Das MUMA Kraftwerk in Berlin

Manchmal ist es wirklich das Beste, wenn man Dingen oder Gebäuden einfach ihre Namen lässt
Kultur
Im Kraftwerk wird Kultur groß geschrieben ...
Foto © styleuneed -
- egal, wozu sie jetzt genutzt werden. Wenn der glückliche Umstand besteht, dass der Betreiber einer Location dies erkennt, hat auch das Publikum seine Freude daran - so wie im MUMA Kraftwerk im wunderschönen Mitte. Auch wenn hier kein Strom mehr erzeugt wird, so ist die Energie dieses Ortes dennoch fast körperlich zu spüren.

Große Events in riesigen Räumen


Anfang der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde das Heizkraftwerk errichtet,
um die allseits gebildeten sozialistischen Persönlichkeiten im Kiez auf dem Weg in die strahlende Zukunft auch schön warm zu halten. Das mit dem Sozialismus hat ja nicht so ganz hingehauen, der kolossale Energiekomplex verrichtete seine Arbeit dennoch unverdrossen und ungeachtet aller Ideologien bis ins Jahr 1997. Dann passierte einige Jahre lang gar nichts auf dem riesigen Industriekomplex, bis eines Tages ein bekannter Berliner Partymacher auf das Areal aufmerksam wurde. Der Betreiber des ersten Technoclubs der Hauptstadt, dem inzwischen leider plattgewalzten Tresor, entdeckte das brachliegende architektonische Juwel und erkannte sogleich dessen Potential. Er übernahm das Kraftwerk und eröffnete in einem Teil des Gebäudekomplexes den Tresor neu. Ein anderer Teil - die einhundert Meter lange Turbinenhalle - wurde aufwendig saniert und im Oktober 2010 mit der Ausstellung Realstadt - Wünsche als Wirklichkeit für das Publikum geöffnet. Und das kam begeistert und in Scharen, um sich anhand von 250 Miniaturstadtmodellen und umfangreichem erläuternden Begleitmaterial ein Bild von der Stadt der Zukunft zu machen.
Seitdem wird die gigantische 8.000 Quadratmeter große Turbinenhalle als Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen der besonderen Art genutzt. Hier wird nicht nur gefeiert und ausgestellt; auch das Fernsehen nutzt diese Location, um hier Konzerte aufzuzeichnen.
Die legendären Einstürzenden Neubauten gaben sich hier bereits die Ehre; ebenso wie Moneybrother, Artbrut, Kasabian, Calexico und Max Herre. All diese Künstlerinnen und Künstler garantieren musikalische Erlebnisse der Extraklasse jenseits aller Popstar-Beliebigkeit.
Und auch die Vertreter der klassischen Hochkultur kommen gerne vorbei, um in den spektakulären Hallen zu performen. So führte die Staatsoper Unter den Linden Luigi Nonos sozialistische Oper "Al gran sole carico d'amore" im MUMA Kraftwerk auf - eine gigantische Mischung aus Musikdarbietung, Performance und schrillem Event. Sicher nicht das, was konservative Freundinnen und Freunde der Oper so erwarten, doch dem rauen und weiten Industrieambiente des Kraftwerks durchaus angemessen.
Und auch die bildende Kunst erhält hier ihren angemessenen Raum: die Messe für zeitgenössische Kunst findet ebenfalls im Kraftwerk statt. Eine Menge Anregungen also, um dem alten Energieriesen mal einen Besuch abzustatten.


MUMA Kraftwerk Berlin
Köpenicker Straße 59-73
10179 Berlin/ Mitte
Telefon: 030/ 69 53 70 80

Den Beginn der einzelnen Veranstaltungen können Sie der Website entnehmen.

Öffentlicher Nahverkehr:
Bus:
265, Ausstieg Michaelkirchstraße oder Köpenicker Straße/Adalbertstraße;
N65, Ausstieg Michaelkirchstraße oder Köpenicker Straße/Adalbertstraße.
Text: UG / 31.01.2013



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