Parken in Berlin: In Mitte bald nur noch kostenpflichtig möglich

Nur wer viel Geld hat darf in kann in Mitte parken?

Einfach das Auto abstellen und Besorgungen erledigen: Im Bezirk Berlin Mitte soll das bald der Vergangenheit angehören. Innerhalb der kommenden drei Jahre soll fast der gesamte Bezirk zur sogenannten Parkraumbewirtschaftungszone werden. Das berichtet die Berliner Morgenpost und beruft sich auf mehrere, bislang nicht veröffentlichte Gutachten des Bezirksamts Mitte.

Kostenpflichtig parken im gesamten S-Bahnring

Wer sein Auto im Ortsteil Alt-Mitte oder in Tiergarten-Süd abstellen möchte, kennt es schon: Parken ist nur noch gegen Gebühr möglich. In der sogenannten Parkraumbewirtschaftungszone kostet eine Stunde Parken zwei Euro. Bald sollen noch mehr Autofahrer im Bezirk Mitte zur Kasse gebeten werden.

Der aktuelle Entwurf des Luftreinhalteplans sieht vor, dass Autofahrer innerhalb des gesamten S-Bahnrings den Geldbeutel zücken müssen, sobald sie parken wollen. Zunächst soll Anfang 2020 eine neue kostenpflichtige Parkzone rund um den Hauptbahnhof entstehen. Bis Ende 2020 sollen auch Moabit und das Hansaviertel zu Parkraumbewirtschaftungszonen umgewandelt werden. Ausnahmen stellen lediglich die Straße des 17. Juni und das Gewerbegebiet rund um den Westhafen dar. Bis Ende 2022 soll dann auch das Parken in den Ortsteilen Gesundbrunnen und Wedding kostenpflichtig werden. Parken am Flughafen Schönefeld

Parkgebühren sollen Pendlerverkehr in Berlin Mitte reduzieren

Kostenpflichtige Parkplätze sollen Berufspendler dazu verleiten, das Auto zuhause stehen zu lassen und eher auf öffentliche Verkehrsmittel zu setzen. Dadurch soll sich der Verkehr in der Innenstadt entzerren. Die Verkehrsverwaltung überlegt auch, die Parkgebühren anzuheben.

Auch weitere Berliner Bezirke lassen derzeit eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung prüfen. Kreuzberg, Nord-Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und in Charlottenburg-Wilmersdorf könnten bald noch mehr kostenpflichtige Parkzonen einführen.

Anwohner mit eigenem Wagen müssen keine Parkgebühren zahlen. Sie können sich einen günstigen Bewohnerparkausweis ausstellen lassen und ihr Auto wie gewohnt in der Nähe der Wohnung abstellen. Da die Parkgebühren den Pendlerverkehr reduzieren, finden Anwohner eventuell sogar schneller einen Parkplatz am eigenen Wohnort.