Berlin Blog

Ein Blog für Berliner und Brandenburger

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Direktvergabe des S-Bahn-Verkehrs stößt auf Kritik

Es schien endlich Bewegung in den Öffentlichen Nahverkehr in Berlin zu kommen: Nach Pleiten, Pech und Pannen der bisherigen Betreibergesellschaft, der DB-Tochter S-Bahn GmbH, sollte der Streckenbetrieb innerhalb des Rings in einer öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Ab Ende 2017 sollte ein neuer Betreiber übernehmen. Sollte. Letztlich blieb es nämlich beim Konjunktiv, Ende der vergangenen Woche beschloss der Senat, den S-Bahn-Betrieb auch innerhalb des Rings bis 2023 in der Hand der S-Bahn GmbH zu lassen.

Übergangsbetrieb bis 2023

Der Zeitplan hat schlicht nicht gepasst: Frühestens 2015 hätte ein neuer Betreiber ermittelt werden können. Dem wäre es nicht möglich gewesen, bis 2017 die geforderten neuen Wagen zu liefern, der Bau der rund 400 nötigen Fahrzeuge nimmt etwa fünf Jahre in Anspruch. Die S-Bahn Berlin dagegen hat die Fahrzeuge, der Betrieb kann also ohne – oder fast ohne – Einschränkungen weitergehen. Allerdings: 150 dieser Fahrzeuge sind in einem alles andere als guten Zustand und müssen nun dringend auf Vordermann gebracht werden. Der Vertrag mit der S-Bahn läuft allerdings 2017 aus, der Bundesgerichtshof hatte eine Ausschreibung für den Weiterbetrieb vorgegeben. Die sollte eigentlich schon längst gestartet sein, damit die Entscheidung 2012 hätte fallen können, rechtzeitig, um neue Wagen zu produzieren – doch daraus wurde nichts.

Konkurrenz hält Vorgehen für rechtswidrig

Die Wagen der DB-Tochter sollen nun weiterhin auf den Strecken der S 47 unterwegs sein (bis 2020), auf der S 46 und der S 8 (bis 2022). Auf dem Ring sollen die S 41 und S42 bis 2023 in der Hand der S-Bahn GmbH bleiben. Die Konkurrenz sieht diese Pläne natürlich gar nicht gerne – und bezeichnet das Verhalten des Senats als „rechtswidrig“. Der Senat habe eine rechtzeitige Ausschreibung verschlafen; die Direktvergabe dürfe zudem nur für 20 Prozent der Verkehrsleistung und für maximal zwei Jahre zustande kommen. In Berlin sind allerdings rund ein Drittel des S-Bahn-Verkehrs betroffen, für einen deutlich längeren Zeitraum.

DLRG-Regeln für sicheres Baden in Berlin

25.07.2014

Sommerzeit ist Badezeit – und in einer Stadt wie Berlin, die mit so vielen Seen in der Umgebung lockt, zieht es die meisten Sonnenanbeter und Wasserratten auch genau dorthin. Warum sollte man sich schließlich im Freibad zur Sardine quetschen lassen, wenn man auch in der freien Natur im wunderbaren See schwimmen kann? Damit es beim Badespaß bleibt und keine Unfälle passieren, gibt der DLRG Berlin heute noch einmal ein paar Tipps für’s sichere Schwimmen heraus.
Viele davon sollten sich auch Badegäste in den Berliner Freibädern, Strandbädern und Sommerbädern merken.

DLRG-Turm

1. Abkühlen vor dem Abtauchen
Das Wasser im See ist in der Regel deutlich kühler als die die Umgebungsluft. Um den Kreislauf zu schonen, sollten sich Badegäste vor dem Gang ins Wasser daher gründlich abkühlen, etwa mit einer kalten Dusche. (Foto: © MAST )

2. Voller Magen schwimmt nicht gern…
…ein ganz leerer Magen allerdings auch nicht. Auch Schwimmen mit leerem Magen kann zu Kreislaufproblemen führen. Daher: Ein kleiner Snack eine Stunde vor dem Baden ist durchaus erlaubt.

3. Nie bei Gewitter baden
Das sollte sich eigentlich von selbst verstehen – die Gefahr eines Blitzschlags ist nicht zu unterschätzen.

4. Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser
Wer nicht schwimmen kann, sollte die eigenen Kräfte nicht überschätzen. Selbst im flachen Wasser besteht noch Gefahr, zu ertrinken. Eltern sollte ihre Kinder natürlich nicht aus den Augen lassen. Auch aufblasbare Schwimmhilfen bieten keinen ausreichenden Schutz vor dem Ertrinken.

5. Abstand von Schiffen und Booten
Der Sog, der durch Schiffe und Boote entsteht, ist oft stärker als gedacht. Um Kollisionen und ernste Unfälle zu vermeiden, sollten Schwimmer daher Abstand halten.

6. Sprungkünstler: Vorsicht bitte!
Ins Wasser springen sollte man nur dort, wo es frei und tief genug ist.

Der DRLG ruft außerdem dazu auf, anderen Schwimmern, die in Not geraten zu helfen, und keine Abfälle ins Wasser zu werfen.
( Besonders an den wilden Badestellen in Berlin)

Besonders älteren Schwimmern rät der DLRG zur Vorsicht auf. Viele überschätzen ihre Kräfte, schwimmen eine weite Strecke in den See hinaus – und merken plötzlich, dass die Reserven für den Rückweg nicht mehr reichen. Wer lange Strecken schwimmen möchte, sollte sich daher parallel zum Ufer halten. Mit Sorge beobachtet der DLRG zudem, dass immer weniger Menschen schwimmen können. Viele Kinder lernen es heute schlicht nicht richtig. Die Schwimmfähigkeit der Deutschen liegt heute bei 75 Prozent; vor 25 Jahren habe sie noch bei 90 Prozent gelegen. Das macht sich auch in immer mehr Schwimmunfällen bemerkbar. Allein im Sommer 2014 hat es in Berlin schon sechs Todesopfer gegeben.

Mehr Infos gibt es auch unter www.berlin.dlrg.de.

Feuerwehrautos und Rettungswagen sind zu alt

22.07.2014

Berlins Feuerwehrautos leiden unter Altersschwäche. Und auch viele Feuerwachen haben durchaus bessere Zeiten gesehen. Den Löschfahrzeugen und Rettungswagen droht die Überalterung – kein sehr beruhigender Gedanke, insbesondere angesichts der andauernden Hitzewelle und der steigenden Waldbrandgefahr. Um das Problem zu beheben und die alten Fahrzeuge auszutauschen, fehlen derzeit Geldmittel in Millionenhöhe. Allein 48 Millionen Euro würden bis 2020 benötigt, um das Problem nur teilweise zu lösen – das schrieb die Senatsverwaltung für Inneres als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber, der die Überalterung zur Sprache brachte.

Auch die Rettungsboote müssten dringend ersetzt werden

Vorgesehen sind derzeit dagegen nur 6,3 Millionen Euro im Jahr 2014 und 7,2 Millionen Euro im Jahr 2015, um den Fahrzeugpark der Berliner Feuerwehr in Schuss zu halten. Das reicht für die Bestandserhaltung, aber nicht, um der Überalterung vorzubeugen. Viel mehr Geld wäre nötig, um den gesamten Fuhrpark der Feuerwehr auf den neuesten Stand zu bringen. Dazu gehören 208 Rettungswagen, 166 Löschfahrzeuge, und 94 Boote.
Nicht nur Feuerwehrautos und Rettungswagen wirken altersschwach, auch die Rettungsboote der Feuerwehr haben bereits einige Jahre auf dem Buckel. Zwei Feuerlöschboote liegen in Spandau – beide stammen bereits aus dem Jahr 1975. Neue Boote müssten dringen angeschafft werden. Eines kostet aber bereits 2,5 Millionen Euro.

Neuer Betreiber für Flohmarkt am Mauerpark gesucht

Sonntagmorgen in Berlin: Gefühlte Tausende von Menschen zieht es an den Mauerpark. Insbesondere, wenn die Sonne so einladend vom Himmel lacht wie an diesem Wochenende, gehört ein Besuch auf dem Flohmarkt am Mauerpark für viele Berliner und für Touristen einfach dazu.
( Weitere Tipps für einen schönen Sonntag in Berlin.) Vor allem Berlinbesucher sind fasziniert von der Mischung aus Kitsch und Kunst, Trödel und Tineff und echten Antiquitäten. Der Flohmarkt am Mauerpark steht mittlerweile kurz vor seinem zehnjährigen Bestehen – doch nun wurde dem Betreiber gekündigt. Konkrete Gründe werden offiziell nicht genannt, der Betreiber habe den Handel ausufern lassen, heißt es von einigen Stimmen. Fest steht: Die CA Immo aus Frankfurt am Main, Besitzerin des Geländes, hat den Betrieb des Flohmarkts neu ausgeschrieben. Auch der jetzige Betreiber kann sich erneut bewerben.

Neuer Betreiber soll nur Jahresvertrag erhalten

Aktuell ist die Flohmarkt am Mauerpark GmbH für die Ausrichtung des Marktes verantwortlich. Und die will sich auch auf jeden Fall wieder bewerben, wie es Lars Herting gegenüber dem Tagesspiegel bestätigte. Die Ausschreibung läuft noch bis zum 28. Juli. Noch sechs andere Bewerber soll es derzeit geben – und einige Stimmen, die einen Wechsel befürworten. Am 31. Juli sollen die Konzepte der CA Immo vorgestellt werden, mit dabei sein werden auch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie Vertreter der Bezirke Pankow und Mitte. Die wirklich spannenden Entscheidungen fallen aber erst 2015: Dann nämlich geht es um die Frage, ob die Groh-Gruppe nördlich des Mauerparks Wohnungen bauen darf. Ist das der Fall, geht das südliche Gelände, auf dem auch der Flohmarkt stattfindet, an die Stadt. Und diese will den Flohmarkt-Betrieb dort langfristig sicherstellen. Immerhin ist der beliebte Markt am Mauerpark eine sichere Einnahmequelle. Der neue Betreiber allerdings soll nur einen Jahresvertrag erhalten – kann sich seiner Sache also nicht zu sicher sein.
Flohmärkte in Berlin

Die Fußball-Helden feiern – mit etwas Verspätung

15.07.2014

Berlin begrüßt die Fußball-Weltmeister: Am Brandenburger Tor kamen heute Hunderttausende Fans zusammen, um die frischgebackenen Weltmeister aus Brasilien zu begrüßen. Die Nationalelf ließ die Fans erst einmal ein wenig auf sich warten. Seit 7:00 Uhr morgens ist die Fanmeile geöffnet, genauso lange harren die ersten Fans auch schon vor dem Brandenburger Tor aus. Einige Besucher von außerhalb haben sogar die Nacht in ihren Autos verbracht, um rechtzeitig vor Ort zu sein. Der Abflug der Weltmeister-Maschine aus Brasilien verzögerte sich allerdings eine Stunde. Ein Gepäckfahrzeug hatte das Flugzeug gerammt, ein Kratzer war geblieben, der Start war erst um 23:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit möglich. Bei immerhin weltmeisterlichem Wetter mit Sonnenschein und bis zu 27 Grad landete die deutsche Mannschaft dann um kurz nach 10:00 Uhr in Tegel.

Die Feier auf der Fanmeile war ursprünglich für 10:30 Uhr angesetzt und verzögerte sich ein wenig. Kein Problem für die zahlreichen Fans aus Berlin und ganz Deutschland, die gekommen waren, um ihren Fußball-Helden zuzujubeln. Um 10:51 Uhr verkündete die Polizei endgültig: Die Fanmeile ist voll, wer danach noch kam, hatte Pech gehabt. Immerhin übertrugen gleich mehrere Fernsehsender das Ereignis live, darunter auch ARD und ZDF.

Bis die deutsche Elf schließlich auf der Bühne stand, dauerte es aber noch fast drei weitere Stunden. Erst heizte das musikalische Rahmenprogramm den Wartenden ein. Um kurz nach 13:00 Uhr schließlich – nach dem Eintrag ins Gästebuch Berlin und dem Händeschütteln mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit – kommt endlich das Trainerteam auf die Bühne. Nach und nach durften dann die Spieler vor die Fans treten, aufgeteilt auf die WGs, in denen sie im WM-Camp zusammengelebt haben. Um 13:30 Uhr bekommen die Berliner Fans dann auch den Pokal von ganz nah zu sehen. Tosender Applaus, minutenlanger Jubel – weltmeisterliche Stimmung, eben.

Die deutsche National-Elf will auf der Berliner Fanmeile feiern

11.07.2014

Deutsche National-Elf  auf der Berliner Fanmeile

Die Veranstalter hatten ja schon darauf gehofft, nun gab es die Bestätigung des DFB: Holt Deutschland am Sonntag den Titel im Spiel gegen Argentinien, soll auf der Fanmeile in Berlin die große Siegesfeier starten. Vor dem Halbfinale äußerte sich der DFB eher verhalten. Doch nach dem 7:1 gegen Brasilien ist klar: Bei einem Sieg über Argentinien darf sich Berlin nicht nur über den Titelgewinn freuen, sondern der deutschen Elf auch live zujubeln. Allerdings nur, wenn diese den Pokal auch wirklich holt.

deutsche National-Elf auf der Berliner Fanmeile

Fanmeile kann bis Dienstag verlängert werden

Am kommenden Dienstag soll die große Siegesfeier starten, zwischen 12 und 14 Uhr wird die deutsche Mannschaft erwartet, wenn es tatsächlich den Titelgewinn zu feiern gibt. Eigentlich sollte mit der Fanmeile am Sonntag nach dem Finale Schluss sein – doch die Veranstalter haben die Genehmigung bekommen, die Fanmeile zu verlängern. Einen Empfang gab es das letzte Mal 2008, nach der Europaweltmeisterschaft. Unter Bundestrainer Jogi Löw wurde die deutsche Elf damals Zweiter – bejubelt wurde sie in Berlin dennoch.

Am Sonntag großes Feuerwerk zum Finale

Die Veranstalter um Willy Kautsch gehen davon aus, für eine Siegesfeier die Fanmeile noch einmal verlängern zu müssen. Auch die Bühne muss umgebaut werden, um die Spieler gebührend empfangen zu können. Außerdem ist ein musikalisches Rahmenprogramm geplant, in Zusammenarbeit mit Medienpartnern wie ARD und ZDF. Welche Bands auf der Bühne stehen werden, sollte es zur Feier kommen, steht derzeit noch nicht fest.

Am Sonntag zum Finale dürfte es ebenfalls voll werden auf der Fanmeile. Die Veranstalter raten Fans daher, schon Nachmittags zu kommen; das Sicherheitspersonal wird noch einmal aufgestockt. Am Ende des Spiels soll es ein großes Feuerwerk geben – und die gute Nachricht: Am Sonntag soll es sogar trocken bleiben. Jetzt fehlt nur noch der Titelgewinn. (Foto: © fotomek )
Was kann man Sonntags in Berlin machen?

Gewitterregen zum Halbfinale

Heute Abend ist es soweit, das große Fußballfest kann starten. Deutschland steht gegen Brasilien im Halbfinale. Anpfiff ist um 22:00 Uhr, auf der Berliner Fanmeile wird es wahrscheinlich schon Stunden vorher so voll sein, dass keine weiteren Zuschauer mehr aufs Gelände gelassen werden. Die Veranstalter erwarten Zehntausende Fans. Eines allerdings könnte der allgemeinen Fußballfreude einen Strich durch die Rechnung machen – noch etwas anderes als ein Sieg der Brasilianer: Für heute Abend sind Gewitter, Hagel und kräftige Schauer angekündigt. Der deutsche Wetterdienst warnt auch vor Sturmböen in der Region Berlin-Brandenburg.

Letzte Nacht hat man in Berlin schon einen kleinen Vorgeschmack auf den Sommerregen bekommen, der auch heute wieder auf die Stadt niedergehen soll. Während Regen und sogar Hagel für den geneigten Fußballfan noch auszuhalten sind, kann starker Wind den riesigen Leinwänden gefährlich werden. Noch zeigen sich die Veranstalter zuversichtlich, dass die Übertragung stattfinden kann. Auf heftige Windböen sei man eingestellt; wenn der Sturm zu heftig würde, würde man aus Sicherheitsgründen allerdings die Fanmeile schließen. Bis es soweit kommt, muss der Wind aber schon ein ordentliches Tempo aufnehmen.

Sollte die deutsche Mannschaft heute Abend ins Finale einziehen und auch dort als Sieger hervorgehen, könnte sie sogar live vor dem Brandenburger Tor stehen. Die Veranstalter um Willy Kausch und Rainer Wohlthat wollen im Fall eines deutschen Titelgewinns die Fanmeile zwei Tage länger offen halten – falls es der Deutsche Fußballbund (DFB) denn wünschen sollte. Zuvor bleibt aber noch zu hoffen, dass das Halbfinale für die Fans heute nicht ins Wasser fällt.

40 Prozent der Berliner stimmen für Baustopp am BER

Skandale, explodierende Kosten und kein Ende Gesicht: Angesichts der unendlichen Geschichte um den Bau des Großflughafens BER weiß man manchmal gar nicht, ob man lachen oder weinen soll. In den vergangenen Tagen beherrschte der Flughafen, einst Berlins Prestigeobjekt, mittlerweile Lachnummer, wieder die Schlagzeilen. Der Planer der muckenden Entrauchungsanlage ist gar kein Ingenieur, sondern Bauzeichner, Mehrdorn bezeichnet den BER als „zu klein“ und votiert für den Weiterbetrieb von Schönefeld – und die Kosten für den Flughafen steigen in immer astronomischere Höhen. Erst Anfang dieser Woche hatte der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft weitere 1,1 Milliarden Euro für den Weiterbau zur Verfügung gestellt. Die kalkulierten Kosten steigen damit auf 5,4 Milliarden Euro.

Eine vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführte Umfrage zeigt nun: 40 Prozent der Berliner lehnen einen Weiterbau des BER ab. Sie stimmten dagegen der Aussage zu, man solle „über einen Baustopp nachdenken und andere Lösungen suchen“. In Auftrag gegeben hat die Umfrage die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. 1003 BerlinerInnen wurden befragt; der Vorschlag des Baustopps stößt vor allem bei den jüngeren Umfrageteilnehmern auf offene Ohren: In der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren lehnen 51 Prozent einen Weiterbau ab.

Geht es nach den Piraten, sollte man die Arbeiten am aktuellen Flughafengelände einstellen und den Bau komplett neu beginnen. Die bisher fertiggestellten Gebäude könnten als Messegelände genutzt werden. Der Mehrheit der BerlinerInnen gehen diese Pläne dann doch zu weit: Immerhin 56 Prozent der Befragten wünschen sich, dass ein einmal begonnenes Projekt auch einen Abschluss findet.

Aktuelles:
Freibäder in Berlin
Verkaufsoffene Sonntag in Berlin & Brandenburg 

Welche Geschäfte haben am 6.07.2014 in Berlin und Brandenburg  geöffnet?

BVG warnt im Radio vor Fahrscheinkontrollen

Beförderung nur mit gültigem Fahrausweis – das gilt natürlich in allen öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin. Schwarzfahrer sind der BVG aus naheliegendenStrassenbahn Gründen ein Dorn im Auge. Dennoch richten die Verkehrsbetriebe nun einen Service ein, der potenzielle Schwarzfahrer vor Kontrollen warnen soll. Seit Montag, dem 30. Juni 2014, informiert ein Spot auf radio Berlin 88 jede halbe Stunde zwischen 6.30 Uhr und 17:30 Uhr, auf welchen Strecken die BVG gerade Kontrollen durchführt. Über vergleichbare Warnungen im Internet war die BVG vor kurzem noch alles andere als amüsiert. Nun also der Sinneswandel?

Die BVG erklärt, mit dem neuen Service wolle man erreichen, dass Schwarzfahrer doch ein Ticket kaufen oder auf die Fahrt verzichten. Auch leicht vergessliche Fahrgäste sollen die Radiospots daran erinnern, Jahres- und Monatskarten auf ihre Gültigkeit hin zu prüfen und gegebenenfalls zu erneuern.
Laut Angaben der BVG sind in Berlin rund drei bis fünf Prozent der Fahrgäste ohne gültigen Fahrausweis unterwegs. Etwa 20 Millionen Euro an Einnahmen gehen den Verkehrsbetrieben dadurch verloren. Als Reaktion hat die BVG in den vergangenen Wochen wesentlich mehr Kontrolleure in die Busse, U-Bahnen und S-Bahnen geschickt. Die Radioansagen, für die die BVG nichts zahlen muss, sollen die Schwarzfahrer abschrecken und die Verluste durch Schwarzfahren verringern. Die Aktion soll mindestens ein halbes Jahr laufen, erst danach könne die BVG erkennen, ob die Spots Wirkung zeigen würden.

Sicher fühlen sollen sich Schwarzfahrer dank der Ansagen übrigens nicht können: Nicht alle Linien, auf denen Kontrollen stattfinden, werden verraten. Und auch die Uhrzeiten, zu denen die Fahrscheinkontrolleure unterwegs sind, bleiben geheim. (Foto: © jörn buchheim)
Ausflugsziele in Berlin

Einstweilige Verfügung wegen WM-Jubel

Deutschland hat den Einzug ins Achtelfinale der Fußball-WM geschafft – wenn das mal kein Grund zum Jubeln ist. Auch schon beim Spiel gegen Ghana haben Berliner Fußball-Fans ihrer Freude lauthals Luft gemacht. Als Deutschland 1:0 in Führung ging, stimmten einige leicht angetrunkene Herren aus Rudow auf dem Balkon laute Fangesänge an. Für eine Nachbarin, die laut Bericht des Berliner Tagesspiegels schon länger mit dem Nachbar im Clinch liegt, Grund genug, das Amtsgericht Neukölln einzuschalten. Das entschied in einer einstweiligen Verfügung: „Gesang, Gegröle und lautes Rufen“ habe der Beklagte bis zum Ende der WM außerhalb der Wohnung zu unterlassen, nach 22 Uhr habe er bei den Spielen der deutschen Nationalelf zudem Fenster und Türen geschlossen zu halten. Bei Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld, ersatzweise Ordnungshaft.

Private WM-Partys müssen ab 22 Uhr leiser werden

Andere Nachbarn feiern die WM dagegen friedlich gemeinsam, die Ordnungsämter verzeichnen nur einen leichten Anstieg der Beschwerdeanzahl. Doch wie sieht sie eigentlich genau aus, die Regelung zu den Fußball-Feierlichkeiten? Kommerzielle Public Viewing Veranstalter können eine Ausnahmeregelung beantragen, wenn sie auch Spiele nach 22 Uhr übertragen und ihren Gästen laute Jubelrufe erlauben möchten. Für private Feiern dagegen gilt: Ab 22 Uhr ist Nachtruhe angesagt. Beschweren sich Nachbarn, rückt auch schon mal die Polizei aus, um die Lage zu klären. Aber wer sich mit seinen Nachbarn gut versteht, wird sicherlich auch weitere Tore bejubeln dürfen – die während dieser WM hoffentlich noch zahlreich fallen.

Deutschland tritt am Montag, 30. Juni, um 22 Uhr gegen Algerien an. Die weiteren Finalspiele finden dann ebenfalls jeweils um 18 Uhr und 22 Uhr statt, die Halbfinals und das Spiel um Platz 3 angestoßen, das Finale wird am 13. Juli 2014 ab 21 Uhr ausgetragen.

Wo kann man am Sonntag den 29.06.2014 in Berlin einkaufen gehen?