Lebensmittelpreise in Berlin und Brandenburg sind gestiegen

Lebensmittel werden teurer

Ein Apfel am Baum
Auch Obst und Gemüse wird teurer. / Foto: Tkni

Es zeigte sich bereits vor der Ausbreitung des Coronavirus und den damit einhergehenden Hamsterkäufen: Im März diesen Jahres waren Lebensmittel deutlich teurer als im selben Monat des Jahres 2019. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Lebensmittelpreise in Berlin um 3,4 Prozent, in Brandenburg um 4,5 Prozent. Das teilte das Landesamt für Statistik am Montag mit.

Fisch und Fleisch werden deutlich teurer

Vor allem für Fleischwaren müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Auch Fisch ist merklich teurer geworden. Dabei fielen die Preissteigerungen in Brandenburg für viele Lebensmittel höher aus als in Berlin. Für Schweinebraten müssen Berliner zum Beispiel 11,2 Prozent mehr bezahlen als noch im März 2019, in Brandenburg sind es 18,9 Prozent. Kotelett und Schnitzel vom Schwein kosten in Berlin 9,1 Prozent mehr, in Brandenburg 13,6 Prozent.

Die Fischpreise zogen bereits im Februar an. Das Landesamt für Statistik meldete ein Plus von 13 Prozent für Räucherfisch, frischen Kabeljau und Lachs. Dieser Trend setzte sich im März fort. Auch für Obst müssen Verbraucher mehr bezahlen als noch im Vorjahr. Äpfel kosteten in Berlin um 13,3 Prozent mehr, in Brandenburg um 13,5 Prozent mehr als im März 2019.

Öle und Speisefette sind günstiger

Nicht alles ist teurer geworden: Öle und Speisefetter zum Beispiel sind billiger. Für Butter zahlt man in Berlin im Durchschnitt 12,2 Prozent weniger als im März 2019. Die wenigen Preissenkungen können die Mehrausgaben für andere Produkte allerdings nicht ausgleichen.

Bundesweit liegt die Preissteigerung für Lebensmittel bei etwa 3,3 Prozent und damit auf Berliner Niveau. Mit dem Coronavirus hat die Entwicklung nichts zu tun, diese Auswirkungen werden sich erst in einigen Monaten zeigen. Der Preisanstieg geht Experten zufolge vor allem auf die Dürre im vergangenen Sommer zurück. Da nicht genügend Viehfutter auf den Feldern wuchs, mussten Bauern Futter hinzukaufen. Diese Mehrausgaben schlagen sich in den Fleischernten nieder. Aufgrund des trockenen Wetters fiel auch die Apfelernte schlechter aus als im Herbst 2018, was ebenfalls höhere Preise zur Folge hat. Im Vergleich zu den allgemeinen Lebenshaltungskosten sind die Lebensmittelpreise in Berlin dreimal, in Brandenburg sogar viermal so stark angestiegen.

Wo kann man Lebensmittel in Berlin kaufen?