Gutachten: So teuer sind Baugrundstücke in Berlin

Hohe Immobilienpreise in Berlin

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Nicht nur die Mieten in der Hauptstadt steigen, auch der Baugrund selbst wird teurer. Allerdings sind die Preise im vergangenen Jahr weniger drastisch gestiegen als im vorangegangenen Jahreszeitraum. Das geht aus Daten hervor, die der Berliner Gutachterausschuss am vergangenen Montag veröffentlicht hat.

Preissteigerung für Baugrundstücke verlagert sich in die Außenbezirke

Stadtweit stiegen die Bodenrichtwerte für Bauland um rund 20 Prozent. Im Jahr davor lag die Preissteigerung bei Bauland für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser noch bei etwa 40 Prozent. Vor allem die Preise für Grundstücke, auf denen Geschosswohnungen entstehen sollen, stiegen deutlich weniger stark. Grund für Entwarnung sieht Berlins Wohn-Staatssekräter Sebastian Scheel (Die Linke) allerdings noch nicht. Ein Problem: Die Preissteigerung hat sich verlagert, von der Innenstadt in die Außenbezirke. Während der Bodenrichtwert innerhalb des S-Bahnrings relativ stabil blieb, stiegen die Preise für Bauland außerhalb des Rings um durchschnittlich 30 Prozent. Mehr Infos zum Immobilienmarkt in Berlin

Spitzenwerte von 60.000 Euro pro Quadratmeter

Der Rekordwert für Bauland wird genau wie im Vorjahr am Pariser Platz in Mitte fällig: Ganze 60.000 Euro kostet ein Quadratmeter hier. Die Durchschnittskosten für Grundstücke, auf denen Miet- und Eigentumswohnungen entstehen sollen, liegen bei 2.000 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter. In der Innenstadt zahlen Investoren einen Spitzenwert von etwa 8.000 Euro pro Quadratmeter. Teurer als Bauland für Wohnungen sind innerstädtische Grundstücke, auf denen Gebäude für Einzelhandel, Büros und Wohnen entstehen, zum Beispiel am Potsdamer Platz und an der Friedrichstraße. Mehr als 15.000 Euro fallen hier pro Quadratmeter Bauland an. Das sind rund 15 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. ( Infos zum Mietkauf in Berlin )

Mieten in Berlin so teuer wie in Köln oder Düsseldorf

Durch teures Bauland steigen die Mieten weiterhin. Ein am Dienstag vorgestellter Vergleich des Zentralen Immobilien-Ausschusses (ZIA) zeigt: Berliner Mieter müssen sich im Mittel auf einen Quadratmeterpreis von 10 Euro kalt einstellen. Damit sind die Mieten in Berlin mittlerweile so teuer wie in Köln oder Düsseldorf. Wer ins Brandenburger Umland ausweicht, kommt dort nicht überall günstiger weg: In Schönefeld, Hoppegarten und Teltow stiegen die Mieten für Neuverträge sogar stärker als in der Hauptstadt. Was tun bei einer Mieterhöhung?

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