Richtig Lüften im Sommer und Winter

Mietwohnung oder Eigenheim - wer nicht richtig lüftet, wird die Freude an den eigenen vier Wänden schnell
Junge Frau am Fenster
Richtiges Lüften ist sehr wichtig.
Foto © britta60
verloren haben. Muffige Zimmer und Schimmel heben nicht gerade die Wohnqualität. Hat man einmal den Schimmel in der Wand, bekommt man ihn so schnell nicht wieder los. Hier ist Vorbeugen enorm wichtig. Außerdem fühlt man sich in einem frisch gelüfteten Zimmer doch viel wohler und leistungsfähiger als in einer Muffelbude.

Tägliche Frischluft im Sommer und Winter


Gelüftet werden sollte jeden Tag. Gerade im Winter sammeln sich Hausstaub, Zigarettenrauch, Kohlendioxid, Feuchtigkeit
und vieles mehr in den Zimmern an. Um trotzdem gut durchatmen zu können, muss täglich zwei bis drei Mal für fünf bis zehn Minuten ordentlich gelüftet werden. So erhält man auch im Winter ein gesundes Raumklima.

Die richtige Lüfttechnik spart Energie!


Das Zauberwort heißt hier Stoßlüften. Drehen Sie die Heizkörper im Zimmer ab und öffnen Sie zwei gegenüberliegende Fenster gleichzeitig. So strömt die Luft am schnellsten ein und schon nach fünf Minuten ist soviel Frischeluft im Raum vorhanden, das Sie die Fenster wieder schließen und die Heizung andrehen können. Bei dieser Methode bleibt die Wärme fast vollständig erhalten. Vermeiden Sie bei kalten Außentemperaturen das Kippen von Fenstern. Hierbei kommt es kaum zum Luftaustausch und die Wärme entweicht. Das hat hohe Energieverluste zur Folge. Lieber die Fenster kurz ganz auf, das bringt es!

Richtig Lüften gegen Schimmel


Moderne Fenster schließen oft sehr dicht ab. So kann die Feuchtigkeit nicht abtransportiert werden, die sich beim Kochen, Atmen, Wäschetrocknen oder Baden ansammelt. Bei schlecht gedämmten Decken und Wänden kondensiert die Feuchtigkeit an den kälteren Stellen und bildet mit der Zeit Schimmel. Regelmäßiges Lüften, besonders nach dem Kochen und Duschen, ist daher von größter Wichtigkeit. Wischen Sie Ihre Fenster mit einem Lappen aus, wenn sich dort am Rahmen oder im Fensterbrett Kondenswasser bildet!

Kontrollierte Wohnraumlüftung?
Besonders bei Niedrigenergiesparhäusern und Passivhäusern spielt eine kontrollierte Wohnraumlüftung eine große Rolle. Wie funktioniert das? Über ein System von Rohrleitungen wird kontinuierlich Frischluft in die Wohnräume eingeleitet und verbrauchte Luft abgezogen. Bevor die Abluft das Haus verlässt, passiert sie einen Wärmetauscher, der ihr die Wärme entzieht. Die Frischluft wird ebenfalls über den Wärmetauscher geleitet und somit durch die Abluft vorgewärmt, bevor sie die Wohnräume erreicht. Dafür, dass Insekten und Pollen draußen bleiben, sorgt ein vorgeschalteter Filter. Eine optimale Lüftungsvariante für Allergiker und empfindliche Personen! Wer dieses Konzept bei einem Hausneubau berücksichtigt,
kann seine Heiz- und Energiekosten senken und hat immer frische Luft. Man kann sich eine kontrollierte Wohnraumlüftung aber auch nachträglich einbauen lassen.

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung ist sehr komfortabel und ersetzt zusätzliches Lüften. Außerdem kann sich keine Feuchtigkeit im Wohnraum ansammeln und Schimmel verursachen. Eine Tolle Sache! Hat sich der unliebsame Schimmel erst mal gebildet, muss er sofort bekämpft werden. Im Handel sind einige Tinkturen und Antischimmelsprays erhältlich. Trotzdem sollten Sie auf richtiges Lüften nicht verzichten. Gewöhnen Sie es sich an. Der beste Zeitpunkt dafür ist meist am Morgen. Danach kann man die Heizung aufdrehen und hat es so den Tag über warm und gemütlich. Die Räume sind mit Frischluft angereichert und erhöhen die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Da fühlt man sich nicht matt und schlapp, wie in muffigen Räumen.

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