee zu trinken oder sich die Haare schneiden zu lassen.

Sozialverwaltung fördert das Projekt mit 200.000 Euro im Jahr

An ihrem knallbunten Design sind die Busse schon von weitem zu erkennen. Jeder der Kleinbusse bietet 16 Sitzbusse, ein Fahrzeug verfügt zudem über einen Rollstuhllift. Bis die Busse passend umgebaut waren, hat es laut Müller-Bohlen ein wenig gedauert. Doch jetzt sind sie einsatzbereit und sollen, wenn es nach der Karuna Sozialgenossenschaft und der Berliner Senatsverwaltung für Soziales geht, dauerhaft unterwegs sein. Die Sozialverwaltung fördert das Projekt mit 200.000 Euro pro Jahr.

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