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Berlin oder Hamburg: Welche Stadt ist reif für Olympia?

Für einen Wettbewerb, der alle vier Jahre stattfindet, denkt man weit in die Zukunft. Berlin und Hamburg denken derzeit vor allem an die Jahre 2024 und 2028 – in einem dieser Jahre wollen beide Städte die Olympischen Spiele austragen. In beiden Städten steht am heutigen Dienstag das Konzept zur Bewerbung in den jeweiligen Abgeordnetenhäusern zur Diskussion. 13 Fragen müssen sie dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) beantworten und ein Konzept vorlegen, über das bis zum Jahr 2017 die Jury entscheiden soll. Öffentlich bekannt gegeben werden dürfen diese Konzepte noch nicht, so lautet das Dekret des DOSB. Erst am 1. September 2014 gibt es daher näheres zu den Plänen der beiden Städte zu erfahren, dann will der OSB die beiden Konzepte der Öffentlichkeit vorstellen.

Und die öffentliche Meinung in diesem Fall ist wichtig. Die Ausrichtung der Olympischen Spiele ist ein logistischer und finanzieller Kraftakt, hinter dem im besten Fall die gesamte Stadt steht. Allein 50 Millionen Euro kostet die Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Die Pläne von Hamburg und Berlin müssen also nicht nur die DOSB-Jury überzeugen, sondern auch die jeweilige Bevölkerung.

Ein Teil der Konzepte ist jetzt schon bekannt – dieser Teil macht deutlich, wie sehr sich die Pläne von Hamburg und Berlin unterscheiden:

  • Berlin setzt auf ein dezentrales Austragungskonzept mit Nutzung der vielen bereits vorhandenen Sportstätten. Hamburg möchte dagegen auf ein klassisches Konzept der kurzen Wege bauen, da dort ohnehin die Sportstätten und ein olympisches Dorf neu gebaut werden müssten.
  • Das olympische Dorf in Berlin soll auf dem Gelände des Flughafen Tegel entstehen, mit 5.000 Wohnungen. Hamburg möchte sein olympisches Dorf auf dem Kleinen Grasbook in der Nähe des Olympiastadions erbauen, mit etwa 3.000 Wohnungen. In beiden Städten sollen die Wohnungen nach den Spielen dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen, Hamburg setzt dabei zum Teil auf geförderten Wohnraum.
  • Beide Städte planen, weitere Bundesländer und Städte in der Umgebung mit einzubeziehen, wenn diese optimale Bedingungen für einzelne Wettkämpfe bieten.
  • Das IOC fordert Hotelkapazitäten von mindestens 42.000 Zimmern. Mit über 140.000 Betten erfüllt Berlin diese Auflage spielend. In Hamburg stehen rund 52.000 Betten zur Verfügung, die Stadt möchte daher auch Schiffe zur Unterbringung anbieten.

Eine der für die Bürger am interessantesten Fragen ist sicherlich der Aspekt der Finanzierung. Berlin hat den Vorteil, das viele Sportstätten und Unterbringungsmöglichkeiten bereits vorhanden sind; der Senat geht daher vorerst von Kosten in Höhe von zwei Milliarden Euro aus. In Hamburg ist die Rede von 6,5 Milliarden Euro. Eine Umfrage in den Städten zeigt, dass bisher 52 Prozent der Berliner die Olympiade gerne in ihrer Stadt hätten, 46 Prozent sind dagegen. 73 Prozent der Hamburger befürworten dagegen die Austragung der Spiele in ihrer Stadt, 27 Prozent sind skeptisch. In beiden Städten haben sich Gegner unter dem Schlagwort NOlympia zusammengeschlossen.

Und nun? Möge der Bessere gewinnen.

Sonntagsshopping am 07.09.2014 in Berlin

Schulsachen am Sonntag kaufen, am 24.08.2014 geöffnet

24.08.2014
Morgen beginnt in Berlin wieder die Schule. Und sicher fehlen dem einen oder anderen noch einige Utensilien wie zum Beispiel Hefte, Stifte und Tuschkasten.
Auch heute am Sonntag kann man Schulsachen in Berlin kaufen.

Wo kann ich heute am Sonntag Schulsachen kaufen?

Gibt es einen Schreibwarenladen der Sonntags geöffnet hat? – Ja!
Zum Beispiel bei McPaper im Hauptbahnhof.  ( 1. Untergeschoss)
Außerdem gibt es
in Berlin einige Supermärkte, die sonntags geöffnet haben.
Auch hier  können Sie Schulsachen kaufen.
Viele Kinder werden aber erst morgen in der Schule erfahren was sie fürs nächste Schuljahr benötigen. Vielen Eltern wird es also nicht erspart bleiben in der kommenden Woche noch einmal mit ihren Kinder einkaufen zu gehen.

Übrigens in unserem Portal finden Sie auch eine
Liste der verkaufsoffenen Sonntage in Berlin.
Der nächste
stadtweite verkaufsoffene Sonntag in Berlin ist der 07.09.2014 anlässlich der diesjährigen  Internationalen Funkausstellung in Berlin.  ( Vom 05. September bis 10. September)
Wir wünschen Ihnen einen schönen Sonntag.
Wer nicht weiß was er heute unternehmen soll, findet bei uns auch
Tipps für einen tollen Sonntag in Berlin .

Mehr Kinder an Berlins Schulen

22.08.2014

Einige Kinder können den kommenden Montag kaum noch abwarten, viele würden ihn dagegen gerne noch ein wenig länger hinausschieben: Nach dem Wochenende gehen die Sommerferien in Berlin unwiederbringlich zu Ende. Für die Schüler bedeutet das wieder: lernen, stillsitzen, Hausaufgaben machen. Für die Schulen bedeutet es im Schuljahr 2014/2015 im zweiten Jahr in Folge einen Anstieg der Schülerzahlen. Langsam wird es eng in den Klassenzimmern.

Mehr Platz, mehr Lehrkräfte

Niedrige Geburtenrate, kaum Zuzug: Lange Zeit stagnierten die Neuanmeldungen an Berliner Schulen oder gingen sogar zurück. Seit dem letzten Jahr ist jedoch alles anders. Die Geburtenraten steigen wieder, der Zuzug hält an und auch mehr Flüchtlingskinder besuchen die Berliner Schulen. Die Bildungsverwaltung rechnet aufgrund dessen mit einem Anstieg der Schülerzahlen um 13 Prozent in den kommenden sieben Jahren. Das schafft gleich mehrere Probleme: Zum einen brauchen mehr Schüler auch mehr Platz zum Lernen. Zum anderen müssen mehr Lehrer eingestellt werden, um das Unterrichtsniveau zu halten. Insbesondere, da zum kommenden Schuljahr zahlreiche Lehrer in Berlin pensioniert werden.

Berlin stellt 2.000 neue Lehrer ein

Vorgefertigte Ergänzungsbauten sollen mehr Platz an den Schulen schaffen. Die Module lassen sich schnell und einfach aufbauen und dienen als vollwertige Klassenzimmer. Gut 50 Jahre sollen diese Ergänzungsbauten halten; an der Pankower Mendel-Grundschule kommen sie bereits zum Einsatz. Außerdem stellte der Senat 2.000 neue Lehrkräfte ein. 14,7 Prozent von ihnen sind Quereinsteiger ohne Lehramtsstudium. Viele der neuen Lehrkräfte stammen zudem aus anderen Bundesländern; ohne diesen Zuzug wäre die Herausforderung, zum neuen Schuljahr genug Lehrer zu haben, kaum zu bewältigen gewesen. Was Berlins Schulen zugute kommt: Während die Berliner Schulen einstellen, sind in den westlichen Bundesländern derzeit kaum Stellen frei. Nur fünf Prozent der neuen Lehrer werden verbeamtet, die übrigen arbeiten, wie es in Berlin schon länger üblich ist, auf Angestelltenbasis.

Aktuelle Beiträge:
24.08.2014 verkaufsoffener Sonntag in Berlin

Kein Schulbuchsponsoring von Amazon

19.08.2014
Am kommenden Montag gehen in Berlin und Brandenburg die großen Ferien zu Ende. Tausende neuer Schüler strömen wieder in die Klassen. Und viele Schulen sehen sich wieder mit einem Problem konfrontiert: zu wenig Geld für Bücher und Lehrmittel. Das trifft nicht nur auf die Schulen selbst, sondern auch auf viele Eltern zu. Die attraktiven Angebote von Online-Händlern wie Amazon kommen da gerade recht: Schulfördervereine erhalten Provisionen, wenn sie Eltern als Kunden an die Online-Kaufhäuser vermitteln. Das erscheint zunächst als gutes Geschäft für alle Beteiligten – nur der stationäre Buchhandel ist außen vor.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hatte daher gegen die Provisionsvergabe an Schulfördervereine geklagt. Das Landgericht Berlin gab ihm Recht: Die gesetzlich vorgeschriebene Buchpreisbindung werde unterlaufen, wenn Online-Händler wie Amazon an Schulen eine Vergütung für die Kundenvermittlung zahle. Die Eltern, die über die Vermittlung der Schulen bei Amazon und anderen Online-Buchhändlern einkaufen, zahlen zwar den vollen Preis; die Schulen können sich aber über eine Art „Vermittlungsgebühr“ freuen. Die Höhe der Provisionen richtete sich dabei nach dem Umfang der Schulbuchbestellung. Laut Gericht sei das eine unzulässige Vergünstigung. Bei Zuwiderhandlung wurde Amazon ein Ordnungsgeld in Höhe bis zu 250.000 Euro angedroht – pro Fall – oder ersatzweise Ordnungshaft.

Im konkreten Fall hatte das Droste-Hülshoff-Gymnasium 2012 auf seiner Webseite einen Link zur Amazon bereitgestellt und Eltern dazu angehalten, dort Schulbücher zu bestellen. Dem Gericht zufolge widerspricht diese Handlung dem gesetzlichen Vorhaben, die Vielfalt des Buchhandels zu schützen. Noch hat Amazon Zeit, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

- Buchläden in Berlin
- Schreibwaren & Bürodedarf in Berlin kaufen
- 07.09.2014 ein verkaufsoffener Sonntag in Berlin
- Einkaufen im Einkaufscentrum “Der Clou”

Mitfahrer-App Uber geht gegen Verbot vor

15.08.2014

Konkurrenz belebt das Geschäft, sagt das Sprichwort. Konkurrenz macht aber auch Angst – Angst davor, dass das Geschäft kaputt geht. Manchmal ist diese Angst berechtigt. Taxifahrer fürchten sich momentan vor der Mitfahrer-App Uber. Die App vermittelt Menschen, die von A nach B wollen, private Mitfahrgelegenheiten, die in die Rolle des Taxifahrers springen. Jeder, der die App installiert, kann so im kleinen Stil selbst zum Taxifahrer werden – zum Unmut der tatsächlichen Taxiunternehmen. Das Berliner Landesamt hatte die App daher Anfang August per einstweiliger Verfügung verboten. Wie General Manager von Uber, Fabian Nestmann jetzt ankündigte, hat die Firma Widerspruch gegen die Unterlassungserklärung eingelegt.

Uber bleibt einstweilen am Netz

Uber bleibt am Netz, Fahrer können sich also weiterhin Mitfahrer vermitteln lassen. Das ist aber nicht ohne Risiko: Wer erwischt wird, muss mit Bußgeldern bis zu 20.000 Euro rechnen. Ob Uber im Zweifel diese Kosten übernimmt, wird nicht klar gesagt. Die Firma stehe hinter ihren Fahrern, heißt es. Was das konkret bedeutet, kann man nur mutmaßen.

Die Taxiunternehmen dagegen begrüßen die einstweilige Verfügung natürlich. Uber verhindert aus ihrer Sicht einen Wettbewerb unter gleichen Marktbedingungen für alle Teilnehmer. Uber möchte zwar laut eigenen Angaben nicht gewerbliche Fahrer und Mitfahrer zusammenbringen; die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass auch gewerbliche Fahrer den Dienst nutzen, die sich den Erwerb des Taxischeins sparen möchten.

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Feuer im Spreepark

Feuerwehr Notruf 112

11.08.2014

In der Nacht zum Montag stand eine er bekanntesten Kulissen Berlins in Flammen: Der Spreepark im Berliner Plänterwald brannte zum Teil ab. Ein halber Hektar des insgesamt 30 Hektar großen Geländes ging in Rauch auf. Opfer der Flammen wurde vor allem das Westerndorf, das durch das Großfeuer zerstört wurde. Die Feuerwehr entdeckte auf dem Gelände mehrere Brandherde und geht von Brandstiftung aus.

100 Feuerwehrleute rückten in der Nacht aus, um den Flammen den Kampf anzusagen. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Mehrere alte Häuser und Filmkulissen brannten allerdings vollständig aus. Von den Flammen verschont blieb das bekannte Riesenrad.

Einsatz mit Hindernissen

Laut Informationen der Feuerwehr wurde der Brand um 0:39 Uhr in der westlichen Ecke des Geländes bemerkt. Als die ersten Einsatzkräfte ankamen, hätten sie das Ausmaß der Flammen bereits bemerkt und weitere Löschzüge zur Verstärkung angefordert. Die Löscharbeiten gestalteten sich nicht einfach: Die nächsten Hydranten liegen 1.500 Meter entfernt – alles andere als eine Normalsituation für die Einsatzkräfte. Und die Hydranten sind nicht nur weit weg vom Einsatzort, sondern laut Aussagen der Feuerwehr auch noch mangelhaft. Um mehr Wasser zum Brandherd zu befördern, forderten die Einsatzkräfte schließlich Löschboote an. Auch das gestaltete sich allerdings nicht einfach, die Feuerwehr musste schließlich auf ein Mehrzweckboot der Polizei zurückgreifen. Das eigene Boot, das in dieser Nacht einsatzbereit war, liegt nämlich in Spandau-Süd – viel zu weit weg für einen schnellen Einsatz. Durch die nachts nicht besetzte Schleuse in Charlottenburg wäre das Boot zudem nicht durchgekommen.

Um 4:30 Uhr war das Feuer schließlich gelöscht. Am Montagmorgen spricht die Feuerwehr von zwei Brandherden, die etwa 200 Meter auseinanderlagen.
( Foto: © frogger)

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Einkaufen in den Hallen am Borsigturm

Das Berghain wird zehn und feiert mit großer Ausstellung

08.08.2014
Im Herbst 2014 ist es zehn Jahre her, da eröffnete das Berghain seine Pforten. Der Club, gelegen an der Grenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg, genießt bei Touristen mittlerweile ein fast mythisches Ansehen, ist berühmt-berüchtigt für seine Türpolitik und weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Heute Abend ab 19:00 Uhr kommt ausnahmsweise einmal jeder herein: Denn heute eröffnet die Ausstellung „10“, die dem Club zum Geburtstag ein kleines Denkmal setzen soll. Bis zum 31. August sind die Werke zu sehen. ( Mehr Clubs in Berlin )

Fotos, Schweiß und Urin

In den Berliner Party-Nächten begrüßt Türsteher-Legende Sven Marquart sonst vor dem Berghain die Gäste – und lässt längst nicht jeden durch. Die Ausstellung in der Halle am Berghain allerdings dürfen alle genießen. Schwarz-weiß-Portraits von Berlins Nachtschwärmern zieren die Wände, acht Künstler stellen hier über drei Wochen aus. Das Thema ist dabei natürlich vor allem der Technoclub selbst. Es geht um Berliner Subkultur, um die Technoszene, um Sex und Drogen – um all das eben, was die Berliner Party-Szene einst zum Mythos gemacht hat und vielleicht auch heute noch macht. Die Fotografen Ali Kepenek und Friederike von Rauch beteiligen sich mit ihren Bildern, im Foyer hängen Gemälde vom polnischen Künstler Piotr Nathan. Die Berliner Künstlerin Sarah Schönefeld setzt auf Ekel als besonderen Blickfang: Sie hat Schweiß und Urin der Berghain Gäste gesammelt und in Gläser gefüllt, als Erinnerungen an die Ekstase vergangener Nächte.

Die neoklassizistische Halle als Ausstellungsort

Die Halle am Berghain, am Ostbahnhof gelegen, erweist sich mit ihrer düsteren, neoklassizistischen Architektur als idealer Ausstellungsort. Eigentlich sollten hier mal Konzerte stattfinden, die Pläne für den Umbau sind aber seit 2010 vom Tisch, nach Uneinigkeiten zwischen dem Senat und den Betreibern des Berghains. Heute dient die Halle daher nur gelegentlich als Veranstaltungsraum.
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Der 07.09.2014 – ein verkaufsoffener Sonntag in Berlin

Das Berlin Festival verabschiedet sich von Tempelhof

06.08.2014
Das Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhofs galt bislang zumindest einige Male im Jahr als Place to be. Doch nachdem sich zunächst schon die Modemesse Bread&Butter teilweise aus Tempelhof zurückgezogen hat, kündigt auch das Berlin Festival an, den ehemaligen Flughafen verlassen zu wollen.

Das große Open Air Fest war bislang Publikumsmagnet und zog Besucher aus Berlin und ganz Deutschland an sowie auch zahlreiche ausländische Gäste. Die Pet Shop Boys sind hier schon aufgetreten, Björk und Blur, außerdem The Killers. Seit fünf Jahren gehört des Festival nicht nur zu den größten Attraktionen in Tempelhof, sondern zu den größten Festen in Berlin. Doch nun kehren die Veranstalter dem Flughafengelände den Rücken. Das hat die Tempelhof Projekt GmbH bestätigt. Der Rückzug kommt vollkommen überraschend. Eine Erklärung kündigte die Veranstaltergruppe Hörstmann für Mittwoch an.

Neuer Veranstaltungsort: Die Arena Treptow

Neuer Veranstaltungsort soll die Arena in Treptow werden. Dort wurden in den vergangenen Jahren bereits die Teile des Festivals abgehalten, die nach 22 Uhr stattfanden – aus Lärmschutzgründen hat dann in Tempelhof nämlich Ruhe zu herrschen. In Treptow ist das Festival auch näher an den anderen Veranstaltungen dran, die im Rahmen der Messe Berlin Music Week stattfinden. Unbegründet erscheint der Umzug also nicht. Allerdings werden bereits Tickets für das Festival vom 5. bis zum 7. September verkauft – und auf denen steht noch das Flughafengelände Tempelhof als Veranstaltungsort.

Für den ehemaligen Flughafen bedeutet der Rückzug des Festivals natürlich finanzielle Einbußen. Von einem herben Rückschlag wollte die Verwaltergesellschaft aber nicht sprechen. Mit 60 Veranstaltungen im Jahr sei man immer noch gut ausgebucht. Zudem soll auch das Flughafendach bald für die Öffentlichkeit zugänglich sein – eine neue Attraktion, mit der man Besucher anlocken möchte.

Internationales Bierfestival in Berlin

01.08.2014

Internationales Bierfestival in Berlin

Im Ausland sind die Deutschen unter anderem für ihre große Vorliebe für Bier bekannt. Die neuesten Trends in Sachen Biergenuss kommen aber gar nicht aus Deutschland – sondern, wie viele andere Trends auch, aus den USA. Davon können sich Bierliebhaber ab heute auf dem Internationalen Bierfestival auf der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain überzeugen. Eine der neuesten Moden in Sachen Biergenuss, die nun aus den USA zu uns rüberschwabbt: handwerklich traditionell gebrautes Bier.

Bierfass

340 Brauereien beim Internationales Bierfestival in Berlin
340 Brauereien präsentieren in Friedrichshain ihre Erzeugnisse. Genießer haben die Auswahl zwischen mehr als 2.400 Biersorten – schon erstaunlich, was aus Gerste, Hopfen, Malz und Wasser alles werden kann. 87 Länder sind zu Gast in Berlin, über 2,2 Kilometer zieht sich die Biermeile. Bereits zum 18. Mal findet das Internationale Bierfestival in Berlin statt.

Was dieses Jahr als neuester Trend präsentiert wird, klingt eigentlich ein wenig retro: In den USA besinnen sich immer, gerade kleine und private Brauereien auf ursprüngliche Handwerkskunst. Craft Beer heißt das Bier, das nach teils jahrhundertealten Traditionen gebraut wird. Charaktervoll und gehaltvoll soll es sein. Was keine Rolle spielt, ist das deutsche Reinheitsgebot: Ein Craft Beer darf auch weitere Zusätze enthalten, die den Geschmack unterstützen. Wie viele weitere ausländische Biere auch. Belgische Biersorten werden zum Beispiel oft mit Zusatz von Fruchtsäften hergestellt, als Kirschbier oder Ananasbier. Die süßen Biersorten schmecken auch Menschen, denen ein gewöhnliches Pilz oft zu herb ist. Beim Internationalen Bierfestival können die Besucher sich nun durchprobieren und neue Lieblingssorten entdecken. Wie immer im Umgang mit Alkohol und ganz besonders bei der Hitze gilt allerdings: vorsichtig und verantwortungsvoll genießen! (Foto: © Jag_cz )

Kneipen in Berlin
Biergärten in Berlin

Direktvergabe des S-Bahn-Verkehrs stößt auf Kritik

Es schien endlich Bewegung in den Öffentlichen Nahverkehr in Berlin zu kommen: Nach Pleiten, Pech und Pannen der bisherigen Betreibergesellschaft, der DB-Tochter S-Bahn GmbH, sollte der Streckenbetrieb innerhalb des Rings in einer öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Ab Ende 2017 sollte ein neuer Betreiber übernehmen. Sollte. Letztlich blieb es nämlich beim Konjunktiv, Ende der vergangenen Woche beschloss der Senat, den S-Bahn-Betrieb auch innerhalb des Rings bis 2023 in der Hand der S-Bahn GmbH zu lassen.

Übergangsbetrieb bis 2023

Der Zeitplan hat schlicht nicht gepasst: Frühestens 2015 hätte ein neuer Betreiber ermittelt werden können. Dem wäre es nicht möglich gewesen, bis 2017 die geforderten neuen Wagen zu liefern, der Bau der rund 400 nötigen Fahrzeuge nimmt etwa fünf Jahre in Anspruch. Die S-Bahn Berlin dagegen hat die Fahrzeuge, der Betrieb kann also ohne – oder fast ohne – Einschränkungen weitergehen. Allerdings: 150 dieser Fahrzeuge sind in einem alles andere als guten Zustand und müssen nun dringend auf Vordermann gebracht werden. Der Vertrag mit der S-Bahn läuft allerdings 2017 aus, der Bundesgerichtshof hatte eine Ausschreibung für den Weiterbetrieb vorgegeben. Die sollte eigentlich schon längst gestartet sein, damit die Entscheidung 2012 hätte fallen können, rechtzeitig, um neue Wagen zu produzieren – doch daraus wurde nichts.

Konkurrenz hält Vorgehen für rechtswidrig

Die Wagen der DB-Tochter sollen nun weiterhin auf den Strecken der S 47 unterwegs sein (bis 2020), auf der S 46 und der S 8 (bis 2022). Auf dem Ring sollen die S 41 und S42 bis 2023 in der Hand der S-Bahn GmbH bleiben. Die Konkurrenz sieht diese Pläne natürlich gar nicht gerne – und bezeichnet das Verhalten des Senats als „rechtswidrig“. Der Senat habe eine rechtzeitige Ausschreibung verschlafen; die Direktvergabe dürfe zudem nur für 20 Prozent der Verkehrsleistung und für maximal zwei Jahre zustande kommen. In Berlin sind allerdings rund ein Drittel des S-Bahn-Verkehrs betroffen, für einen deutlich längeren Zeitraum.