Verdi sabotiert jetzt auch den Berliner Einzelhandel

Verdi klagt gegen verkaufsoffene Sonntage

Oberverwaltungsgericht erlaubt verkaufsoffenen Sonntag am 28.01.2018 in Berlin
(Foto: Stockwerk-Fotodesign )

Update:
Oberverwaltungsgericht erlaubt verkaufsoffenen Sonntag am 28.01.2018 in Berlin

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat beim Verwaltungsgericht Klage gegen die ersten drei geplanten verkaufsoffenen Sonntage 2018 in Berlin eingereicht. Und in erster Instanz Recht bekommen.
Auch das Verwaltungsgericht hält die Anlässe für die Shoppingsonntage nicht für ausreichend! (Grüne Woche und das Sechstagerennen, die Berlinale und die ITB)
Verdi (und die Richter) haben sicher übersehen, dass Hunderttausende Touristen in der Stadt sein werden und hier Geld ausgegeben hätten. Geld, das der Berliner Einzelhandel und die Stadt sicher hätte gut gebrauchen können!
Und auch die Berliner hätten sicher auch an diesen Sonntagen wieder viel Geld beim stationären Einzelhandel ausgegeben, wie die verkaufsoffenen Sonntage im Jahr 2017 gezeigt haben. Nun freuen sich vor allem die großen Onlineshops über weniger Konkurrenz am Sonntag!

Die Streichung der verkaufsoffenen Sonntage schadet nicht nur dem Berliner Einzelhandel, sondern der ganzen Stadt. Viele Touristen sind extra zu den verkaufsoffenen Sonntagen in die Stadt gekommen, davon haben auch das Hotelgewerbe und das Gaststättengewerbe in der Stadt profitiert! Sicher auch das eine oder andere Museum in Berlin.

Die Streichung verkaufsoffener Sonntage in Berlin gefährdet Arbeitsplätze

Mir verschließt sich völlig wie die Klage von Verdi gegen die verkaufsoffenen Sonntage in Berlin Arbeitnehmerinteressen schützen soll. Der Wegfall von verkaufsoffenen Sonntagen gefährdet Arbeitsplätze.
Die Verantwortlichen von Verdi haben anscheinend völlig den Bezug zur Realität verloren. Sie merken einfach nicht, dass sich die Lebensgewohnheiten der Menschen geändert haben. Die vollen Geschäfte beweisen, dass die Menschen sonntags einkaufen möchten. – Und die vielen Onlineshops die auch Sonntags geöffnet sind kann Verdi nicht weg klagen!
Und vergessen wir nicht – es geht um max. 10 verkaufsoffene Sonntage im Jahr. Und sicher muss nicht jeder Verkäufer an allen 10 Sonntagen arbeiten – das sollte also zumutbar sein – wenn man bedenkt, dass viele Kellner, Bademeister, Theaterleute und Busfahrer regelmäßig an Sonntagen arbeiten müssen. Von der Sonntagsarbeit dieser Menschen profitieren regelmäßig auch die Verkäufer und die Verdi Bosse. Berufsbilder ändern sich. Auch das der Verkäufer im Einzelhandel.
Bleibt zu hoffen, dass die Verdi Mitglieder irgendwann erkennen, dass die verkaufsoffenen Sonntage helfen, Arbeitsplätze im Einzelhandel zu erhalten.

Gegen das Urteil vom Verwaltungsgericht hat der Senat Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt! Es besteht also noch Hoffnung.

Verkaufsoffener Sonntag in Berlin – die Übersicht!

(Foto: Stockwerk-Fotodesign )

1 Kommentar

  1. Ach ja, es gibt noch andere Werte, als shoppen am Sonntagen. Die scheinen jedoch dem hemmungslosen Konsumrausch zum Opfer zu fallen. Am besten beendet man die ganze Diskussion und strebt die völlige Freigabe aller Verkaufszeiten an, damit auch der letzte kaufsüchtige noch zu nächtlicher Stunde Brötchen, Staubsauger, Fernseher etc. kaufen kann. Die Raffgier von Globalplayern sollte möglichst bald auch im Einzelhandel Normalität werden, bis vielleicht eines Tages das Zitat „Erst, wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann“ für ein Umdenken sorgt.

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