Waschhaus Potsdam: Hotspot für heiße Clubnächte

Wo früher fürs Militär Wäsche geschrubbt wurde, ist heute eines der angesagtesten Kunst- und Kulturzentren der Landeshauptstadt Zuhause: der Verein "Waschhaus
Frauen beim Tanzen
Party im Waschhaus macht einfach Spaß - Foto © yanlev
e.V", der nicht nur beflissenes Publikum mit Ausstellungen internationaler Künstler und Literaturabenden lockt, sondern mit Tanzworkshops, Theater, Open-Air-Kino und Konzerten ein ganz bunt gemixtes Klientel anzieht.
Vor allem ist das Waschhaus jedoch eins: die Partyadresse mit der besten Musik Potsdams. Hier haben mal "Rosenstolz", "Rammstein", "Tocotronic" oder die "Sportfreunde Stiller" vor vielen Jahren ganz klein angefangen. Jede Woche zieht es hier tausende von Feierlustigen zu den trendweisenden Party-Reihen und Club-Nächten, um zu Hip Hop, Reggae, Noise, Electro, Alternative- und Indie-Sounds oder - sehr beliebt - zu 80er Jahre-Diskomusik abzutanzen. Experimentelles aus den Bereichen Jazz, Avantgarde oder Ethno, aber auch die regelmäßig stattfindenden Flamenco- und Klezmer-Abende stehen bei den Potsdamern hoch im Kurs. Im Grunde findet man hier alles: "360°" lautet der simple Slogan des Waschhauses und definiert damit nicht nur die Temperatur des "Hotspots", sondern auch den Aussichtswinkel, d.h. einen 360 Grad-Rundumschlag in der Kunst-, Kultur- und Musikszene - egal, ob populär oder experimentell.

Die Geschichte des Clubs


Mit Künstlern wie Uwe Kropinski, John Cale oder Nils Petter Molvære hat sich das Waschhaus-Team auf die Fahne geschrieben, die Balance zwischen Kunst und
Kommerz zu halten - ein Grundsatz, der noch aus alten Hausbesetzerzeiten stammt, eine Szene, die in Potsdam in den Jahren nach der Wende ähnlich wie in Berlin zur Hochform auflief. Denn nachdem die alte Wäscherei nach ihrer Schließung im Jahr 1990 langsam aber sicher der endgültigen Verwahrlosung entgegenmarodierte, wurde das Gebäude 1992 im Zuge einer Künstler-Hausbesetzung entkernt und für den Veranstaltungs-Betrieb hergerichtet. 40 kunst- und kulturinteressierte junge Leute veranstalteten erste Partys, Happenings und Ausstellungen. Wenig später wurde der Waschhaus e.V. gegründet.
Das alternative Flair aus dieser Zeit ist immer noch unübersehbar. Wer nobel mit Ambiente im großen Stil ausgehen möchte, ist hier fehl am Platz. Die Räume sind ein wenig karg und das Mobiliar entspricht auch nicht dem, was gemeinhin unter stylish verstanden wird. Doch die meisten kommen ausschließlich der Musik halber, da spielen Äußerlichkeiten keine Rolle. Was hier zählt: die Stimmung ist gut!

Tipps für Partygänger


Doch die Beliebtheit des Potsdamer Waschhauses hat mitunter auch seinen Preis. Denn vor allem bei den Wochenend-Parties muss man reichlich Zeit einplanen, um sich gemeinsam mit den Heerscharen von Discogängern durch die Eingangstür zu zwängen. Die rigide Passkontrolle ist zwar sehr vorbildlich, beschleunigt das nervige Schlangestehen aber nicht gerade. Auch wenn man ersteinmal durch diese "Schleuse" gelangt ist, erfordert es ein Mindestmaß an Geduld, um von Floor zu Floor zu gelangen.
Kleiner Tipp: Wem das nicht zusagt, geht am besten mittwochs ins Waschhaus. Dann ist "Klub Color" mit wöchentlich wechselnden DJs angesagt und der Eintritt liegt meist nur bei einem Euro. Oder man schwingt das Tanzbein in ganz entspannter Atmosphäre in einem der vielen und auch sehr gut frequentierten Tanzworkshops, die das Waschhaus anbietet. Das Kurssystem hält eine bunte Palette an Kursen bereit, darunter z.B. Street- und Breakdance-Kurse, Ballett für Groß und Klein oder Flamencounterricht. Für ein wenig räumliche Entspannung bei Fans, die auf die heißen Parties im Waschhaus unter keinen Umständen verzichten wollen, dürfte allerdings ab Juli gesorgt sein. Dann wird zumindest die so genannte "Russenhalle" grundlegend saniert, zur "Arena" ausgebaut und die Party verlagert sich für die Zeit des Umbaus in die ebenfalls auf dem Areal der Schiffsbauergasse befindliche und Schinkelhalle. Was das restliche Kulturprogramm anbelangt (z.B. Kinosommer), dreht sich die Waschhaustrommel während dieser Zeit nur im Spar-Programm. Für die heiß begehrten Parties gilt dies nicht: die brodeln weiter im Turbo-Kochwäsche-Modus!

Adresse:
Waschhaus Potsdam
Schiffbauergasse 1
14467 Potsdam
Tel. 0331 - 271 56 - 26

Anfahrt zum Waschhaus Potsdam:


Mit dem Auto:
Am besten über die Autobahn nach Potsdam, dann die Nuthestraße bis zur Kreuzung Berliner Straße nehmen. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an kostenlosen Parkplätzen!

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
Am besten mit der S-Bahn S7 bis Potsdam, dann mit der Tram 93, 94 oder 99 bis Holzmarktstraße.
Text: ak


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