Autofreie Gastro-Meilen: Friedrichshain-Kreuzbergs Pläne für den Sommer

Straßen werden für den Verkehr gesperrt

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Die Corona-Krise hat den Berliner Gastronomen zugesetzt. Mittlerweile dürfen gastronomische Betriebe wieder Gäste im eigenen Haus bewirten. Um die Gastwirte zu unterstützen, möchte die Senatsverwaltung mehr Außenstellflächen für Tische und Stühle zur Verfügung stellen. Sogar autofreie Zonen sind geplant, um den Betrieben die Bewirtung im Freien zu ermöglichen. In Friedrichshain-Kreuzberg sollen an den Wochenenden drei Straßen für den Verkehr gesperrt werden.

Mehr Platz für die Bewirtung im Freien

Gaststätten dürfen zwar wieder öffnen, allerdings nur unter gewissen Auflagen. Unter anderem müssen sie einen Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Tischen gewährleisten. Größerer Abstand bedeutet, es passen weniger Gäste ins Lokal. Einige der Restaurants in Berlin befürchten, auf diese Weise nicht genügend Gäste bewirten zu können, um ihre Kosten zu decken. Sie haben daher gar nicht erst wieder geöffnet. Das meldet der Hotel- und Gaststättenverband Berlin (Dehoga).

Erweiterte Stellflächen im Freien sollen Abhilfe schaffen. Die Senatsverwaltung hat den Bezirken erlaubt,  Außenstellflächen unbürokratisch zu genehmigen. Sogar Parkplätze und Fahrbahnstreifen sollen bei Bedarf abgesperrt werden. Das schafft nicht nur Platz, sondern bietet den Gästen auch mehr Sicherheit: Immerhin deutet bis jetzt alles darauf hin, dass im Freien eine geringere Ansteckungsgefahr besteht, da sich Viren breiter verteilen.

Diese Straßen bleiben an den Wochenenden autofrei

In Friedrichshain-Kreuzberg sind die Gastronomen auf dieses Angebot eingegangen. 300 Wirte haben beantragt, ihre Tische und Stühle auch auf den Fahrbahnen aufstellen zu dürfen. Ein Großteil der Anträge entfiel auf drei Zonen: den Boxhagener Platz, die Dresdener Straße und die Samariterstraße. An den Wochenenden heißt es in diesen Zonen nun: Gastronomie statt Autos. Die Straßen werden für den Verkehr gesperrt. Keine komplette Sperrung gibt es in der Bergmannstraße. Auch für diesen Bereich will der Bezirk aber Einzelanträge prüfen und gegebenenfalls die Freigabe von Außenstellplätzen bewilligen.

Die anderen Bezirke in Berlin gehen bis jetzt nur zurückhaltend auf das Angebot der Senatsverwaltung ein. Anträge auf die Nutzung von Bürgersteigen und öffentlichen Straßenflächen können Gastronomen aber stellen. Auf Sondernutzungsgebühren für die Außenstellflächen wollen die meisten Bezirke verzichten.