Brandenburg

Tourismus in Brandenburg: 900.000 Gäste im ersten Quartal 2026

Redaktion: Tjark Knittel · Letzte Aktualisierung: 28.05.2026 · Lesezeit: 3 Min.

Brandenburg startet mit einem Plus ins Tourismusjahr: Von Januar bis März 2026 zählten die Beherbergungsbetriebe rund 900.000 Gäste und 2,2 Millionen Übernachtungen - mehr als vor der Pandemie. Besonders Potsdam und die Seenregionen legen zu.

Seen und Wälder in Brandenburg
Brandenburg hat viele schöne Seen und Wälder. Foto: Tkni für In-Berlin-Brandenburg.com

Der Brandenburger Tourismus wächst weiter. Im ersten Quartal 2026 zählten die Beherbergungsbetriebe des Landes rund 0,9 Millionen Gäste und etwa 2,2 Millionen Übernachtungen. Das sind 2,7 Prozent mehr Gäste als im gleichen Zeitraum 2025, die Zahl der Übernachtungen stieg um 1,4 Prozent. Damit liegt das Reiseland nicht nur über dem Vorjahr, sondern auch über dem Niveau vor Corona.

Die Zahlen stammen aus dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, das die Quartalsbilanz Mitte Mai 2026 veröffentlicht hat. Erfasst werden alle Betriebe mit mindestens zehn Betten sowie Campingplätze. Bemerkenswert ist der Vergleich mit dem Vorkrisenjahr: Bei den Gästen liegt Brandenburg 6,1 Prozent über dem ersten Quartal 2019, bei den Übernachtungen 3,6 Prozent darüber.

Die Seenregionen und Potsdam liegen vorn

Innerhalb des Landes verteilen sich die Gäste sehr ungleich. Die meisten Übernachtungen verbuchen die wasserreichen Reisegebiete im Berliner Umland sowie die Landeshauptstadt Potsdam. Während die etablierten Seenregionen etwas weniger Besucher verzeichnen, wächst Potsdam mit einem deutlichen Plus von 7,4 Prozent am stärksten.

Balkendiagramm: Übernachtungen nach Reisegebiet im 1. Quartal 2026 - Seenland Oder-Spree 366.187 (minus 0,9 Prozent), Brandenburgische Seenplatte 328.716 (plus 2,0 Prozent), Dahme-Seenland 304.705 (minus 1,4 Prozent), Potsdam 253.283 (plus 7,4 Prozent).
Angaben in Übernachtungen. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 1. Quartal 2026.

Das Muster ist typisch für das erste Quartal: In den Wintermonaten sind vor allem Städtereisen und Thermen gefragt, während die klassischen Wasser- und Aktivurlaube erst mit der wärmeren Jahreszeit anziehen. Die hohe Auslastung in Potsdam dürfte auch mit Kultur- und Tagungstourismus rund um die Schlösserlandschaft zusammenhängen.

Woher die Gäste kommen

Brandenburg bleibt ein Reiseland für Deutsche: Knapp 92 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf inländische Gäste. Ihre Zahl stieg um 2,7 Prozent, die Übernachtungen um 1,9 Prozent. Bei den internationalen Gästen zeigt sich ein gemischtes Bild: Es kamen zwar 3,9 Prozent mehr Besucher aus dem Ausland, doch sie blieben kürzer - die Zahl ihrer Übernachtungen sank um 4,3 Prozent.

Wichtigster Auslandsmarkt bleibt Polen mit 49.926 Übernachtungen, das entspricht gut einem Viertel aller ausländischen Übernachtungen (minus 2,0 Prozent). Es folgen die Niederlande mit 12.027 Übernachtungen (plus 4,6 Prozent). Den stärksten Zuwachs verzeichneten Gäste aus den USA: Ihre Übernachtungszahl kletterte um 33,1 Prozent auf 9.068.

Hintergrund
Was die Statistik zählt

In die Beherbergungsstatistik fließen nur Betriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten sowie Campingplätze ein. Privatvermietungen mit weniger Betten und ein Teil der Ferienwohnungen tauchen darin nicht auf - die tatsächliche Zahl der Brandenburg-Reisenden dürfte also höher liegen als die rund 900.000 erfassten Gäste.

Beliebte Reiseziele in Brandenburg

Wer einen Tagesausflug oder einen längeren Urlaub in Brandenburg plant, hat die Qual der Wahl. Klassiker sind die Schlösser und Gärten der Landeshauptstadt Potsdam mit Sanssouci, der vom Wasser durchzogene Spreewald, in dem sich vor allem das Paddeln im Spreewald auf den Fließen anbietet, sowie das große tropische Erlebnisbad Tropical Islands südlich von Berlin.

Wassersportler und Erholungssuchende zieht es an die zahlreichen Seen in Brandenburg, etwa im Seenland Oder-Spree, im Ruppiner Seenland oder an der Mecklenburgischen Seenplatte im Norden. Wer es entspannter mag, findet in den Thermen in Brandenburg ganzjährig warmes Wasser. Dazu kommen Radfernwege, Naturparks und historische Städte wie Brandenburg an der Havel, Cottbus oder die alte Residenzstadt Rheinsberg - genug Gründe, warum das Land das ganze Jahr über Gäste anzieht.

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