Berliner Mietspiegel: Wohnungen rund 10 Prozent teurer

Wohnen in Berlin

Berlin

Am 19. Mai will der rot-rot-grüne Senat den aktuellen Mietspiegel vorlegen. Erste Zahlen sind aber bereits jetzt durchgesickert. Medienberichten zufolge sind die Mieten in Berlin in den vergangenen zwei Jahren um fast zehn Prozent gestiegen. Zahlten Mieter vor zwei Jahren für einen Quadratmeter im Durchschnitt noch 5,84 Euro, liegt die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter jetzt bei 6,40 Euro.

Mietpreisbremse bremst nicht

Eines der Ziele, mit denen die Regierungs-Koalition angetreten war, lautete, bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Der aktuelle Mietspiegel macht deutlich, wie schwierig diese Aufgabe ist. Die bundesweit eingeführte Mietpreisbremse hat nichts an den stark steigenden Mietpreisen in Berlin geändert. Im Gegenteil: Die Steigerung fällt sogar deutlich höher aus als in den vergangenen Jahren. Viele Vermieter halten sich nicht an die Preisbremse. Zudem gelten viele Ausnahmen, zum Beispiel für aufwendig sanierte Wohnungen, die doch deutlich teurer vermietet werden dürfen.

Illegale Mieten von Vermietern, die sich nicht an die Mietpreisbremse halten, bildet der Berliner Mietspiegel ebenfalls ab. Zum ersten Mal gestrichen wurden die sogenannten Sondermerkmale, mit denen Vermieter die Mietpreise über die ortsübliche Vergleichsmiete anheben können. Die Verbände Haus und Grund und der Bundesverband freier Wohnungsunternehmen Berlin wollen daraufhin den Mietspiegel nicht unterzeichnen. ( Wohnen in Berlin )

Zahl der Neubauten geht zurück

Während die Berliner Mieten steigen, scheint es fraglich, ob der rot-rot-grüne Senat sein Ziel von 20.000 Neubauwohnungen pro Jahr erreichen kann. Dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zufolge ging die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent zurück. (Foto: © JiSign )
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