Das Theater im Palais

1990. Die Wende, die Deutschland ganz neu gestalten sollte, war gerade vorbei, doch
Das Theater im Palais
Das Palais am Festungsgraben ist die Spielstätte
dieses Theaters - Foto © -wn-
ihre Nachwirkungen waren natürlich überall im Land - vor allem im Ostteil - noch deutlich zu spüren. Die Menschen atmeten befreit auf, waren inspiriert; voller Ideen und Tatendrang. So begannen die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Und auch die Gründerinnen und Gründer des Theater im Palais waren angesteckt vom Fieber der Erneuerung. Sie übernahmen das Gebäude, das jahrzehntelang als Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft geführt wurde. Doch die Zeiten waren vorbei, als Freundschaften von staatlicher Seite verordnet wurden und so kam das Theater im Palais zu seiner Spielstätte im
Palais am Festungsgraben.

Mittenmang im Theater im Palais


Die Lage des Theaters ist ideal. Nirgendwo ist Berlin quirliger, schöner und internationaler. Um die Ecke liegen einige der kulturellen Wahrzeichen der Hauptstadt: die Deutsche Staatsoper, das Deutsche Historische Museum und natürlich auch die
Humboldt-Universität. Sogar der abgerissene Palast der Republik ist hier immer noch präsent. Die riesige Freifläche, auf dem der Stolz der DDR einst stand, ist nicht zu übersehen. Doch die Zeiten ändern sich und mit ihnen auch das Stadtbild.

Stücke im Theater im Palais


In diesem Theater werden nicht nur klassische Stücke dargeboten, sondern auch berühmte Werke der Literatur adaptiert und in einzigartiger Weise präsentiert.
Elisabeth von England zieht im gleichnamigen Stück in den Krieg. Und zwar gegen König Philipp von Spanien, den mächtigen Herrscher über riesige Gebiete in Europa und Übersee.
Der Krieg bildet die Kulisse für ein Drama, in dem es noch um weit mehr geht als um das Resultat von Machtgier und kollidierenden Interessen. Es geht um das Warum. Warum gibt es Menschen, die so stark daran interessiert sind, Zerstörung, Elend und Tod zu verbreiten? Ist das scheinbare Glück einiger weniger Privilegierter wirklich eine Legitimation für all die Grausamkeiten, die sie anderen Völkern und dem eigenen antun?
Ein anderer Monarch dürfte nicht weniger berühmt sein als die legendäre englische Königin. Friedrich II war ein Multitalent: Er hat das Preußentum erfunden, komponierte Opern und war ein Freund der Aufklärung. In dem musikalisch-literarischen Theaterabend namens Prügelstock und Flöte - ein Mensch wird preußischer König wird gezeigt, wie aus dem Knaben Friedrich, der sich für Kunst und Philosophie interessiert, mit großer Strenge ein König gemacht wird.
Wer kennt ihn nicht, den schlauen Reineke Fuchs - der berühmteste deutsche Geheimrat, Johann Wolfgang von Goethe, goss dereinst diese jahrhundertealte Geschichte in Reime, die ganz entspannt von den großen Themen berichten. Reineke-Fuchs ist in Ungnade gefallen; viele Tiere des Waldes haben Klagen gegen ihn vorzubringen. Es sieht schlecht aus und nach vielem Hin und Her muss Reineke gegen den stärkeren Wolf Isegrim kämpfen. Doch der schlaue Reineke kämpft unfair und siegt entgegen allen Erwartungen. Und statt zu sterben, wird er vom König der Tiere zum Reichskanzler ernannt. Ein Theaterstück, dass bis heute aktuelle Bezüge aufweisen kann.
Ein Mann, eine Bühne und ein Monolog, der es in sich hat: Ausweitung der Kampfzone ist nach dem gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq dramatisiert worden. Das Werk des französischen Schriftstellers - bekannt durch sein Buch Elementarteilchen - dürfte für einen Theaterabend der etwas radikaleren Sorte sorgen.

Adresse:
Theater im Palais
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin Mitte
Telefon: 030/ 20 45 34 50

Öffentlicher Nahverkehr:
Bus: 100, Ausstieg Staatsoper
Text: UG / 03.06.2012


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