Grüne Woche in Berlin

Redaktion: K. F. / Letzte Aktualisierung: 01.10.2021

Ferkel auf der Grünen Woche in Berlin
Auf der Grünen Woche kann man sich auch über das Leben auf dem Land informieren - Symbolbild: © byrdyak

Internationale Grüne Woche in Berlin

Nach der "Durchreise" und der "Internationalen Funk- und Fernseh-Ausstellung" (IFA) ist die "Internationale Grüne Woche" die drittälteste Messe in Berlin. Sie entstand 1926 als Rahmenveranstaltung der Tagung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft und wurde schnell international. Das Schöne an der "Grünen Woche", wie sie die Berliner kurz nennen, ist die Möglichkeit, dass auch Privatbesucher teilnehmen können. Das attraktive Produktangebot von allen Kontinenten ist ein Magnet für die Berliner und ihre Gäste. Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch, Molkereiprodukte, Wein, Bier und Spirituosen aus aller Herren Länder sowie internationale Spezialitäten und Gerichte können verkostet und bei Direktvermarktern sogar bestellt werden. Gern werden auch Bio-Produkte aus kontrolliertem Anbau getestet. Ca. 400.000 Besucher zählt die Messe, und den Eintritt zahlt jeder gern. Denn nirgendwo sonst kann man so viele kulinarische Attraktionen auf 125.000 Quadratmetern Fläche erleben. Ca. 40 % der Aussteller kommen aus dem Ausland.

Grüne Woche 2022 in Berlin

Die Grüne Woche findet traditionell im Januar statt. So auch 2022:
Die nächste Grüne Woche findet vom 21. - 30.01.2022 statt. (Geplant)
Tickets kosten 15€, ermäßigt 10€, Familien zahlen 31€. (Nur Beispiele)

Das Selbstverständnis der Grünen Woche

Die Messe bezeichnet sich selbst als die wichtigste Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau. Allerdings liegt die Messe Salon International de l'Agriculture in Paris, etwa vier Wochen später als die "Grüne Woche" ausgetragen, in den Zuschauerzahlen deutlich vor Berlin. Aber die Messe am Funkturm sieht in ihrer landwirtschaftlichen Traditionsveranstaltung schon längt keine Leistungsschau alter Prägung mehr, sondern ein Forum für Trends und Innovationen, die mit dem Leben und der Arbeit auf dem Land zu tun haben, und die Kommunikation zwischen Herstellern, Handel und Verbrauchern fördert. Auf der Messe werden Gütesiegel vergeben, Probleme diskutiert und zusätzliche Ausstellungen sowie Tagungen organisiert. Zwischen 200 und 300 Vorträge, Seminare und Symposien finden bei jeder "Grünen Woche" statt. Das Thema Bio ist längst inhärenter Bestandteil der Messe-Konzeption und übergreifende Themen wie Tourismus oder erneuerbare Energien spielen eine immer größere Rolle. An diesem Punkt schließt sich der Kreis wieder mit dem Publikumsinteresse, denn die "Grüne Woche" ist letztendlich immer noch ein Spekatakel für die Sinne. Das hohe mediale Interesse ist auf jeden Fall ebenfalls der Breite der Themen zu verdanken.

Gleich sieben Hallen füllen die deutschen Anbieter, de facto ein kulinarischer Spaziergang von der Nordseeküste bis zu den Alpen. Schwarzwälder Kirschkuchen aus der Dose, Rheinhessischer Spundekäs, Thüringer Kartoffelmarmelade oder der Brandenburger Salamisnack mit Minzgeschmack lassen hier auch Ungewöhnliches erwarten. Anlässlich der Grünen Woche gibt es meist einen verkaufsoffenen Sonntag in Berlin.

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