Tourismus: 31 Millionen Übernachtungen in Berlin

Tourismus in Berlin

Berlin

Es war kein leichtes Jahr für die Berliner Tourismusbranche. Flüchtlingszustrom, Ukraine-Krise, Terror: All das wirkte sich auf das Wachstum aus. Trotz aller Hindernisse war es aber ein insgesamt erfolgreiches Jahr 2016. Wie die Tourismusgesellschaft Visit Berlin diese Woche berichtete, kamen von Januar bis Oktober mehr als 10,6 Millionen Gäste in die Stadt. Die Zahl für das gesamte Jahr wird erst im Februar vorliegen. Visit Berlin geht aber davon aus, dass Hotels und Pensionen 31 Millionen Übernachtungen verzeichnen können.
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Weniger Gäste aus Russland

Die Zahl der Berlin-Touristen steigt noch immer, allerdings hat das Wachstum abgenommen. Für Gäste aus Asien lag das Wachstum in den vergangenen Jahren bei 25 bis 30 Prozent, 2016 nur noch zwischen zwei und drei Prozent. Auch Gäste aus Russland suchen sich andere Reiseziele. Die Zahl russischer Touristen ist in den vergangenen zwei Jahren um 41 Prozent gesunken.

Wie sich der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt vor der Gedächtniskirche auf den Tourismus auswirkt, wird sich erst noch zeigen. Um Weihnachten und Silvester herum habe es Stornierungen gegeben, doch die Menschen haben sich auch von der Haltung der Berliner beeindruckt gezeigt.

Berlin zieht hauptsächlich Urlauber aus Deutschland an

Anders als andere europäische Metropolen zieht Berlin viele Besucher aus dem eigenen Land an. Viele deutsche Berlin-Urlauber sind Wiederholungstäter und besuchen die Hauptstadt nicht nur ein oder zwei Mal, sondern auch schon einmal sechs Mal. Freunde und Verwandte, die in Berlin leben, sind ein Grund für die Besuche, vergleichsweise kurze Anfahrtswege und das reiche kulturelle Angebot ziehen deutsche Touristen ebenfalls an. Von anderen Kontinenten kommen dagegen gerade mal 14 Prozent der Berlin-Urlauber.
Laut Visit Berlin liegt das an den fehlenden Nonstop-Langstreckenflügen. (Foto: © JiSign )
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