Der Forstbetrieb Lübben und das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald starten ein gemeinsames Projekt zur Wiederbelebung der traditionellen Erlenwälder. Die charakteristischen hallenartigen Waldbestände aus Rot-Erle sollen mit modernen, nachhaltigen Methoden für kommende Generationen erhalten bleiben.
Umweltministerin Hanka Mittelstädt erklärt dazu: „Mit diesem Projekt wollen wir die historische Bewirtschaftungsform des Spreewaldes auch für die heutigen und künftigen Besucher erlebbar machen. Wir folgen damit dem Wunsch der Spreewaldregion, die Tradition der Rabattenwälder zu erhalten.“
Moderne Methoden für alte Traditionen
Anders als früher wird auf intensive Kahlschläge und starke Bodenbearbeitung verzichtet. Stattdessen werden die Erlen auf speziell angelegten Erdhügeln gepflanzt und durch Mischbaumarten ergänzt. Ein praktischer Nebeneffekt: Die erhöhte Pflanzung schützt die jungen Bäume besser vor Bibern.
Das erste Pilotprojekt startet im Landeswaldrevier Schützenhaus auf einer zwei Hektar großen Fläche mit 2.000 Erdhügeln. Die Erlenbewirtschaftung prägt den Spreewald seit etwa 1850 und erzeugte beeindruckende Waldbestände, die heute noch das Landschaftsbild der Region formen.
Der Spreewald – Einzigartiges Erholungsgebiet vor den Toren Berlins
Der Spreewald liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von Berlin und erstreckt sich über die Landkreise Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz. Als UNESCO-Biosphärenreservat schützt er eine einzigartige Kulturlandschaft mit verzweigten Wasserläufen, traditionellen Dörfern und historischen Erlenwäldern. Jährlich lockt das Gebiet Millionen Besucher an, die bei Kahnfahrten durch die malerischen Fließe entspannen, die sorbische Kultur entdecken oder auf den zahlreichen Rad- und Wanderwegen die Natur erleben. Mit seiner Mischung aus Tradition und Naturschutz gilt der Spreewald als eines der wichtigsten Naherholungsgebiete der Region Berlin-Brandenburg.
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Besucher können diese einzigartige Waldwirtschaft künftig hautnah erleben und mehr über die jahrhundertealte Tradition der Spreewälder Forstwirtschaft erfahren.
Diese Informationen haben wir zum Teil einer PN des Brandenburger Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) entnommen.
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