Vattenfall erhöht die Strompreise ab August in Berlin

Höhere Strompreise in Berlin

Eine erhöhte Stromrechnung in Berlin
Der Strom in Berlin wird teurer! / Foto: © Stockfotos-MG - stock.adobe. com

Der Grundversorger Vattenfall will die Strompreise ab August 2020 erhöhen. Das teilte er am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit. Im Grundversorgungstarif steigt der Verbrauchspreis von 31,14 Cent pro Kilowattstunde auf 33,25 Cent. Die Kilowattstunde wird also um 2,11 Cent teurer. Vattenfall begründet die Preiserhöhung mit höheren Steuern sowie Netz- und Beschaffungskosten.

Preiserhöhung um 6 Prozent im Grundtarif

Während der Preis für den Grundversorgungstarif um knapp 6,0 Prozent teurer wird, erhöht er sich in den Tarifen Easy12 und Easy 24 um etwa 5,4 Prozent. Der höhere Verbrauchspreis betrifft rund 1,6 Millionen Vattenfall-Kunden in Berlin. Je mehr Strom ein Haushalt verbraucht, umso stärker schlägt dabei auch die Preissteigerung zu Buche.
Der Grundpreis bleibt bei 8,20 Euro im Monat. Ein Haushalt mit Grundversorgertarif und einem Stromverbrauch von 2.200 Kilowattstunden im Jahr zahlt nun 3,87 Euro mehr im Monat für Energie.
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Vattenfall will Mehrwertsteuersenkung berücksichtigen

Die höheren Strompreise treffen Berliner Verbraucher in einer Lage, in der sich viele aufgrund der Corona-Pandemie in Kurzarbeit befinden oder als Selbstständige und Freiberufler einen Teil ihres Einkommens verloren haben. Vattenfall verspricht immerhin, wenigstens die geplante Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 16 Prozent an die Haushalte weiterzugeben. Tritt die Mehrwertsteuersenkung wie geplant im Juli in Kraft, soll dies bei der Jahresrechnung berücksichtigt werden. Die Bundesregierung möchte die Mehrwertsteuer für ein halbes Jahr senken, um dadurch den Konsum anzuregen.


Vom Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhung Gebrauch machen

Im Grundversorgungstarif ist der Strompreis meist besonders teuer. Wer Geld sparen möchte, kann den Tarif oder auch den Anbieter wechseln. Der Grundtarif kann immer mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Kündigt der Stromversorger eine Preiserhöhung an, besteht auch für alle anderen Tarife ein gesetzlich festgelegtes Sonderkündigungsrecht. Verbraucher können ihren Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen und einen anderen Anbieter wählen, ohne auf die Vertragslaufzeit achten zu müssen. Das gilt auch, wenn die Preiserhöhung auf gestiegenen Steuern oder Umlagen beruht. Die Kündigung hat schriftlich zu erfolgen. Außerdem sollten Verbraucher sich zügig um einen neuen Versorger kümmern, um bei Vertragsende nicht in die recht teure Ersatzversorgung zu rutschen. Lesen Sie auch unsere Energiespartipps – Geringer Aufwand, große Wirkung