Einwohnerregisterstatistik Berlin: 3,92 Millionen Einwohner zum 30. Juni 2026
Zur Jahresmitte 2026 leben rund 3,92 Millionen Menschen in Berlin - nur 3.552 mehr als Ende 2025. Am stärksten wächst Spandau, am deutlichsten verliert Reinickendorf. Zwischen den Bezirken - und noch mehr zwischen den einzelnen Kiezen - zeigen sich große Unterschiede.
Zum Stichtag 30. Juni 2026 zählte Berlin 3.917.196 Einwohnerinnen und Einwohner. Gegenüber Ende 2025 legte die Bevölkerung damit um lediglich 3.552 Personen zu (+0,1 Prozent). Das geht aus der Pressemitteilung Nr. 106 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor.
Der Zuwachs fällt damit weiter deutlich niedriger aus als in den Vorjahren. Berlin bleibt zwar auf Wachstumskurs, verliert aber sichtbar an Tempo. Wer genauer hinschaut, sieht: Das Gesamtergebnis ist nur die Summe sehr unterschiedlicher Bewegungen in den zwölf Berliner Bezirken und ihren Kiezen.
Spandau und Treptow-Köpenick wachsen, Reinickendorf verliert
Am kräftigsten legt Spandau zu (+2.417 Personen, +0,9 Prozent), gefolgt von Treptow-Köpenick (+2.482, +0,8 Prozent). Beide Bezirke haben in den vergangenen Jahren große Neubaugebiete eröffnet und ziehen vor allem Familien an. Auf der anderen Seite verlieren Reinickendorf (−1.020, −0,4 Prozent) und Charlottenburg-Wilmersdorf (−987, −0,3 Prozent).
Unterschiede werden auf Kiez-Ebene besonders sichtbar
Noch stärker als zwischen den Bezirken fällt der Unterschied zwischen den kleinräumigen Planungsräumen aus. Am dynamischsten wächst der Kiez rund um die Werkstraße (+29,4 Prozent), gefolgt vom Planungsraum Zitadellenweg (+21,9 Prozent). In vielen anderen Planungsräumen ging die Bevölkerung im gleichen Zeitraum leicht zurück.
Auch die Altersstruktur verteilt sich extrem ungleich: Während die Gruppe der 27- bis 44-Jährigen berlinweit 29,5 Prozent stellt, sind es im Innenstadt-Planungsraum Heidestraße 52,4 Prozent. Umgekehrt zeigt sich ein starkes Übergewicht der Über-65-Jährigen in Randlagen - etwa am Kladower Damm mit 36,5 Prozent, gegenüber einem Berliner Schnitt von 11,6 Prozent.
Beim Migrationshintergrund reicht die Spanne von unter 20 Prozent in klassischen Wohnvierteln am Stadtrand bis zu über 75 Prozent in einzelnen Kiezen. Mit 59,6 Prozent hat der Bezirk Mitte den höchsten Bezirkswert, an der Spitze der Planungsräume liegen die Heidestraße (75,9 Prozent) und die Schwedenstraße (75,0 Prozent).
„Einige Regionen wachsen dynamisch, andere verlieren an Tempo.“
Aus der Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg
Die Einwohnerregisterstatistik wertet die Meldedaten der Bezirksämter aus - Grundlage sind alle Personen mit Hauptwohnsitz in Berlin. Diese Zahl kann leicht von der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus abweichen, weil sich Meldeaktivität und statistische Fortschreibung unterschiedlich verhalten. Für die Beobachtung der kleinräumigen Veränderung ist das Melderegister die aktuellste Datenquelle.
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