Auf dem ehemaligen Schöneberger GASAG-Gelände an der Torgauer Straße soll laut “Berliner Abendschau” ein europäisches Energieforum einschießlich einer Privathochschule entstehen. Mit den veranschlagten Kosten von 500 Millionen EUR ist es damit das größte Bauvorhaben des Bezirks.
Anwohnern graust es vor zu erwartenden Potsdamer-Platz-Verhältnissen. Zudem sollen einige der Bürogebäude mit nahezu der gleichen Höhe erstellt werden, wie der unter Denkmalschutz stehende 100 Jahre alte Niedrig-Gas-Druckbehälter. Die Bürgerinitiative Gasometer Schöneberg wehrt sich dagegen, weil sie dadurch für die umliegenden Wohnhäuser eine Verschattung befürchtet. Eine Minderung der Wohnqualität auch wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens wäre die Folge.
Der Baustadtrat des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg, Bernd Krömer (CDU), weist die Befürchtungen zurück. Es seien mehrere Verschattungsstudien durchgeführt worden. Als Ergebnis sei nur an bestimmten Tagen im Jahr für eine Stunde ein leichter Verschattungseffekt zu erwarten. Da man gleichzeitig eine neue Zufahrtsstraße zum Sachsendamm baue, werde es auch nicht zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch die Schöneberger Insel kommen. Er bezeichnet das Projekt zudem als “Zierde für die Stadt”.
Die Bürgerinitiative sieht das selbstverständlich anders und will weiter Stimmen gegen den Bebauungsplan sammeln. Übrigens: Innerhalb des historischen Gasometers soll ein moderner Glasturm errichtet werden.
Tags: Wirtschaft von tresco
No Comments »