Das Bodenpersonal streikt – fast alle Flüge fallen aus

Streik in Berlin

Berlin

Ist das nun gutes oder schlechtes Timing? Die Internationale Tourismusbörse ITB ist zu Gast in Berlin – und an den Flughäfen Tegel und Schönefeld geht am Freitag so gut wie gar nichts mehr. Das Bodenpersonal streikt, Hunderte von Flügel fallen aus. Am Flughafen Schönefeld wurden 204 Verbindungen gestrichen, in Tegel waren es 455 Flüge, jeweils inklusive Frachtverbindungen.
( Zur ITB gibt es am 12.03.2017 in Berlin auch einen verkaufsoffenen Sonntag! )

Die Airlines haben zahlreiche Fluggäste im Vorfeld über den Ausfall informiert, diese kamen erst gar nicht zum Flughafen. Die Streiks werden vermutlich noch bis zum Samstagmorgen um 5.00 Uhr andauern.

Unregelmäßigkeiten auch nach dem Streik erwartet

Aufgerufen zum Streik hat die Gewerkschaft Verdi. Grund sind andauernde Streitigkeiten um den Tariflohn des Bodenpersonals. Verdi fordert eine Erhöhung des durchschnittlichen Stundenlohns von elf auf zwölf Euro. Die Arbeitgeber haben bisher eine Erhöhung von 27 Cent angeboten. Bereits fünf Verhandlungsrunden sind vergangen, es gab einige Warnstreiks. In einer Urabstimmung vor einer Woche stimmten nun 98,6 Beschäftigte für die Arbeitsniederlegung. Um 4.00 Uhr am Freitagmorgen begann der ganztägige Streik.

Am Wochenende soll es keine Arbeitsniederlegungen geben. Die Airlines gehen davon aus, dass es dennoch zu einigen Unregelmäßigkeiten im Flugverkehr kommen kann. Da eine Einigung zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern nicht abzusehen ist, sind weitere eintägige Warnstreiks in der kommenden Woche wahrscheinlich. ( Parken am Flughafen Schönefeld )

Wie kommen Passagiere trotz Streik voran?

Air Berlin, Eurowings und Lufthansa haben ihren Passagieren angeboten, Tickets gegen Gutscheine der Deutschen Bahn einzutauschen. Die Bahn möchte sich darum bemühen, an diesem Freitag auf stark ausgelasteten Strecken zusätzliche Züge fahren zu lassen, um das Mehr an Fahrgästen zu bewältigen. Fluggäste können ihre Tickets für ausgefallene Flüge zudem auf andere Verbindungen umbuchen oder sich die Kosten erstatten lassen. (Foto: © JiSign )