Zweiwöchige Aktion gegen illegale Autorennen

Achtung Autofahrer! Polizeikontrollen in Berlin

Die Berliner Polizei
Die Polizei in Berlin und Brandenburg / Foto: © Picture-Factory

Die Zahl illegaler Autorennen in Berlin steigt. Seitdem die Straßen aufgrund der Corona-Krise leerer sind, verzeichnet die Polizei noch mehr illegale Rennen und Raser als zuvor. Darunter fallen allerdings nicht nur Wettfahrten, sondern auch Fluchtfahrten von Autofahrern, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss unterwegs sind und einer Kontrolle entkommen möchten. Um gezielt gegen illegale Rennen vorzugehen, startet die Polizei ab heute eine zweiwöchige Aktion.

Gegen illegale Autorennen und Profilierungsfahrten

Vom 2. bis zum 14. Juni will die Berliner Polizei mithilfe sämtlicher Techniken zur Geschwindigkeitskontrolle gegen Raser vorgehen. Auch Zivilstreifen sollen zum Einsatz kommen. Eine ähnliche Aktion mit verstärkten Verkehrskontrollen in ganz Berlin fand im April statt.

Die aktuelle Aktion konzentriert sich auf die Autobahnen sowie Berlins Hauptverkehrsstraßen, darunter der Kurfürstendamm, die Hasenheide, Sonnenallee, das Adlergestell und die Schöneberger Hauptstraße. Dabei hoffen die Polizisten nicht nur, Rennfahrer aufzuspüren. Denn nicht nur die Zahl illegaler Autorennen, sondern auch die sogenannter Profilierungsfahrten steigt an. Bei Profilierungsfahrten versuchen die Fahrer, mit lautem Motorengeheul, quietschenden Reifen und dröhnender Musik die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich zu ziehen.

Verkehrssünder müssen mit höheren Strafen rechnen

Die Strafen für derartige Verletzungen der Verkehrsregeln sind erst kürzlich verschärfte worden: Ende April trat ein neue Bußgeldkatalog in Kraft. Die Geldstrafe für Profilierungsfahrten liegt nun bei mindestens 100 statt wie zuvor bei 20 Euro. Eine Überschreitung des Tempolimits um mehr als 21 km/h im Stadtgebiet kann nun den Führerschein kosten.
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Dass die Polizei die Aktion gegen illegale Rennfahrten offiziell ankündigt, mag kontraproduktiv erscheinen. Die Beamten möchten auf diese Weise jedoch für das Thema sensibilisieren und Verkehrssünder abschrecken.

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