Berlin: weiterhin Monopoly für internationale Immo-Spekulanten?

Die globale Finanzkrise hat den Immobilienmarkt in Berlin voll erwischt. 2007 hatten noch Immobilien für 14,5 Milliarden Euro den Besitzer gewechselt, 2008 waren es "nur" noch 7, 2 Milliarden Euro. Zumindest Teile des Marktes sind eingebrochen: während der Handel mit Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern sogar floriert,
Immobilienmarkt Berlin 2009
Der Immobilienmarkt in Berlin
Foto © Tomasz Trojanowski
ist insbesondere der Umsatz mit Mietwohnhäusern sowie Büro- und Geschäftshäusern ist stark zurückgegangen. Das geht aus dem Bericht über den Berliner Grundstücksmarkt 2008/2009 hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte herausgegeben hat. Hatten sich in den vergangenen Jahren internationale Investoren und Fondsgesellschaften auf den vergleichsweise günstigen Immobilienschnäppchenmarkt gestürzt, ist nun Zurückhaltung angesagt. Der Kreditfluss ist gestoppt und damit sind auch die Zeiten vorbei, in denen Investoren einfach mal mit dem Helikopter über Berlin rauschten, mit dem Finger nach unten zeigten wie an der Wursttheke und verkündeten: "Bitte das da!" Unbesehen wurden früher ganze Immobilienpakete verkauft - wichtig war nur, dass die Rendite stimmt.

Der Immobilienmarkt Berlin


Als der Finanz-Tsunami der Weltwirtschaftskrise Berlin erreicht, wurden eine ganze Reihe von
Bauträger-Projekten gestoppt oder gar ganz verabschiedet. Dennoch gibt es einige Projektentwickler, die trotz Krise und stagnierender Verkaufszahlen an ihren Bauvorhaben festhalten. So sieht beispielsweise der niederländische Projektentwickler und Bauherr Dr. Harry van Caem Durchhalten "auch als eine Form von Charakter" an. Der Bau seines Luxus-Objekts "Fellini Residences" nahe dem Gendarmenmarkt soll beginnen, sobald 50 Prozent der Nobel-Appartments verkauft sind. Doch ein Jahr nach Verkaufsstart ist die Hälfte der Wohnungen noch lange nicht weg - die Finanzkrise lässt die Zielgruppe, wohlhabende Unternehmer und Geschäftsleute, vor Anschaffungen, die bislang lediglich auf dem Reißbrett existieren, zurückschrecken. Dennoch gibt sich van Caem optimistisch. Er will abwarten, bis dem Geldadel das Portemonnaie wieder lockerer sitzt.

Anders sieht die Lage etwa auf der Insel im Tegeler Hafen aus. In elf exklusiven Stadtvillen sollten dort für 40 Millionen Euro Luxuswohnungen entstehen. Stattdessen wuchert hier bereits seit vielen Monaten das Unkraut, aus dem bereits gelegten Fundament ragen Rohre und die Baucontainer setzen Rost an. Bauherr ist eine Firma mit Sitz in Moskau. Deren Geschäftsführer hatte erst "firmeninterne Umstrukturierungen" für den Baustopp angegeben, dann die "gesamtwirtschaftliche Situation".

Dauerthema: Immobilienpreise Berlin :


Auf dem Markt für einfache Selbstnutzer hingegen bleiben die Preise für Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser sowie die dazugehörigen Grundstücke weitestgehend stabil. Wer sich Eigentum in den absoluten Berliner Spitzenlagen anschaffen will, muss nach wie vor tief in die Tasche greifen. Der Pariser Platz in Mitte ist das teuerste Pflaster Berlins. Hier kostet der Quadratmeter 21.000 Euro (Stand Mitte 2009). Auf Platz zwei rangiert der Tauentzien. Danach folgen der Gendarmenmarkt und die Friedrichstraße/Ecke Unter den Linden. Während das Preisniveau in den Spitzenlagen der City-Ost und der City-West im Vergleich zu 2008 unverändert geblieben ist, hat es am Alexanderplatz eine Korrektur nach oben gegeben: hier zog der Quadratmeter-Preis von 3 800 auf 4 500 Euro an.

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