Wo leiden die Berliner am meisten unter Lärm?

Krach in Berlin

Berlin

In einer Metropole wie Berlin geht es mitunter ganz schön laut zu. Die Umweltverwaltung im Berliner Senat möchte dennoch den Verkehrslärm mindern und den Berlinern zumindest eine angenehme Nachtruhe sichern. Die Berliner Bürgerinnen und Bürger selbst waren zur Mithilfe aufgerufen: Vier Wochen lang, vom 25. April bis zum 23. Mai 2018, konnten sie sich an einer Bürgerbefragung beteiligen und Hinweise zu belastendem Lärm geben. Die Umfrage war Teil des Lärmaktionsplans, der für den Zeitraum 2018 bis 2023 festgeschrieben ist. Jetzt liegt eine Negativliste mit den lautesten Orten Berlins vor.

Anwohner der Friedrich-Engels-Straße klagen über Straßenlärm

Mehr als 1.000 Beiträge sind eingegangen, 50 Problemorte hat die Umweltverwaltung identifiziert. Auf den unrühmlichen ersten Platz hat es die Friedrich-Engels-Straße in Pankow geschafft. Hier donnert der Durchgangsverkehr über eine Buckelpiste, die Häuser zittern. Die Sanierung der Straße sollte eigentlich schon 2016 beginnen, bislang hat sich jedoch nichts getan. Ebenfalls sehr laut geht es auf der Zossener Straße im Bergmannkiez und auf der Kastanienallee in Rosenthal, einer Querstraße der Friedrich-Engels-Straße, zu.

Weitere Lärmschwerpunkte in Berlin

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wünschen sich zudem Lärmschutzwände entlang der Stadtautobahn sowie an der Bahntrasse zwischen Heidelberger und Innsbrucker Platz. Leiser könnte es auch an der Dahlwitzer Straße zugehen. Der Brandenburger Abschnitt der Straße wurde bereits saniert und zeigt, wie sehr dies den Geräuschpegel reduziert.

Laut Umweltverwaltung beziehen sich 70 Prozent der eingegangenen Meldungen auf den Straßenlärm. Weitere Lärmquellen sind Schienen- und Flugverkehr, Clubs, Partytourismus, laute Parkbesucher, Schiffsverkehr, Lieferanten und Kirchenglocken. Auch über den Geräuschpegel am Wolkenhain am Kienberg in Marzahn beschwerten sich einige Teilnehmer. Ärzte in Berlin (Foto: © JiSign )