ICE zwischen Berlin und München: Trotz Problemen ein Erfolg

Neue ICE-Strecke Berlin - München

Berlin

Der Start für die neue ICE-Strecke zwischen Berlin und München verlief alles andere als glatt. Schon während der Eröffnungsfahrt kam es zu Problemen, der Zug lief erst mit starker Verspätung ins Ziel ein. Auch danach führten Schwierigkeiten mit dem automatischen Zugsteuerungssystem ETCS immer wieder zu Verspätungen. Trotz alldem verbucht die Deutsche Bahn im ersten Monat seit Eröffnung der Strecke einen neuen Passagierrekord. Die Fahrgastzahlen seien in den vergangenen vier Wochen um das 2,4-fache gestiegen. Die Deutsche Bahn hofft auf einen weiteren Anstieg. Statt 1,8 Millionen Passagiere wie im Jahr 2017 will das Unternehmen in diesem Jahr 3,6 Millionen Fahrgäste zwischen Berlin und München transportieren.

Mit der Pannenserie sei es jetzt vorbei

Zehn Milliarden hat die neue ICE-Schnellstrecke zwischen den beiden Großstädten gekostet, 20 Jahre dauerte der Bau. Seit dem 10. Dezember 2017 starten täglich 35 ICE-Züge, welche die 623 Kilometer lange Strecke in vier Stunden bewältigen. Bisher brauchten die Züge sechs Stunden für die Fahrt. Im Stundentakt sind zudem weitere ICE-Züge unterwegs, die an allen Bahnhöfen zwischen Berlin und München halten. Sie brauchen für die Fahrt rund eine halbe Stunde länger – sofern alles nach Plan läuft.

Schon der erste Zug ließ bei der Streckeneröffnung jedoch länger auf sich warten: Diverse Pannen führten zu einer Verspätung von rund zwei Stunden. Mit der Pannenserie soll es aber jetzt vorbei sein. Die Pünktlichkeitsquote liege bei über 90 Prozent, wie Bahnchef Bertold Huber mitteilte. Pünktlich bedeutet für die Deutsche Bahn, dass die Züge nicht mehr als sechs Minuten Verspätung aufweisen. (Foto: © JiSign )