ILA in Berlin

Text: A. K. (Journalistin aus Berlin) / Letzte Aktualisierung: 23.07.2021

Flugzeug auf der ILA Berlin
Bei der ILA kann man Flugzeuge und andere Fluggeräte bestaunen - Symbolbild: © potowizard - stock.adobe. com

Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung: Vom Zepellin bis zum Airbus

Sie entführt in die Welt der Schwerelosigkeit, ist Leitmesse der Aerospace-Branche und rangiert neben dem Pariser Aerosalon und der Farnborough Air Show in England zu den global bedeutendsten Messen im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik: die ILA. Die Messe, die die Segmente Luftverkehr, Raumfahrt, Verteidigung und Sicherheit, Ausrüstung und General Aviation abdeckt, findet im regelmäßigen Turnus von zwei Jahren in der Nähe des Flughafens Berlin-Schönefeld statt.

ILA 2022 in Berlin

Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin findet alle zwei Jahre statt. 2020 musste sie wegen der Corona Pandemie verschoben werden, doch auch der Ersatztermin 2021 musste abgesagt werden.
Die ILA 2022 findet vom 22. - 25.06.2022 statt.
Es wird sicher ein buntes Programm für Fachbesucher und Laien geben.

ILA Berlin - International Aerospace Exhibition and Conferences in Berlin

Doch zurück zur ILA selbst. Zwei Tage lang ist die Messe dem Fachpublikum vorbehalten. Danach ist das Gelände offen für jedermann, der Lust hat, sich über die neuesten Technologien von Fluggeräten zu informieren. Bestaunt werden können u.a. Flugzeuge, Hubschrauber, Zeppeline, Space Shuttles und die neuesten Raketenabwehrsysteme der Bundeswehr. Während natürlich die Neuheiten wie 2006 zum Beispiel die Präsentation des Airbus A380 im Brennpunkt der ILA standen, ist für Erstbesucher der Messe mit bald hundertjähriger Tradition jedoch sicherlich auch die historische Seite der Luftfahrt interessant, die mit einer großen Zahl von Exponaten dokumentiert wird.

Schließlich war es vor den Toren Berlins, wo Otto Lilienthal schon zwölf Jahre vor den Gebrüdern Whright Luftfahrtgeschicht schrieb. Bei seinen ersten Gleitflügen setzte er hier seine wegweisenden aerodynamischen Berechnungen und Experimente in die fliegerische Praxis um. Danach führten die Wrights Lilienthals Erkenntnisse und ihre eigenen Fluggeräte- und Motorenentwicklungen zusammen, um mit ihrem ersten Motorflug der Luftfahrt Anfang des vergangenen Jahrhunderts zum großen Durchbruch zu verhelfen. Ein Flugzeug des amerikanischen Bruderpaars war es auch, das im Sommer 1909 zum Star auf der ersten ILA in Frankfurt wurde. Eine halbe Million Besucher stürmten die erste ILA, um sich über den damaligen Stand des Luftschiffbaus und der Flugtechnik in Deutschland zu informieren. Rund 500 Aussteller präsentierten Luftschiffe der Konstrukteure Zeppelin, Parseval, Cluth und Ruthenberg sowie Ballone, Luftfahrtgeräte und -apparate. Auch nach Lilienthal setzten sich namhafte deutsche Pioniere wie Hugo Junkers, Claude Dornier, Willy Messerschmitt und Hans-Joachim Papst von Ohain an die Spitze einer rasanten technologischen Entwicklung. Auch heute noch ist Deutschland an großen Zukunftsprojekten beteiligt, so zum Beispiel bei der Entwicklung und Produktion des größten Passagierflugzeuges Airbus A380 oder dem Aufbau der Internationalen Weltraumstation ISS.

Höhepunkte der Internationale Luft- und Raumfahrtaustellung in Berlin

Höhepunkt jedes ILA-Besuchs - zumindest für das Laienpublikum - sind die spektakulären Flugvorführungen von Kunstfliegern, die teilweise in historischen Modellen zu atemberaubenden Steilflügen und Drehungen ansetzen. Es empfiehlt sich allerdings, eine Packung Ohrstöpsel mitzunehmen, da die Lautstärke dabei mitunter enorm ist - insbesondere wenn Militärflugzeuge wie Tornados oder Eurofighter die Nachbrenner zünden. Wer gerne selbst in die Lüfte abheben möchte, hat auch dazu auf der ILA Gelegenheit. An Bord des nostaglischen Rosinenbombers Douglas DC-3 kann man sich bei einem Rundflug einen Überblick über das Messegelände. Der rund halbstündige Flug ist jedoch sehr begehrt, weshalb eine rechtzeitige Buchung vonnöten ist. Weitere Informationen unter: www.ila-berlin.de

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