13.754 Wohnungen haben die Berliner Bauaufsichtsbehörden im Jahr 2025 genehmigt – 40,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit dreht sich der Trend in der Hauptstadt erstmals seit acht Jahren. Brandenburg läuft in die entgegengesetzte Richtung: Dort kamen 7.962 genehmigte Wohnungen zusammen, 12,1 Prozent weniger als 2024 und der vierte Rückgang in Folge. Das teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in zwei Pressemitteilungen vom 1. April 2026 mit.

Berlin: erster Anstieg seit acht Jahren

Der Zuwachs in Berlin geht fast vollständig auf neue Gebäude zurück. In neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden sollen 11.634 Wohnungen entstehen, ein Plus von 35,9 Prozent gegenüber 2024. Insgesamt meldeten die Bezirke 2.444 Genehmigungen für Neubau- und Umbauvorhaben. Die veranschlagten Kosten kletterten auf 5.873,4 Millionen Euro und damit 11,3 Prozent über Vorjahr.

Die Zahl der Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern stieg um 27,2 Prozent auf 786. Stärker zulegen konnten Mehrfamilienhäuser und Wohnheime mit 10.767 geplanten Wohnungen, 36,6 Prozent mehr als 2024. Durch Dachgeschossausbauten, Nutzungsänderungen und andere Baumaßnahmen am Bestand kommen weitere 2.120 Einheiten hinzu, ein Zuwachs von 74,6 Prozent. Für den gewerblichen Neubau wurden 198 Genehmigungen erteilt (Vorjahr 221), die Nutzfläche liegt bei 680.770 Quadratmetern.

Lichtenberg vorn, Charlottenburg-Wilmersdorf fällt zurück

In neun der zwölf Stadtbezirke gingen 2025 mehr Baugenehmigungen durch als im Vorjahr. Den höchsten Sprung machte Neukölln mit einem Plus von 403,6 Prozent, gefolgt von Reinickendorf (+304,3 Prozent) und Pankow (+120,1 Prozent). Die meisten genehmigten Wohnungen überhaupt meldete Lichtenberg mit 1.935 Einheiten. Am anderen Ende der Skala steht Charlottenburg-Wilmersdorf mit einem Minus von 47,2 Prozent. Die wenigsten Wohnungen verzeichnete Friedrichshain-Kreuzberg mit 420. Infos über den Berliner Wohnungsmarkt

Baugenehmigungen in Berlin und Brandenburg - Vergleich 2024 und 2025

Brandenburg: vierter Rückgang in Folge

In Brandenburg hält der Abwärtstrend an. Von den 7.962 genehmigten Wohnungen entfallen 7.047 auf neue Wohn- und Nichtwohngebäude, 2,3 Prozent weniger als 2024. Die Zahl der Genehmigungen insgesamt liegt bei 5.090. Davon betreffen 629 den Neubau gewerblicher Bauten (Vorjahr 697) mit zusammen 1.000.450 Quadratmetern Nutzfläche.

Ein- und Zweifamilienhäuser kommen auf 2.976 Wohnungen (-0,5 Prozent), Mehrfamilienhäuser auf 4.046 (-0,7 Prozent). Deutlich eingebrochen ist das Segment der Umbauten und Dachgeschossausbauten: Hier werden nur noch 915 Wohnungen erwartet, gut die Hälfte weniger als im Vorjahr. Trotz der gesunkenen Wohnungszahlen stiegen die veranschlagten Kosten kräftig auf 4.852,7 Millionen Euro, ein Plus von 32,6 Prozent.

Teltow-Fläming und Potsdam an der Spitze

Von den 7.022 genehmigten Wohnungen in neuen Wohngebäuden entfallen 4.435 auf das Berliner Umland, 2.587 auf den Weiteren Metropolenraum. Unter den Landkreisen meldete Teltow-Fläming mit 1.228 Wohnungen (+46,4 Prozent) den höchsten Wert. Bei den kreisfreien Städten führt Potsdam mit 1.119 Genehmigungen (Vorjahr 761).

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  • Berlin 2025: 13.754 genehmigte Wohnungen (+40,7 %)
  • Brandenburg 2025: 7.962 genehmigte Wohnungen (-12,1 %)
  • Neubauten Berlin: 11.634 Wohnungen (+35,9 %)
  • Neubauten Brandenburg: 7.047 Wohnungen (-2,3 %)
  • Bauvolumen Berlin: 5.873,4 Mio. Euro (+11,3 %)
  • Bauvolumen Brandenburg: 4.852,7 Mio. Euro (+32,6 %)
  • Spitzenreiter Berlin: Bezirk Lichtenberg mit 1.935 Wohnungen
  • Spitzenreiter Brandenburg: Landkreis Teltow-Fläming mit 1.228 Wohnungen
  • Lesen Sie auch: Der Immobilienmarkt in Berlin

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilungen Nr. 50 und Nr. 51 vom 1. April 2026.