Die Komische Oper in Berlin : Kleines Haus - großes Musiktheater

Als kleinste und jüngste der drei Berliner Staatsopern vertritt die Komische Oper seit jeher ihr ganz eigenes Konzept, das wichtige Impulse für das zeitgenössische
Komische Oper in Berlin
Foto © Tsu Shi Wong
Verständnis der Kunstform Oper setzte: Hier wird modernes Musiktheater gemacht, in dem sich schauspielerischer Anspruch und musikalische Leistung zu gleichen Teilen verbinden.

Geprägt wurde das künstlerische Profil der Komischen Oper durch ihren Gründer, dem österreichischen Schauspieler und Theaterregisseur Walter Felsenstein. Kurz nach Ende des 2. Weltkriegs machte dieser mit einer Inszenierung von Offenbachs "Pariser Leben" die sowjetische Militäradministration auf sich aufmerksam und erhielt den Auftrag, ein Haus in der Tradition der "opéra comique" zu gründen. Es handelt sich dabei um ein bürgerliches Gegenkonzept zum Opernverständnis des französischen Adels, bei dem größerer Wert auf schauspielerische Leistung gelegt wird. Statt durch Rezitative entwickelt sich die Handlung in gesprochenen Dialogen. Felsenstein eröffnete das Haus 1947 kurz vor Weihnachten mit der Operette "Die Fledermaus".

Seitdem logiert die Komische Oper Berlin im ehemaligen Metropol-Theater. Der Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Bau, in dem zunächst vor allem Revuen stattfanden,
später dann Operetten aufgeführt wurden, war im 2. Weltkrieg durch Bomben stark beschädigt worden - nur der Zuschauerraum blieb weitgehend erhalten. Kurz nach Kriegsende begann der Wiederaufbau; 20 Jahre später wurden die Fassade neu gestaltet, das Haus modernisiert und ein neues Funktionsgebäude errichtet. So erscheint die Komische Oper heute äußerlich im 60er-Jahre-Design, innerlich aber nach wie vor verschnörkelt. Das Haus hat insgesamt 1270 Sitzplätze zu bieten.

Welche Stücke werden in der Komischen Oper aufgeführt?


Nicht nur das Konzept war neu - zur Eröffnung der Komischen Oper wurden auch ein ganz neues Ensemble und ein eigenes Orchester aufgebaut. Als Intendant Felsenstein nach dem Mauerbau aufgefordert wurde, seine West-Berliner Künstler zu entlassen, weigerte sich und drohte an, die DDR dann ebenfalls zu verlassen.

Felsensteins Nachfolger führten nach seinem Tod im Jahr 1975 die Tradition in seinem Sinne fort. Und das mit Erfolg: Zu ihrem hundertjährigen Bestehen 2007 wurde die Komische Oper, gemeinsam mit dem Opernhaus Bremen, in einer Kritikerumfrage der "Opernwelt" zum Opernhaus des Jahres gewählt.

Noch heute werden alle Werke, von Händel bis zu zeitgenössischen Stücken, ausschließlich in deutscher Sprache aufgeführt. Auch dieses Streben nach Verständlichkeit geht auf Walter Felsenstein zurück, der mit seinen Vorstellungen der Komischen Oper Berlin ihr unverwechselbares Gesicht gegeben hat.

Adresse:
Komische Oper Berlin
Behrenstraße 55-57
10117 Berlin
Tel.: 030 - 47 99 74 00 (Callcenter)

Mit der BVG zur Komischen Oper in Berlin :
Mit der S-Bahn bis Unter den Linden oder Friedrichstraße
Mit der U-Bahn bis Stadtmitte
Text: JJ

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