Durchschnittsalter 2025: Berlin jünger, Brandenburg älter als der Bundesschnitt
Berlin bleibt eines der jüngsten Bundesländer, Brandenburg eines der älteren: Ende 2025 waren Berlinerinnen und Berliner im Schnitt 42,8 Jahre alt, die brandenburgische Bevölkerung 47,7 Jahre. Innerhalb der Hauptstadt reicht die Spanne von 39,5 Jahren in Mitte bis 46,7 Jahren in Steglitz-Zehlendorf.
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lag das Durchschnittsalter in Berlin bei 42,8 Jahren, in Brandenburg bei 47,7 Jahren. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, waren Berlinerinnen und Berliner damit im Schnitt 2,2 Jahre jünger als die gesamte Bevölkerung in Deutschland (45,0 Jahre), die Brandenburger 2,7 Jahre älter.
Im Vergleich der 16 Bundesländer liegt Berlin mit 42,8 Jahren auf Platz zwei der jüngsten Länder - nur Hamburg ist mit 42,3 Jahren noch jünger. Brandenburg nimmt mit 47,7 Jahren den vierthöchsten Rang ein. Das älteste Bundesland bleibt Sachsen-Anhalt mit 48,4 Jahren.
Berlin verjüngt sich minimal, Brandenburg altert um 1,6 Jahre
Der Blick zurück auf 2011 zeigt, wie unterschiedlich sich die beiden Länder entwickelt haben: In Berlin ging das Durchschnittsalter in diesem Zeitraum um 0,1 Jahre leicht zurück (2011: 42,9 Jahre), in Brandenburg stieg es um 1,6 Jahre an (2011: 46,1 Jahre). Berlin bleibt also demografisch nahezu stabil, das Umland altert deutlich weiter.
Berliner Bezirke: Mitte am jüngsten, Steglitz-Zehlendorf am ältesten
Innerhalb der Hauptstadt zeigt sich ein deutliches Gefälle. Am jüngsten ist die Bevölkerung in Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg mit jeweils 39,5 Jahren. Steglitz-Zehlendorf ist mit 46,7 Jahren der statistisch älteste Bezirk, gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf mit 45,2 Jahren. Die Spanne zwischen jüngstem und ältestem Bezirk beträgt 7,2 Jahre.
Treptow-Köpenick, Spandau und Lichtenberg werden jünger
Interessant ist der Langzeitvergleich seit 2011: Während das Durchschnittsalter stadtweit nahezu unverändert blieb, haben sich die einzelnen Bezirke in Berlin unterschiedlich entwickelt. Die ehemals jungen Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg (+2,3 Jahre) und Pankow (+1,1 Jahre) alterten spürbar. In die andere Richtung lief es in Treptow-Köpenick (-2,1 Jahre) sowie in Spandau und Lichtenberg (jeweils -1,5 Jahre) - diese drei Bezirke sind heute im Schnitt deutlich jünger als vor 14 Jahren.
Brandenburg: 15,9 Jahre zwischen Gräben und Borkwalde
Noch größer sind die Unterschiede im Brandenburger Umland. Von den 408 ausgewerteten Städten und Gemeinden war Borkwalde im Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 40,3 Jahren 2025 die jüngste; dicht dahinter folgt Schönefeld im Landkreis Dahme-Spreewald mit 40,5 Jahren - beides Standorte mit spürbarem Zuzug aus dem Berliner Raum. Am oberen Ende der Skala steht Gräben (Potsdam-Mittelmark) mit 56,2 Jahren, gefolgt von Temmen-Ringenwalde (Uckermark) mit 54,7 Jahren. Die Spanne zwischen jüngster und ältester Gemeinde beträgt damit 15,9 Jahre - mehr als doppelt so viel wie zwischen den Berliner Bezirken.
Das Durchschnittsalter ist der arithmetische Mittelwert aus den Lebensaltern aller Einwohnerinnen und Einwohner zum Stichtag. Es sagt etwas über die Altersstruktur eines Gebiets aus, aber nichts darüber, wie sich die Bevölkerung auf Jung und Alt verteilt - zwei Gemeinden mit gleichem Durchschnittsalter können sehr unterschiedliche Altersgruppen-Mischungen haben. Grundlage ist die Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zum Stichtag 31.12.2025.
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