Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung

Arbeitslosenzahlen für Berlin und Brandenburg

Silhouette von Berlin (Foto: © JiSign )

Der deutschen Wirtschaft scheint es gut zu gehen. Das lässt sich zumindest aus den Arbeitslosenzahlen schließen, welche die Bundesagentur für Arbeit an diesem Freitag veröffentlicht hat. Demnach ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni 2018 erneut gesunken, auf knapp 2,3 Millionen Menschen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent – 0,1 Prozentpunkte weniger als noch im Mai.

Arbeitslosenquote in Berlin erstmals unter 8 Prozent

Auch Berlin und Brandenburg bekommen den Aufschwung zu spüren. Hier sind im vergangenen Jahr rund 70.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. In Berlin waren im Juli 153.469 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind rund 12.000 weniger als im Juni 2017. Die Arbeitslosenquote liegt damit erstmals seit der Wiedervereinigung bei unter 8 Prozent – ganz genau bei 7,9 Prozent.

Brandenburg weist im Juni 2018 eine Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 0,7 Prozent. 80.126 Menschen waren im Juni arbeitslos gemeldet. Auch für Brandenburg ist das die niedrigste Arbeitslosenquote seit dem Beginn der Statistik im Jahr 1991. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist gesunken, in Berlin um gut 12 Prozent, in Brandenburg sogar um knapp 14 Prozent.

Bundesagentur für Arbeit rechnet mit weiterem Aufschwung

Die Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass der Herbstaufschwung ab Oktober die bundesweite Arbeitslosenquote auf unter 5 Prozent sinken lassen wird. Derzeit liegen der Bundesagentur für ganz Deutschland etwa 805.000 Meldungen für offene Stellen vor. Das sind 74.000 mehr als im Juni 2017.

Einige Menschen werden in der Arbeitslosenzahl allerdings nicht berücksichtigt, sondern als unterbeschäftigt ausgewiesen. Dazu zählen Personen, die an einer Maßnahme des Jobcenters teilnehmen, vorübergehend krank sind oder älter als 58 Jahre sind und Hartz IV beziehen. Jedoch ist auch die Zahl der Unterbeschäftigten gesunken. Bundesweit ging sie im Vergleich zum Mai 2018 um 46.000 Personen zurück. Im Vergleich zum Mai 2017 befinden sich 241.000 Personen weniger in Unterbeschäftigung.

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