BVG streikt am Montag – den ganzen Tag lang

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Wer auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist, muss am Montag, 1. April, umdenken. Dabei handelt es sich nicht um einen Aprilscherz, sondern um den aktuellen Warnstreik der BVG. U-Bahne, Busse und Trams sollen am kommenden Montag den ganzen Tag lang stillstehen. Damit sich die Fahrgäste auf den Streik einstellen können, erfolgt die Bekanntmachung diesmal frühzeitig.

Ab Betriebsgebinn stehen Busse, U-Bahnen und Trams still

Der Streik startet am Montag zu Betriebsbeginn um 3:30 Uhr. Die Gewerkschaft Ver.di hat ihre Mitglieder dazu aufgerufen, die Arbeit anschließend für den gesamten Tag niederzulegen. Es ist bereits der dritte und bislang härteste Streik der aktuellen Tarifrunde.

Am vergangenen Donnerstag endeten die Tarifverhandlungen ohne Ergebnis, obwohl die BVG ihr Angebot gegenüber den Arbeitskräften noch einmal erhöht hatte. Durchschnittlich 17 Prozent mehr Lohn sollte es geben, rund 450 Euro mehr Monatsgehalt pro Beschäftigtem, rückwirkend zum 1. Januar 2019. Im Gegenzug verlangte die BVG, dass die Gewerkschaften auf die geforderte Arbeitszeitverkürzung von 39 auf 36,5 Stunden verzichten.

Angebot der BVG reicht Ver.di nicht aus

Ver.di bezeichnet das Angebot als unzureichend. Von der geplanten Gehaltserhöhung würden nicht alle Beschäftigten profitieren, die Ungleichheit könnte zur Spaltung der Belegschaft führen. Zwei Mal hat Ver.di in diesem Jahr bereits die BVG bestreikt, beide Streiks liefen glimpflich ab, die Berliner reagierten gelassen und das befürchtete Chaos blieb aus.

Am kommenden Montag müssen sich Berliner und Touristen auf einen längeren Ausstand einstellen. Allerdings stehen nicht alle öffentlichen Verkehrsmittel still: Die zur Deutschen Bahn gehörende S-Bahn fährt regulär und wird vermutlich um einiges voller sein als sonst. Einige Buslinien werden zudem von Subunternehmen der BVG betrieben und sind auch während des Streiks unterwegs.
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1 Kommentar

  1. Wiedermal lässt Verdi die Muskeln spielen. Unverantwortlich!
    Den Verdi Bossen ist es egal wie die Menschen zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt kommen. Es lag ein recht ordentliches Angebot vom Arbeitgeber vor!

    Durchschnittlich 17 Prozent mehr Lohn sollte es geben, rund 450 Euro mehr Monatsgehalt pro Beschäftigtem, rückwirkend zum 1. Januar 2019.

    Ich glaube die meisten Arbeitnehmer würden sich drüber freuen …

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