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Ein Blog für Berliner und Brandenburger

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Mall of Berlin: Der Einkaufstempel soll größer werden

21.10.2014

Einkaufstempel gibt es viele in Berlin, seit dem 24. September hat ein weiteres seine Pforten geöffnet: die Mall of Berlin. Auf 76.000 Quadratmetern soll sie am Leipziger Platz Einkaufserlebnis bieten, dort, wo einstmals das Großkaufhaus Wertheim die Berliner zum Shoppen lockte. 270 Geschäfte gibt es hier bereits, rund 800 Millionen hat Investor Harald G. Huth in das Projekt gesteckt. Auf die Geschäfte sollen 270 Wohnungen folgen, mit insgesamt 30.000 Quadratmetern Wohnfläche, außerdem ein Dachgarten und ein Hotel auf 12.000 Quadratmetern Fläche.

Das Kaufhaus Wertheim brachte einst die Faszination der großen Einkaufstempel nach Berlin. Zur damaligen Zeit war es das größte Warenkaufhaus Europas, in prominenter Lage und mit einem riesigen Angebot auf über 100.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Die heutige Mall of Berlin erinnert mit ihrer modernen Architektur allerdings kaum noch an den einstigen Glanz; sie gehört zwar zu den größten in Berlin und bietet mehr Geschäfte als die Konkurrenz, flächenmäßig wird sie aber von den Gropuis Passagen noch übertroffen. Architektonisch hebt sich die neue Einkaufsmeile ebenfalls kaum von den vielen anderen Centern in Berlin ab, weder von innen noch von außen werden wirkliche Alleinstellungsmerkmale sichtbar. Während das Alexa immerhin mit seiner kitschigen, rosafarbenen Fassade fragende Blicke auf sich zieht, fügt sich die Mall of Berlin fast dezent in ihre Umgebung ein. Immerhin, eine hervorragende Lage haben sich die Investoren gesichert: Am Leipziger Platz zwischen dem Potsdamer Platz und der Friedrichstraße gelegen verbindet die Mall Alte und Neue Mitte, als überdachte Einkaufsmeile zudem einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Berlin.

Beim bisherigen Bau soll es zudem nicht bleiben. Weitere 100 Millionen Euro möchte Huth investieren, um die Häuser der beiden Nachbargrundstücke, Leipziger Platz 14 und 15, ebenfalls zu Shopping-Meilen umzugestalten. Vielleicht bringen die Ergänzungsbauten nun das Alleinstellungsmerkmal, das wirklich Besondere in die Mall of Berlin.
Weitere Einkaufscenter in Berlin

Bürgermeister des Volkes

17.10.2014
Wenn alles läuft, wie geplant, entscheidet das Berliner Abgeordnetenhaus am 11. Dezember über den neuen Regierenden Bürgermeister von Berlin. Drei Kandidaten stehen zur Wahl, Raed Saleh, Michael Müller und Jan Stöß.
Wer nicht direkt mitreden und mitwählen kann, sind die Berliner Bürgerinnen und Bürger. Sind die drei Kandidaten die, die auch die Berliner an der Spitze ihrer Stadt sehen möchten? Oder könnten Sie sich da vielmehr jemand ganz anderen vorstellen? Der Radiosender FluxFM, die Internetagentur 3pc und die Campaigningagentur Super an der Spree haben eine Online-Umfrage gestartet, die den Diskurs über genau diese Frage anstoßen soll.

„Bürgermeister des Volkes“ heißt die Aktion. Auf buergermeister-des-volkes.de können alle, die mitreden wollen, einen eigenen Kandidaten vorschlagen. Ganz gleich, ob es sich dabei um den eigenen Nachbarn oder um bekannte Berliner Persönlichkeiten handelt: Wer die Webseite besucht, kann entweder für einen von der Redaktion vorgeschlagenen Kandidaten stimmen oder einen eigenen Vorschlag machen. Wichtig ist, dass zu jedem Vorschlag eine Begründung abgegeben wird, warum gerade dieser Kandidat als Regierender Bürgermeister für die Hauptstadt geeignet wäre. Wer bringt die Stadt voran? Welche kreativen Ideen könnten die Kandidaten einbringen?

Einen direkten politischen Einfluss hat diese Abstimmung zwar nicht. Durch die augenzwinkernde Umfrage soll allerdings die Distanz zwischen Bürgern und Politik verringert werden. Seit dem 14. Dezember ist die Plattform online. Wer mag, kann hier nicht nur seine eigenen Kandidaten bewerben, sondern auch mit anderen Usern über die Vorschläge diskutieren. Bis zum 30. November besteht die Chance, seine Stimme abzugeben.

In diesen Geschäften ist am Sonntag den 19.10.2014 verkaufsoffen

Hoch hinaus am Hardenbergplatz

14.10.2014
Die aktuellen Berliner Bauvorhaben streben in die Höhe. Ob am Alexanderplatz, in Neukölln oder am Hardenbergplatz vor dem Zoologischen Garten: Die Hauptstadt soll um einige Wolkenkratzer reicher werden. Die Pläne für die Türme am Alexanderplatz sind bereits ambitioniert, auch das Estrel Tower in Neukölln soll seine Nachbarn um einige Meter überragen. Alle anderen Gebäude sprichwörtlich in den Schatten stellen allerdings soll das neue Hochhaus am Hardenbergplatz. Am Montag stellte die Arbeitsgemeinschaft City ihre Pläne für das Gelände vor dem Zoo vor.

Mehr Profil für den Hardenbergplatz

Ganze 209 Meter soll der Wolkenkratzer in die Höhe ragen – damit wäre er das höchste Gebäude in Berlin. Die Pläne stammen vom Architekten Christoph Langhof, der bereits das Hochhaus Upper West am Breitscheidplatz entworfen hat, mit 118 Metern ebenfalls kein Zwerg, aber weit kleiner als der geplante neue Bau. Bislang fehle dem Hardenbergplatz ein Gesicht, meinte Langhof während der Präsentation. Das neue Hochhaus soll dem Gelände mehr Profil verleihen. Zu übersehen wäre der Wolkenkratzer auf jeden Fall nicht.

Noch gibt es keinen Geldgeber

52 Stockwerke sollen auf den 209 Metern unterkommen. In den unteren Etagen wollen AG City und Architekt Langhof ein Hotel einziehen lassen, darüber Büros und in den obersten Stockwerken Wohnungen. Eine Skybar soll dem Wolkenkratzer die Krone aufsetzen – die höchste Bar Berlins mit Dachgarten soll einen einmaligen Ausblick über die Stadt gewähren. Einen Haken gibt es bei all den schönen Plänen allerdings: Bislang hat sich noch kein Investor gefunden. Die AG City führt nach eigenen Angaben Gespräche mit internationalen Interessenten, konkrete Geldgeber gibt es aber noch nicht. Marc Schulte (SPD); Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, zeigte sich angesichts der Pläne jedenfalls skeptisch. Ihn stört, dass das Gebäude nicht in ein Gesamtkonzept eingebunden ist. Die Industrie- und Handelskammer dagegen begrüßt die Pläne.
Mehr bekannte Plätze in Berlin

BVG: Tickets werden wieder teurer

10.10.2014

Zum 1. Januar 2015 gibt es wieder schlechte Nachrichten für alle, die in Berlin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind: Tickets für U-Bahn, S-Bahn, Tram und Busse werden abermals teurer. Die Preiserhöhungen treffen vor allem Abonnenten. Aber auch, wer gelegentlich mit dem ÖPNV unterwegs ist, muss tiefer in die Tasche greifen: Einzeltickets kosten ab dem nächsten Jahr 2,70 Euro statt wie bisher 2,60 Euro.

Preiserhöhung um durchschnittlich 2,3 Prozent

Ganze zehn Cent mehr werden also für den Einzelfahrschein im Preisbereich AB fällig. Auch ein Ticket ins Umland, für den Bereich ABC, kostet am den 1. Januar zehn Cent mehr, ebenso die Kurzstrecke, die statt 1,50 Cent mit 1,60 Cent zu bezahlen ist. Durchschnittlich erhöht die BVG ihre Fahrpreise um 2,3 Prozent. Stärker betroffen sind allerdings die Fahrgäste, die den Berliner und Brandenburger BVG regelmäßig nutzen und eigentlich von besonders günstigen Preisen profitieren möchten: Die Jahreskarte der BVG wir ab 2015 2,5 Prozent mehr kosten, egal, ob die Abonnenten monatlich oder einmal im Jahr für ihre Karte zahlen. Nicht verändern werden sich die Preise für das Sozialticket sowie das Schülerticket.

Nicht nur die BVG zieht die Preise an

Etwa 22 Millionen Euro mehr möchte die BVG durch ie Preiserhöhungen einnehmen. Die BVG hat den Fahrpreis seit 17 Monaten stabil gehalten, im Jahr 2014 auf eine Erhöhung verzichtet. Zum letzten Mal stiegen im Sommer 2013 die Ticketpreise, damals um durchschnittlich 2,8 Prozent. Die BVG begründet die Preiserhöhungen unter anderem mit gestiegenen Personalkosten und höheren Ausgaben für Energie. Nicht nur in Berlin und Brandenburg müssen Fahrgäste zudem ab dem kommenden Jahr mehr für die öffentlichen Verkehrsmittel bezahlen, mit 2,3 Prozent fällt die durchschnittliche Preiserhöhung hier sogar noch moderat aus. Die Verkehrsgesellschaften im Ruhrgebiet erhöhen die Ticketpreise um durchschnittlich 3,8 Prozent, im Rhein-Gebiet um 3,5 Prozent. Auch in München, Hamburg und Köln wird der ÖPNV teurer.

Berlin Food Week: Eine Woche im Zeichen guten Essens

07.10.2014
Letzte Woche stellte schon die Messe Stadt, Land, Food gutes Essen und regionale, saisonale Produkte in den Vordergrund. Auch die erste Berlin Food Week hat sich, wie sollte es bei diesem Titel auch anders sein, ganz den kulinarischen Genüssen verschrieben. Von heute, dem 7. Oktober an bis zum 12. Oktober zeigen Sterneköche und Streetfoot-Veteranen, wie gut es sich in der Hauptstadt essen lässt. Zentrale der Veranstaltungen ist das Kaufhaus Jandorf in Mitte. Weitere Veranstaltungen finden im gesamten Stadtgebiet statt. Eine Übersicht über alle Programmpunkte und Veranstaltungsorte gibt es hier.

Berliner Genüsse

Was schmeckt den Berlinern? Wie essen die Einwohner der Hauptstadt, wenn sie auf den Straßen unterwegs sind? Und was haben die Berliner Gastronomiebetriebe anzubieten? Diesen Fragen und viel mehr widmet sich die Berlin Food Week. Neben exklusiven Restaurants und Sterneköchen zeigen Streetfood-Macher, welche gesunden und nachhaltigen Snacks sich produzieren lassen. Manufakturen zeigen, wie gut Handgemachtes schmecken kann, Mikro-Molkereien setzen auf kleine Mengen und hohe Qualität.

Nachhaltiger und gesünder Essen

Bewusster Genuss mit Verantwortung, ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen, gesunde und individuelle Küche: Das sind die Themen, die bei der Food Week besonders im Fokus stehen. Die Veranstaltung soll zu einem Treffpunkt für alle werden, die sich für gutes Essen interessieren, gleichzeitig aber auch für nachhaltige und umweltbewusste Produktion von Lebensmitteln. Genießer, Idealisten und Weltverbesser treffen auf Köche und Vertreter großer Marken. Sie alle laden zum Diskutieren, zum Probieren und am Abend auch zum Feiern ein. Restaurants in Berlin

Stadt, Land, Food – Das Festival in der Markthalle Neun

02.10.2014
Essen ist etwas Wunderbares. Selbst gekochtes Essen aus frischen Zutaten, frisch vor den Augen zubereitetes Street Food und regionale Köstlichkeiten: Das macht Essen noch viel wunderbarer. All das, was das tägliche Mahl noch schöner macht, wird jetzt in der Kreuzberger Markthalle 9 zelebriert. Das Festival „Stadt, Land, Food“ holt von heute, dem 2. Oktober an und noch bis zum 5. Oktober das Land in die Stadt. Nicht nur Gemüse, Obst und Getreide frisch vom Feld gibt es hier, auf dem Festival lernt der Verbraucher auch kennen, wie seine Lebensmittel eigentlich entstehen.

Käse und Wurst selber machen

Im hektischen Großstadtalltag greift man schnell einmal zum belegten Brötchen oder zum praktischen Snack für zwischendurch. In der Mittagspause wird es dann die Currywurst mit Pommes vom Imbiss nebenan. Doch wo kommen die Lebensmittel eigentlich her? Wie entsteht die Currywurst und wie wird Käse hergestellt? Verschiedene Werkstätten auf dem „Stadt, Land, Food“ Festival widmen sich ausführlich der Lebensmittelherstellung. Hier können die Besucher schauen, staunen und mit anfassen. Probieren ist natürlich ebenfalls erlaubt. So wird gewurstet, gekäst, gebraten und genossen. Mehr Wertschätzung für die Produkte wollen die Initiatoren des Festivals damit wecken, mehr Verständnis für den Weg der Rohstoffe bis hin zum fertigen Lebensmittel. Organisiert haben das Festival die Markthalle Neun und das Agrarbündnis „Meine Landwirtschaft“, den Organisatoren der „Wir haben es satt“-Kampagne.

Die Lebensmittelproduktion der Zukunft

„Wir haben es satt“ ist auch der Titel des Kongresses, der im Rahmen des Festivals stattfindet. In verschiedenen Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden sprechen Teilnehmer und Besucher über die Zukunft der Lebensmittelproduktion. Wie kann der weltweite Nahrungsmittelbedarf umweltbewusst und unter Berücksichtigung würdiger Tierhaltebedingungen gedeckt werden? Wer nicht nur diskutieren und lernen, sondern auch seine Vorratskammer füllen möchte, kauft auf dem großen Mark frische Waren ein.
Am 5.10.2014 ist auch verkaufsoffener Sonntag in Berlin

Was kann man am 3.10.2014 in Berlin unternehmen?

Was soll mit dem Tempelhofer Feld geschehen?

29.09.2014

Jetzt haben Sie das Sagen: Am heutigen Montag beginnt das Verfahren zur Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung des ehemaligen Flughafen Tempelhof. In den kommenden zwei Monaten sollen Plattformen entstehen, mit deren Hilfe sich alle Berlinerinnen und Berliner an der Diskussion beteiligen können. Neue Pläne für das Flughafenfeld werden gesucht, da die ursprünglichen Bebauungspläne bei einem Volksentscheid Ende Mai gekippt wurden.

Alle sollen mitreden können

Der Volksentscheid war eine empfindliche Niederlage für den Senat. Die ursprünglichen Pläne sahen eine Bebauung mit Wohnungen am Rand des Flughafenfelds vor. Beim Volksentscheid sprach sich die Mehrheit der Bürger klar dagegen aus. Für den Senat und Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) waren das auch Signale, die Bürger mehr am Entscheidungsprozess zu beteiligen. Offen und transparent soll der Diskussionsprozess vonstatten gehen, alle Bürgerinnen und Bürger sollen potenziell mitreden können. Für die Koordination des Prozesses ist Tilmann Heuser zuständig, der Chef vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und einer der schärfsten Kritiker der alten Bebauungspläne.

Im November sollen Beteiligungsplattformen stehen

Wie lassen sich nun möglichst viele Berliner an diesem Prozess beteiligen? Das besprach Michael Müller am vergangenen Sonnabend mit 300 Akteuren in der alten Zollgarage am ehemaligen Flughafen. Der Verein Liquid Democracy soll eine Plattform entwickeln, die sowohl online als auch offline eine Beteiligung ermöglicht. Zudem müssen Wege gefunden werden, Veranstaltungen für alle zugänglich zu machen und Planungsunterlagen zur Information zur Verfügung zu stellen. In zwei Monaten sollen diese Plattformen stehen. Dann bleibt noch die spannende Frage, wie sich die vielen unterschiedlichen Vorstellung für die Zukunft des Flughafengeländes unter einen Hut bringen lassen. Alle Ideen werden sich nicht umsetzen lassen – der Weg zum Kompromiss soll bis Mitte 2015 dauern. Die letzte Entscheidung fällt schließlich im Abgeordnetenhaus.
Besuchen Sie auch mal das Luftbrückendenkmal in Berlin Tempelhof!

Das Tacheles wechselt für 150 Millionen den Besitzer

26.09.2014
Zwei Jahre ist es jetzt her, dass das Kunsthaus Tacheles an der Oranienburger Straße geräumt wurde. Das Ende einer Ära und der Beginn einer Zeit voller Ungewissheit. Nun hat der aktuelle Besitzer, die Jagdfeld-Gruppe, das Gebäude für 150 Millionen Euro an einen neuen Besitzer verkauft. Ein mit der Firma Perella Weinberg Partners verbundener Fonds ist der neue Eigentümer des Gebäudes.

Wohnungen, Geschäfte und kulturelle Nutzung geplant

Wie der Finanzdienstleiter heute mitteilte, wolle er das Gebäude aus dem „Dornröschenschlaf“ erwecken. Seit Jahren steht das Haus leer, in Zukunft soll hier neues Leben einziehe. 25.300 Quadratmeter Gelände stehen an der Ecke Oranienburger Straße/ Friedrichstraße zur Verfügung. Der neue Eigentümer plant, die bestehenden Gebäude zu sanieren und außerdem neue Wohn- und Geschäftsräume zu errichten. Neben neuen Wohnungen sollen auch weitere Einkaufsmöglichkeiten auf dem Areal entstehen. Außerdem sei auch eine kulturelle Nutzung für das ehemalige Kunsthaus vorgesehen. Wie diese genau aussehen soll, darauf legte sich der Finanzdienstleister noch nicht fest. Noch befinden sich die Gespräche über die zukünftige Nutzung am Anfang.

Vom Kaufhaus zum Kunsthaus

Noch steht in den Sternen, ob die neuen Eigentümer mit ihren Plänen auf dem Areal mehr Glück haben werden als die vorherigen Besitzer. Einst standen hier die Friedrichstraßenpassagen, ein mächtiges Einkaufszentrum, das bereits kurz nach seiner Eröffnung 1908 Konkurs anmelden musste. Zu DDR-Zeiten stand das Gebäude leer und sollte abgerissen werden. 1990 besetzte eine Künstlerinitiative die Reste des ehemaligen Kaufhauses und gründete das Kunsthaus Tacheles. Das wurde zum Anziehungspunkt für Touristen und stand exemplarisch für die alternative Szene in Berlin. 1998 erwarb die Fundus-Gruppe das Gebäude, konnte ihre Pläne hier aber nicht verwirklichen. Seit 2008 stand das Gelände unter Zwangsverwaltung, 2012 wurde schließlich geräumt. Seitdem war eine Zwangsversteigerung geplant, der Termin wurde jedoch immer wieder verschoben. Nun ist der Weg in die Zukunft des Areals frei – ob es jemals dieselbe Bedeutung erhalten wird wie das Tacheles, bleibt allerdings fraglich.

Tipp:
Hier können Sie am Sonntag dem 28.09.2014 einkaufen gehen !
Auch die Mall of Berlin ist am Sonntag geöffnet!

Wer wird Berlins neuer Bürgermeister?

23.09.2014
Ab heute wird es ernst, heute stellen sich die drei Kandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin gegenüber der Berliner SPD vor. Noch wird nicht gewählt, auf dem Mitgliederforum haben die SPD-Mitglieder zunächst Zeit, über die Kandidaten zu diskutieren und sich ein Bild von deren Plänen für Berlins Zukunft zu machen. Bis zum 14. Oktober finden drei weitere Foren statt, erst dann wird die Entscheidung fallen.

Die Kandidaten

Zur Wahl stehen drei Kandidaten: Michael Müller ist seit 2011 Senator für Stadtentwicklung, ist 49 Jahre alt und hat auch schon Erfahrung als Partei- und Fraktionschef gesammelt. Müller will für einen Regierungsstil eintreten, der von „Ernsthaftigkeit, Sachlichkeit und Dialog“ geprägt ist. Um das umzusetzen, möchte er unter anderem Bürgersprechstunden abhalten. Sein Konkurrent Raed Saleh, 37 Jahre, ist Fraktionschef der Berliner SPD. Für seine Bewerbung setzt er vor allem auf seine Biografie als Einwandererkind, möchte sich aber auch als Partner für die Berliner Wirtschaft präsentieren. Letzter im Kandidatenbunde ist Parteichef Jan Stöß, 41, der sich in seiner Bewerbung in erster Linie auf die klassischen Werte der SPD beruft, auf Gerechtigkeit, gerechte Arbeit und einen würdigen Lebensabend.

In Umfragen liegt Müller vorne

Die 17.200 Mitglieder der Berliner SPD erhalten bereits seit Montag ihre Wahlunterlagen. Glaubt man Forsa-Umfragen, liegt Michael Müller derzeit in der Gunst der Abstimmungsberechtigten vorne. Wie die Urwahl ausgeht, ist aber noch nicht abzusehen. Die Berliner SPD-Mitglieder haben bis zum 18. Oktober Zeit, ihr Votum abzugeben. Wie viele überhaupt mitmachen und ihr Wahlrecht wahrnehmen, kann kaum einer prognostizieren. Um zum Regierenden Bürgermeister gewählt zu werden, benötigen die Kandidaten eine absolute Mehrheit von über 50 Prozent der Stimmen. Erreicht im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten diesen Wert, ist eine Stichwahl vom 23. Oktober bis zum 5. November zwischen den beiden besten Kandidaten geplant. Die letzte Entscheidung findet dann am 11. Dezember im Berliner Rathaus statt.

Zwei Großeinsätze für die Feuerwehr in Kreuzberg

19.09.2014
Gleich zweimal musste die Berliner Feuerwehr am späten Donnerstagabend nach Kreuzberg ausrücken. Zwei Großbrände hielten die Einsatzkräfte hier in Atem. In der Ritterstraße stand ein Parkhaus in Flammen, fast zeitgleich brannten mehrere Hütten auf der Cuvry-Brache. Menschen wurden bei den Großbränden nicht verletzt, es entstand laut Angaben der Polizei aber erheblicher Sachschaden.

Der erste Einsatzbefehl erreichte die Polizei am Donnerstag um 19:40 Uhr. In der Ritterstraße standen ein Parkhaus und damit auch fünf hier abgestellte Fahrzeuge in Flammen. Es soll auch zu Explosionen gekommen sein. Ein Mann, der versucht hatte, seinen Wagen selbst mit einem Feuerlöscher zu löschen, sei mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Weitere Personen wurden nicht verletzt. 50 Einsatzkräfte waren vor Ort und brachten das Feuer inneralb von zwei Stunden unter Kontrolle. Etwa eine Stunde nach dem ersten Notru, kurz vor 21 Uhr, erreichte die Feuerwehr ein weiterer Einsatz aus der Schlesischen Straße: Drei auf dem Gelände der Cuvry-Brache aufgestellte Hütten brannten. Die Einsatzkräfte brauchten bis etwa 22:00 Uhr, bis das Feuer gelöscht werden konnte.

Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

In beiden Fällen ermittelt die Polizei gegen Brandstiftung. Das Feuer in der Cuvry-Brache soll einen Streit zwischen Bewohnern des Geländes zum Hintergrund haben. Ob das Feuer in der Ritterstraße aus Fahrlässigkeit entstand oder absichtlich gelegt wurde, steht zurzeit noch nicht fest.

Auf der Grenze zwischen Kreuzberg und Mitte, auf der Köpenicker Straße, brannten gestern Nacht zudem zwei Reisebusse. Einer der Busse brannte komplett aus, der dahinter abgestellte Bus wurde ebenfalls von den Flammen erfasst und nahm erheblichen Schaden.

Aktuell:
21.09.2014 Verkaufsoffener Sonntag in Berlin