Deutsche Oper in Berlin

Text: JJ (Journalistin aus Berlin) / Letzte Aktualisierung: 01.10.2021

Opernglas für den Besuch in der Deutschen Oper Berlin
Für einen Abend in der Deutschen Oper Berlin sollten Sie das Opernglas nicht vergessen - Symbolbild: © goldpix - stock.adobe. com

Die Deutsche Oper ist das größte der Berliner Opernhäuser. Das Haus wurde 1961 eröffnet als Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Deutsche Oper am selben Platz. Mit mehr als 1800 Sitzplätzen gehört das Opernhaus zu den größten Theatern in Deutschland.

Größtes Haus am Platz: Die Deutsche Oper

Mit 1.865 Sitzplätzen ist die Deutsche Oper nicht nur die mit Abstand größte der drei Opern Berlins, sondern auch das zweitgrößte Musiktheater in ganz Deutschland. Ihre beiden Schwestern, die Staatsoper Unter den Linden und die Komische Oper, fassen deutlich weniger Besucher. Im Herbst 1961 wurde das im 2. Weltkrieg zerstörte Opernhaus wiedereröffnet. Der monumentale, inzwischen denkmalgeschützte Neubau des Architekten Fritz Bornemann wirkt auf den ersten Blick zwar nüchtern, wartet dafür jedoch mit inneren Werten auf: Der breite Zuschauerraum bietet bestmögliche optische und akustische Verhältnisse von jedem einzelnen Platz aus - und darauf kommt es beim Opernbesuch schließlich an. Auf Soundanlagen zur Optimierung des Hörgenusses kann hier verzichtet werden. Die massive Außenwand zur Bismarckstraße lässt zudem den Straßenlärm vollständig draußen, während sich den Besuchern durch die Glasfassade der Seitenwände in den Foyers ein schöner Ausblick in zwei Richtungen bietet.

Die wichtigsten Infos für Ihren Besuch auf einen Blick

Adresse:
Deutsche Oper Berlin
Bismarckstrasse 35
10627 Berlin Charlottenburg
Tel: 030/ 343 84 343 (Kartenbestellung)
Anfahrt:
U-Bahn: U2 bis Deutsche Oper oder U7 bis Bismarckstraße
Auto: Es gibt ein Parkhaus - Einfahrt Zillestr. 51, ab zwei Stunden vor der Vorstellung bis 2 Uhr zum Operntarif von 4€

Öffnungszeiten:
Tageskasse:
Mo - Fr: 12:00 Uhr - 19:00 Uhr
Sa, So, Feiertags geschlossen

Abendkasse:
1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
Verleih von Operngläsern:
Vor Ort kann man sich ein Opernglas Scala der Firma Bresser für 3€ (gegen Pfand) ausleihen oder für 45€ kaufen.
Bitte wenden Sie sich dazu an die Mitarbeiter der ersten beiden Garderoben oder an den Saalzugängen.

Geschichte der Deutschen Oper in Berlin

Die Zerbombung des alten Gebäudes im November 1943 bedeutete das vorläufige Ende einer über 30-jährigen Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen. 1912 war das damals so genannte "Deutsche Opernhaus" mit einer Inszenierung von Beethovens Fidelio eröffnet worden - gegründet von reichen Bürgern Charlottenburgs als Gegenkonzept zu dem für die höfische Repräsentation genutzten und daher künstlerisch erstarrten Haus Unter den Linden: Bürgeroper statt Hofoper - so lautete die Idee.

Doch trotz hochkarätiger Künstler führten Revolution und Wirtschaftskrise zu finanziellen Schwierigkeiten. Mitte der 20er Jahre, nach Eingemeindung Charlottenburgs, übernahm schließlich die Stadt Berlin das Opernhaus. Unter dem Nazi-Regime wurde das Haus mit seinen über 2.000 Plätzen für politische Zwecke missbraucht, was natürlich im direkten Widerspruch zu seinem Gründungskonzept stand.

Nach Ende des Krieges fanden bis zur Eröffnung des Neubaus die Vorstellungen der "Städtischen Oper" im Theater des Westens statt. Die Umbenennung in "Deutsche Oper Berlin" erfolgte ebenfalls 1961 - als Reaktion auf den Mauerbau. Staatsoper und Komische Oper lagen nun im Ostteil der Stadt - so war die Deutsche Oper lange Zeit das einzige große Musiktheater für die Bürger West-Berlins.

Welche Opern werden in der Deutschen Oper aufgeführt?

Der künstlerische Schwerpunkt liegt heute auf den großen Werken des 19. Jahrhunderts, wobei auch Wert auf den Erhalt historisch bedeutsamer Inszenierungen gelegt wird. Regelmäßig stehen z.B., Richard Wagner, Giuseppe Verdi oder Richard Strauss auf dem Spielplan. Zwischen der Deutschen Oper und den Bayreuther Festspielen bestand schon immer eine enge Beziehung.

Zum Beginn der Spielzeit 2004/05 hatte zum ersten Mal in der Geschichte des Hauses eine Frau den Intendanzposten inne. Kirsten Harms geriet 2006 nach ihrer umstrittenen Absetzung einer Inszenierung von Mozarts Idomeneo aus Angst vor islamischen Fundamentalisten, da in einer Szene u.a. der abgeschlagenen Kopf des Propheten Mohammeds gezeigt wurde, ins Kreuzfeuer der Kritik. Die Aufführungen wurden schließlich im Dezember 2006 wieder aufgenommen.

Restaurant in der Deutschen Oper

Wer mag kann vor oder nach der Vorstellung das Restaurant in der Deutschen Oper besuchen. Hier wird anspruchsvolle, leichte deutsche Küche angeboten. Der Genuß der Speisen rundet den Theater mit Freunden oder dem Partner ab. Es empfiehlt sich einen Tisch zu reservieren.

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