Was wird in der Region zwischen Spree und Oder produziert – und wer kauft es? Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat die Außenhandelsbilanz für das Jahr 2025 vorgelegt. Beide Länder haben zugelegt: Die Berliner Exporte sind um gut sechs Prozent gewachsen, Brandenburg bleibt mit einem Plus von 2,6 Prozent auf stabilem Kurs. Zusammengerechnet haben Unternehmen aus der Hauptstadtregion im Jahr 2025 Waren im Wert von 42,6 Milliarden Euro ins Ausland verkauft.
Berliner Unternehmen verdienen mehr im Ausland
Berliner Firmen exportierte 2025 Waren im Wert von 18,2 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 6,2 Prozent gegenüber 2024. Importiert wurde noch mehr: 21,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 12,4 Prozent entspricht. Mehr als die Hälfte des Geschäfts findet innerhalb der Europäischen Union statt. Die Ausfuhren in die EU-27-Staaten legten um 11,6 Prozent zu und erreichten 9,3 Milliarden Euro. Auf der Abnehmerseite zeigt sich ein interessantes Bild: Die USA liegen mit 1,5 Milliarden Euro weiterhin an der Spitze, allerdings mit einem Rückgang von 5,9 Prozent. Frankreich holt mit plus 17,2 Prozent auf und steht mit ebenfalls 1,5 Milliarden Euro praktisch gleichauf. Polen folgt mit 1,4 Milliarden Euro (+13,4 Prozent). Bei den Importen nach Berlin dominiert China, der Warenwert stieg um 35,9 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.Maschinen aus Berlin, Autos aus Brandenburg
Die Exportgüter erzählen viel über die Wirtschaftsstruktur. In Berlin stehen Maschinen (3,0 Milliarden Euro, +6,6 Prozent) an erster Stelle, gefolgt von elektrischer Ausrüstung (2,3 Milliarden Euro, +17,6 Prozent) und Datenverarbeitungsgeräten (2,0 Milliarden Euro, +4,3 Prozent). Bei den Einfuhren nach Berlin liegen Tabakerzeugnisse mit 2,3 Milliarden Euro vorn – ein Hinweis darauf, dass große Tabakkonzerne in der Stadt Produktion oder Drehkreuze unterhalten. Brandenburg setzt traditionell stärker auf die Automobilindustrie. Kraftwagen und Kraftwagenteile machen mit 8,0 Milliarden Euro den größten Ausfuhr-Posten aus, ein Plus von 11,8 Prozent. Das Tesla-Werk in Grünheide spielt dabei eine zentrale Rolle. An zweiter Stelle folgen Nahrungs- und Futtermittel mit 2,3 Milliarden Euro (+17 Prozent) und Mineralölerzeugnisse mit 2,2 Milliarden Euro, die trotz eines Rückgangs von 4,5 Prozent zu den drei wichtigsten Exportgütern gehören.Polen bleibt Brandenburgs Haupthandelspartner
Der geografischen Nähe folgend ist Polen für Brandenburg von besonderer Bedeutung. Die Ausfuhren ins Nachbarland stiegen 2025 um 4,9 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro und machen damit Polen zum wichtigsten Abnehmerland. Die Niederlande folgen mit 2,5 Milliarden Euro, hier gab es allerdings einen Rückgang um 15 Prozent. Belgien konnte sich mit einem Plus von 4,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro halten. Umgekehrt ist Polen auch der wichtigste Lieferant: 4,4 Milliarden Euro an Importen gingen 2025 aus dem Nachbarland nach Brandenburg, ein leichter Rückgang um 2,9 Prozent. Produkte aus China legten um 11,6 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zu, die USA steigerten ihre Lieferungen um 4,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.Region wächst trotz weltwirtschaftlicher Unsicherheit
Brandenburg insgesamt exportierte 2025 Waren im Wert von 24,4 Milliarden Euro, was einem Plus von 2,6 Prozent entspricht. Die Einfuhren legten mit 7,4 Prozent auf 26,2 Milliarden Euro stärker zu. Der Handel mit EU-Staaten wuchs in beide Richtungen um jeweils 4,3 Prozent. Zusammen gezählt setzten Unternehmen aus Berlin und Brandenburg 2025 Waren im Gesamtwert von 42,6 Milliarden Euro im Ausland ab. Die Zahlen zeigen, dass die Region trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Bedingungen an ihre europäischen Nachbarn angebunden bleibt – und dass China als Lieferant weiter Boden gewinnt. Das Amt für Statistik weist darauf hin, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handelt. Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilungen Nr. 33 und 34 vom 12. März 2026.Zur Startseite von unserem Berlin Portal.

