Leichter Rückgang der Besucherzahlen in beiden Regionen – Berlin bleibt Hotspot für internationale Gäste, Brandenburg punktet mit Inlandsreisen und regionalen Zuwächsen.
Die vorläufigen Tourismuszahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2025, veröffentlicht vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, zeigen für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg eine vergleichsweise stabile Entwicklung mit leichten Rückgängen im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch präsentieren sich die beiden Bundesländer mit deutlichen Unterschieden in der Gästestruktur und den regionalen Schwerpunkten.
Berlin: Die internationale Metropole hält sich stabil
Die deutsche Hauptstadt Berlin verzeichnete von Januar bis September 2025 9,2 Millionen Gäste, die für insgesamt 22,1 Millionen Übernachtungen blieben, um zum Beispiel die Sehenswürdigkeiten in Berlin zu besichtigen.
- Gesamttrend: Die Zahlen lagen nur knapp unter dem Vorjahresniveau.
- Inlandsgäste: Für Inlandsreisende ist Berlin weiterhin ein Magnet. 5,8 Millionen deutsche Gäste buchten knapp 13 Millionen Übernachtungen. Dies entsprach einem leichten Rückgang der Ankünfte von 1,5 % und der Übernachtungen von 2,6 %.
- Internationale Anziehungskraft: Der Anteil internationaler Übernachtungen in Berlin lag bei hohen 41,5 %. Trotz eines Rückgangs von 5,9 % gegenüber 2024 überholten die Vereinigten Staaten mit 983.836 Übernachtungen das Vereinigte Königreich und sind damit das Top-Herkunftsland unter den internationalen Gästen. Die Niederlande belegten Platz 3.
Brandenburg: Seenland dominiert mit Inlandsreisen
Brandenburg, das Reiseland der Seen und Wälder, zog im gleichen Zeitraum 4,3 Millionen Gäste an, die für 11,4 Millionen Übernachtungen sorgten. Hier sanken die Besucherzahlen um 1,0 % und die Übernachtungen um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr.
- Inlandsdominanz: Mehr als 92 % aller Übernachtungen wurden von Reisenden aus Deutschland gebucht.
- Internationale Gäste: Von den 372.040 internationalen Gästen wurden 880.937 Übernachtungen gebucht. Der höchste Anteil internationaler Übernachtungen fiel dabei auf das Dahme-Seenland und machte hier 20,9 % aus.
Regionale Gewinner und Verlierer
Während die Reiseregionen Spreewald (1,7 Millionen Übernachtungen; –6,0 %) und Seenland Oder-Spree (1,7 Millionen Übernachtungen; –0,5 %) weiterhin beliebt waren und fast jede dritte Übernachtung auf sich vereinten, sticht eine Region besonders hervor:
- Das Dahme-Seenland belegte mit 1,2 Millionen Übernachtungen Platz 3 und verzeichnete den höchsten Zuwachs an Übernachtungen mit +5,7 %. Allerdings war hier auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer mit 1,8 Tagen am kürzesten.
Bettenauslastung und Infrastruktur im Vergleich
Die Infrastruktur der Beherbergungsbetriebe zeigt deutliche Unterschiede zwischen den beiden Regionen:
- Gesamtbetten: Berlin bot mit 144.955 Betten die weitaus größere Gesamtkapazität, während Brandenburg über 91.601 Betten verfügte.
- Anzahl der Betriebe (ab 10 Betten): Berlin zählte 720 Hotels, Gasthöfe und Pensionen. Brandenburg hatte mit 1.499 fast doppelt so viele Betriebe, was auf kleinere Strukturen wie Gasthöfe und Pensionen hindeutet.
- Bettenauslastung: Die durchschnittliche Auslastung war in Berlin mit 55,4 % deutlich höher (Rückgang von 1,4 Prozentpunkten). Brandenburg verzeichnete eine Auslastung von 41,2 % (Rückgang von 0,7 Prozentpunkten).
- Campingplätze: Die naturnahe Region Brandenburg bot eine sehr viel größere Auswahl mit 181 Campingplätzen, während in Berlin nur 10 Campingplätze zur Verfügung standen.
Fazit: Berlin bleibt der klare Sieger bei internationalen Besuchern und einer höheren Bettenauslastung. Brandenburg hingegen überzeugt mit einem starken Fokus auf den deutschen Markt und dem beachtlichen Wachstum des Dahme-Seenlands. Die Stabilität der Zahlen in beiden Regionen deutet darauf hin, dass die Gesamtregion Berlin-Brandenburg weiterhin ein wichtiger Anlaufpunkt für Reisende ist. Mehr Tipps für einen Urlaub in Brandenburg.
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