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Ein Blog für Berliner und Brandenburger

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Polizeibeamte als Taschendiebe unterwegs

25.11.2014

Seit dem 24. November haben wieder viele Weihnachtsmärkte in Berlin ihre Pforten geöffnet. Kunsthandwerk, Glühwein und Punsch, dazu weihnachtliche Musik und fröhlich-bunte Stände – das zieht viele Besucher an. Entsprechend groß ist das Gedränge und entsprechend wenig fällt es auf, wenn einem plötzlich jemand in die Tasche greift. Taschendiebe haben auf überfüllten Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkten oft leichtes Spiel. Die Berliner Polizei möchte Berliner und Touristen warnen und macht sich in der Vorweihnachtszeit zu einer ungewöhnlichen Aktion auf: Die Beamten sind selbst als Taschendiebe unterwegs.

Aufklärungsaktion der Berliner Polizei

Taschendiebstahl ist mittlerweile ein organisiertes Geschäft, Diebesbanden ziehen auf den Weihnachtsmärkten umher. Ihnen das Handwerk zu legen, fällt den Beamten oft schwer. Daher leisten sie nun Präventionsarbeit: Zehn Beamte in Zivil sollen auf den Weihnachtsmärkten, aber auch auf Bahnhöfen und anderen belebten öffentlichen Plätzen unterwegs sein und versuchen sich selbst als Taschendiebe. Dabei nehmen sie den Passanten natürlich nichts weg, sie hinterlassen vielmehr eine Botschaft: Ein Aufkleber mit der Aufschrift „Vorsicht Taschendiebe“ soll Passanten zeigen, wie leicht andere an ihre Taschen gelangen können. Nachdem der Sticker erfolgreich angebracht wurde, sprechen die Beamten die Passanten an und klären sie über die Gefahr durch Taschendiebe auf.

Wie schützen sich Passanten gegen Langfinger?

Doch wie können Passanten sich besser vor Langfingern schützen? Die Polizei empfiehlt, mit gut verschließbaren Taschen auf Weihnachtsmärkte zu gehen. Die Öffnung der Tasche sollte zudem immer zum Körper hingewandt getragen werden. Bargeld, Kreditkarten und EC-Karten sollten überhaupt nicht in die Handtasche, sondern am Körper getragen werden. Brustbeutel oder Bauchtaschen seien eine gute Alternative, oder das Geld kommt in die Innenseite der Jackentasche. Vorsichtig sollten Passanten auch sein, wenn Unbekannte sie in ein Gespräch verwickeln wollen. So lenken Diebe ihre Opfer gerne ab, während ein Partner die Taschen ausräumt. Wer doch bestohlen wird, kann Kredit- und EC-Karten unter der Nummer 116 116 sperren lassen.

Der Weihnachtsbaumverkauf geht schon los

21.11.2014

Wo Weihnachtsbäume in Berlin kaufen?

Man kann sich ja nie früh genug auf das Fest vorbereiten. Gestern hat es ein Reporter des Tagesspiegels entdeckt: In Berlin Pankow werden bereits die ersten Weihnachtsbäume verkauft.

Wo in Berlin Weihnachtsbäume kaufen?

Ein größerer Christbaum wird von einem Verkäufer eingewickelt. / Foto: © Smileus

In der Hermann-Hesse-Straße liegen die Bäume schon bereit und die ersten Kunden haben sich auch schon blicken lassen. So früh beginnt der Weihnachtsbaumverkauf in Berlin nicht an allen Orten, in der Regel müssen sich die Berliner bis zum ersten Advent gedulden. Wer früh kommt, genießt dann die große Auswahl. Damit der Baum die Wochen bis zum Fest gut übersteht, braucht er aber auch die richtige Pflege: Wer kann, lagert die Tanne draußen auf dem Balkon oder auf dem Hof. Vom unteren Ende des Stamms schneiden Sie eine etwa ein bis zwei Zentimeter dicke Scheibe ab, bei frostfreiem Wetter kommt der Baum ins Wasser. Sollte es dieses Jahr doch noch Frost vor Weihnachten geben, ist der Baum im Keller oder in der Garage gut aufgehoben, bis er die Wohnung schmücken soll.

Hier schlagen Sie Ihren Weihnachtsbaum selbst

Möchten Sie Ihren Weihnachtsbaum lieber selber schlagen? Mit Axt und Säge in den Wald zu ziehen und seinen eigenen Baum zu holen, ist ein Abenteuer für die ganze Familie. Im Berliner Umland und im Brandenburg gibt es gleich mehrere Weihnachtsbaumplantagen, die extra zu diesem Zweck Tannen und Fichten züchten. Säge und Axt müssen Sie meist selbst mitbringen.

Günstige Weihnachtsbäume in Berlin und Brandenburg kaufen

Bäume selber schlagen dürfen Sie zum Beispiel auf dem Werderaner Tannenhof in Werder an der Havel. Fichten gibt es hier ab 14 Euro, Tannen ab 18 Euro. Selbst zur Säge greifen dürfen Sie auch bei CMS Weihnachtsbäume Mellensee hinter Potsdam. Vom 29. November bis zum Heiligen Abend hat der Weihnachtsbaumwald täglich geöffnet. Bäume bekommen Sie hier auch mit Wurzelballen – so können sie nach dem Fest wieder ausgepflanzt werden.
Am 24.11.2014 eröffnen viele Weihnachtsmärkte in Berlin
(Foto: © Smileus)

Die Strompreise sinken – doch noch nicht in Berlin

18.11.2014
In ganz Deutschland sinken zum neuen Jahr die Strompreise. In ganz Deutschland? Nein, ein Stromkonzern in Berlin leistet Widerstand… Naja, ganz so dramatisch ist es nicht, aber noch verspricht Berlins Grundversorger Vattenfall keine Senkung der Stromkosten zum 1. Januar 2015. Ganz allein steht der Konzern damit nicht da; aber in den meisten Regionen Deutschlands können sich die Verbraucher zum Jahresbeginn über geringere Stromkosten freuen. (Stromanbieter in Berlin)

Wie das Verbraucherportal Check24 _de am Monat berichtete, planen bislang mehr als 130 Stadtwerke und weitere Grundversorger, die Strompreise mit Beginn des neuen Jahres zu senken. Eine freudige und eine durchaus überraschende Meldung, ist Strom doch in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Check24_de geht davon aus, dass sich in den folgenden Tagen noch weitere Grundversorger diesem Trend anschließen werden. Bis zum 20. November müssen sich die Stromversorger zu diesem Thema äußern, planen sie Preisveränderungen, müssen sie das nämlich sechs Wochen vor dem Stichtag bekannt geben.

Noch keine konkrete Auskunft von Vattenfall

Berlins Grundversorger Vattenfall hält sich derzeit noch bedeckt. Noch gebe es kein konkretes Datum, an dem der Konzern die neuen Tarife bekannt geben wolle, heißt es. Für Berliner Stromkunden bedeutet das: Zum Jahreswechsel ändert sich wahrscheinlich nichts, wenn die Strompreise sinken, dann erst zu einem späteren Datum.Vattenfall steht mit diesem Vorgehen nicht allein da, auch Eon und RWE halten sich noch bedeckt. Vier Stromversorger haben bislang sogar entgegen des Trends angekündigt, den Strompreis zu erhöhen.

Doch mit welchen Einsparungen können Verbraucher überhaupt rechnen? Laut Informationen von Check24.de werden die Preise um durchschnittlich 2,4 Prozent gesenkt. Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt bedeutet das eine Einsparung von etwa 30 bis 35 Euro pro Jahr. Bei einzelnen Stromanbietern können Kunden aber sogar ein Zehntel der bisher anfallenden Stromkosten einsparen. Die Gaspreise in Berlin sollen zum Jahreswechsel übrigens „stabil“ bleiben, wie die GASAG verkündete; weder Erhöhungen noch Senkungen seien geplant. Lesen Sie auch:
Wie kann man Strom sparen?

Kreuzberger Wintermarkt im Bergmannhof

17.11.2014

Am 24. November eröffnet der neue Kreuzberger Wintermarkt im Bergmannhof an der Bergmannstraße mit einem abwechslungsreichen Angebot handgefertigter Produkte vornehmlich aus heimischen Gefilden.

Der kleine aber feine Manufakturenmarkt besteht aus 27 schön gestalteten Marktständen und stellt Originalität, Qualität und Nachhaltigkeit in den Vordergrund.
Der erhöht gelegene Hof des Gesundheitszentrums ist durch seine zentrale, geschützte Lage wie geschaffen für einen kleinen Markt. Der Innenhof mit einer Fläche von ca.1.200 qm ist von denkmalgeschützten Altbauten sowie Arkaden mit Einzelhandelsgeschäften und Dienstleistern umgeben und wird für den Wintermarkt stimmungsvoll illuminiert.

Bis zum 30. Dezember 2014 finden die Besucher hier täglich (außer am 24.12./25.12.) von 13:00-21:00 Uhr kulinarische und kunstgewerbliche Erzeugnisse aller Art, freitags und samstags ist bis 22:00 Uhr geöffnet. Für die Kinder gibt es ein kleines Kinderkarussell und täglich von 16:30-17:00 Uhr Märchenlesungen mit den Berliner Märchenfrauen. Der Eintritt ist frei.

Originell – Original – Nachhaltig
Handgefertigtes ist immer etwas Besonderes und im wahrsten Sinne des Wortes wertvoll – der Markt hat in dieser Beziehung viel zu bieten: seien es flotte Kopfbedeckungen aus wiederaufbereiteten Kaffeesäcken, Bio-Gewürze und geschmacksintensive Fruchtpulver, 100% pflanzlich gegerbte Lederwaren, warm leuchtende Wachswindlichter, vietnamesische Karbon-Klingen aus ehemaligen Autoteilen oder original Nürnberger Lebkuchen, hochwertige Naturseifen ohne Zusatz von Palmöl oder tierischen Fetten, edle Bio-Schokolade nach alten Rezepten, Schmuck-Unikate mit (Halb-)Edelsteinen aus Kreuzberg, hausgemachte Fruchtaufstriche aus Weißensee, Honig-Variationen aus Tempelhof, Senfspezialitäten aus Steglitz, leder-gebundene Bücher und Keramikknäufe, Schmucksterne, Woll-wärmendes aus Portugal, „Straßen-Poesie“ in Foto-Drucksachen, Illustrationen, Grußkarten und Poster mit getrockneten Blütenblättern und echter Berlin-Wodka aus Treptow – Berlin ist bekannt für seinen kreativen output.

Leckeres – für Canivoren wie für Veganer
Dem unmittelbaren Hungergefühl schaffen leckere Wildfleisch-Burger und -würste von Hirsch&Eber, frisch belegte Flammkuchen vom Wannsee, Imbizan Streetfood mit langsam gegartem Dampfschwein und Kartoffelstampf, herzhaft gefüllte Pies, original Schweizer Raclette, ein koreanischer Grill oder vegane Spezialitäten rasch Abhilfe. Zum Aufwärmen bieten sich Glühwein, heißer Apfelpunsch oder warmer Sake – neben anderen, auch alkoholfreien Getränken an.

Kreuzberg macht sich stark für die Kinder Berlins
Zusammen mit dem Radiosender STAR FM unterstützt der Kreuzberger Wintermarkt die Charity-Aktion „Ackern für die Racker“. STAR FM engagiert sich für Suchtkranke mit dem Bau eines “Urban Volley Court” für die Spittler Fachklinik und unterstützt als offizieller Botschafter den straßenkinder e.V. beim Kampf gegen Kinder- und Bildungsarmut. Straßenkinder e.V. holt sozial benachteiligte Kinder von der Straße, gibt ihnen grundlegende Unterstützung durch Kleidung und Schlafplätze sowie Bildungs- und Freizeitangebote und schafft ihnen damit Zukunftsperspektiven. Durch den Verkauf symbolischer Sterne an den Marktständen sowie weitere Aktionen sollen Spenden insbesondere für das Kinder- und Jugendhaus BOLLE in Marzahn generiert werden.

1. Kreuzberger Wintermarkt
Zeitraum: 24.11. – 30.12.2014
Öffnungszeiten: Sonntag-Donnerstag 13–21 Uhr, Freitag und Samstag 13–22 Uhr, 24.12./25.12. geschlossen
Ort: Bergmannhof, Bergmannstr. 5-7, 10961 Berlin-Kreuzberg
Verkehrsverbindungen: U 6/7 Mehringdamm, Bus M 19, 140, 248, U 6 Platz der Luftbrücke, Bus 104, 248
Programm: Täglich 16:30-17:00 Uhr Märchenlesungen für Kinder, Eintritt frei/Erwachsene 0,50 €
Standplatzvermietung: Ketering GmbH, T (030) 443 10 737,
Veranstalter:
Xmas-in-Xberg GmbH, Michael Wulf, Hagenstraße 9, 14193 Berlin
(PM )

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Wie hoch sind die Mieten in Berlin?

14.11.2014
Wohnen in Berlin
wird teurer – so empfinden es zumindest viele Mieter. Neben den Nebenkosten steigen häufig auch die Kaltmieten selbst. Diese orientieren sich am Mietpreisspiegel, der die Durchschnittsmiete für eine Stadt bzw. für einen Stadtbezirk ausweist. Dass diese Durchschnittsmiete von Jahr zu Jahr steigt, ist ein Fakt, auf den sich auch alle Mietpreis-Untersuchungen einigen können. Uneinigkeit besteht dagegen in der Frage, wie hoch die Mieten in Berlin denn eigentlich genau sind.

Teuerste Mieten in Charlottenburg

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) stellte am gestrigen Donnerstag, 13.11.2014, seine Mietpreis-Untersuchung vor. Der IVD befragte für diese Studie die Makler – die Ergebnisse beruhen daher auf tatsächlichen Vertragsabschlüssen und berücksichtigen Wohnungen, die ab 1949 gebaut worden sind – Wohnungen mit sogenanntem „mittlerem Wohnwert“. Das Ergebnis des IVD: Für diese Wohnungen ist der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter im vergangenen Jahr auf 7,45 Euro gestiegen. In „Standardlagen“, den attraktiven, aber nicht sehr attraktiven Bezirken Berlins, liegt dieser Erhebung nach der durchschnittliche Mietpreis bei 7,25 Euro pro Quadratmeter, in bevorzugten Wohnlagen bei 8,75 Euro/Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Mieten demnach um 2,9 bis 3,6 Prozent gestiegen. Den höchsten Quadratmeterpreis macht die Studie in Charlottenburg aus, wo Neumieter mit durchschnittlichen Kosten von 9,25 Euro rechnen müssten. In Berlin Mitte liegt der durchschnittliche Mietpreis bei 7,50 Euro pro Quadratmeter. In Spandau, Neukölln und Marzahn-Hellersdorf sind die Mieten dem IVD zufolge am günstigsten.

Unterschiede zu anderen Mietpreis-Untersuchungen

Andere Untersuchungen kommen zu anderen Ergebnissen. Der wichtigste Unterschied: Die Mietpreis-Untersuchungen der Investitionsbank Berlin und der GSW gehen nicht von den Vertragsabschlüssen aus, sondern von Mietangeboten für freie Wohnungen. Ihren Reporten nach liegt der durchschnittliche Mietpreis für vergleichbare Wohnungen bei etwas über acht Euro pro Quadratmeter. Werden nur öffentlich angebotene Wohnungen berücksichtigt, ergeben sich bei der Auswertung natürlich Nachteile. Einige Wohnungen kommen vielleicht nie in die Ausschreibung, sondern werden direkt weitervermietet, etwa weil der Vormieter einen Nachmieter vorschlägt. Andere Wohnungen gehen eventuell zu einem höheren Preis weg als in der Ausschreibung angegeben. Beim Mietpreisgefälle der Berliner Bezirke immerhin sind sich die verschiedenen Untersuchungen einig: Am teuersten ist das Wohnen in Charlottenburg, mit am preiswertesten in Marzahn-Hellersdorf.

25 Jahre Mauerfall: Gänsehautmomente am Brandenburger Tor

10.11.2014
Mehr als eine Million Menschen waren gestern, am 9. November, auf Berlins Straßen unterwegs, um den 25. Jahrestag des Mauerfalls zu feiern. Schon am frühen Nachmittag war auf den Straßen zum Brandenburger Tor mit dem Auto kein Durchkommen mehr. Die meisten Besucher legten den Weg daher zu Fuß zurück – um pünktlich um 14:00 Uhr vor Ort zu sein, als das Konzert „Mut zur Freiheit“ begann. Stars wie Clueso und Die Fantastischen Vier standen hier auf der Bühne, Peter Gabriel performte David Bowies Song „Heroes“. Auch Udo Lindenberg und das Ensemble des Musicals „Hinterm Horizont“ standen auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor und spielten einige der großen Hits des Panik-Rockers. Wer früh da war, konnte sich glücklich schätzen: Etwa zwei Stunden nach Beginn des Konzerts machte die Polizei bereits die Eingänge dicht.

7.000 Ballons steigen in den Himmel

Zum Höhepunkt des Abends spielte dann schließlich die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim auf. Um 19:24 Uhr erklangen die ersten Takte von Beethovens „Ode an die Freude“ – und rund 7.000 beleuchtete Ballons stiegen in den Himmel. Auf symbolische Weise fiel die Mauer so am Sonntag ein weiteres Mal; besser gesagt, sie stieg in Form der Ballons zum Himmel auf. Ein Moment, der bei allen Anwesenden für Gänsehaut sorgte, ob sie die historischen Augenblicke im November 1989 nun selbst miterlebt hatten oder noch nicht. 19:24 Uhr: Das war die Minute, in der Günther Schabowski, damaliger Sprecher des DDR-Politbüros, am 9. November 1989 auf einer mittlerweile legendären Pressekonferenz die „unverzügliche“ Öffnung der Grenze nach Westen verkündete. Ein Lapsus, denn eigentlich sollte die DDR Ausreise-Reform erst am nächsten Morgen um 4:00 Uhr in Kraft treten. So schrieb eine Fehlinformation Geschichte.

Die „Lichtgrenze“ durch Berlin

Die Ballons formten zuvor die „Lichtgrenze“, die dem ehemaligen Mauerverlauf folgte. Schon vor dem 9. November nutzen viele Berliner und Touristen die Gelegenheit, um an den beleuchteten Ballon entlang zu pilgern. Zahlreiche Informationstafeln ließen mit Augenzeugenberichten die Vergangenheit für einen Moment wieder lebendig werden. Am Nachmittag des 9. Novembers brachten Ballonpaten die Mauer aus Licht schließlich zur Auflösung. Die Ballons wurden anschließend mit Helium aufgeblasen, damit sie ungehindert in die Luft steigen können.

09.11.2014 – Zum Mauerfall ein verkaufsoffener Sonntag in Berlin

09.11.2014

Sonntagsshopping zum Mauerfall!

Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls ist in Berlin mächtig was los.  Viele Touristen sind in der Stadt und die Berliner sind eh aus dem Häuschen und feiern beim Bürgerfest am Brandenburger Tor oder an der Lichtgrenze.
Der Berliner Einzelhandel nutzt den Ansturm der Berlin Besucher und veranstaltet heute am 09.11.2014 einen verkaufsoffenen Sonntag.
Viele Geschäfte in Berlin sind heute geöffnet!

25 Jahrestag Mauerfall

Wer also noch Zeit findet, kann heute auch schon die ersten Weihnachtsgeschenke kaufen.  Besonders die Einkaufscentren im Zentrum der Stadt werden sicher vor allem von den Touristen gestürmt werden. Allen voran das Alex am Alexanderplatz und natürlich die erst vor wenigen Wochen eröffnete Mall of Berlin.

09.11.2014 ein verkaufsoffener Sonntag für die Berliner

Berliner, die heute etwas entspannter einkaufen möchten, nutzen sicher lieber die etwas kleineren Einkaufscentren in den Außenbezirken. Auch hier gibt es oft ein großes Angebot .
Und wer heute keine Zeit  zum Sonntagsshopping findet, muss nicht traurig sein.
Im Dezember gibt es noch zwei Sonntage an denen Sie in Berlin von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr einkaufen können. Wir wünschen Ihnen einen schönen 9. November in Berlin! ( Foto: © fuxart – Menschen an der Berliner Mauer)

Berlins schafft große Bauvorhaben überdurchschnittlich pünktlich

08.11.2014
Der Großflughafen BER hängt mit seiner Eröffnung mittlerweile Jahre hinter dem ursprünglich anvisiertem Datum hinterher, beim Bau des Hauptbahnhofs hatten sich Pannen eingeschlichen, die immer weitere Nachbesserungen nötig machten – und auch sonst scheinen große Bauprojekte in Berlin unter keinem guten Stern zu stehen. Oder etwa doch? Eine Langzeitstudie der Hertie School of Governance zeigt nun: Großprojekte in Berlin schneiden im Vergleich besser ab als der deutsche Durchschnitt. Sie sind häufiger im Zeit- und Kostenrahmen als Vergleichsprojekte aus anderen Städten.

Klingt unglaublich – ist laut Genia Kostka, Professorin an der Hertie School, allerdings wahr. Der Vorsprung Berlins ist nicht sonderlich groß, zufolge der Studie allerdings vorhanden. 146 Großprojekte hat das Team der Professorin über mehrere Jahre hinweg untersucht, 14 davon aus Berlin; auch die Baupleite des BER wurde dafür berücksichtigt. Das Ergebnis der Studie stellte sie bei einer Diskussion beim TÜV Nord vor. Anwesend war unter anderem auch Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD). Die Zahlen, die die Zuhörer überraschten: Im Bundesdurchschnitt überziehen große Bauprojekte ihren Kostenrahmen in 67 Prozent aller Fälle. Sind Berlin sind der Studie zufolge 61 Prozent aller Großprojekte teurer als geplant. Deutschlandweit werden 47 Prozent der Großprojekte nicht innerhalb des Zeitplans fertiggestellt, in Berlin 43 Prozent.

Vor allem Projekte aus dem Bereich Energie werden häufig teurer als zunächst geplant und überziehen ihren Zeitrahmen, so Kostka. Die Wissenschaftlerin nannte auch einige Erklärungen dafür, warum Großprojekte scheitern: Oft gewännen bei Ausschreibungen nicht etwa die besten Kandidaten, sondern die billigsten. Das setze Fehlanreize. Unerfahrene Projektmanager und mangelndes Fachwissen in den Aufsichtsgremien seien weitere Gründe für Verzögerungen und Kostenexplosionen. Außerdem verschwiegen Politiker der Öffentlichkeit schon mal die wahren Kosten für ein Bauprojekt, so Kostka. Dabei sei Ehrlichkeit und Transparenz gegenüber den Bürgern ein wesentlicher Faktor, wenn das Bauvorhaben gelingen solle, betonte die Professorin.

Sonntag der 09.11.2014 ist ein verkaufsoffener Sonntag in Berlin!

Die Lichtgrenze zum 25. Jahrestag des Mauerfalls

31.10.2014
Ein Vierteljahrhundert ist es in diesem Jahr her, dass die innerdeutsche Grenze offen ist. Am 9. November vor 25 Jahren fiel die Mauer in Berlin. Zu diesem besonderen Jahrestag hat sich die Stadt Berlin auch etwas Besonderes einfallen lassen: Zwischen dem 7. und dem 9. November 2014 erstrahlt in Berlins Zentrum eine Grenze aus Licht. 8.000 weiße Ballons folgen dem ehemaligen Verlauf der Mauer – es geht von der Bornholmer Straße über den Mauerpark und die Gedenkstätte an der Bernauer Straße, vorbei am Reichstag, am Brandenburger Tor und am Checkpoint Charlie bis hin zur East Side Gallery. „Lichtgrenze“ heißt die Installation, die auf anschauliche Weise an die Ereignisse im Jahr 1989 erinnern soll.
( Der 9.11.2014 ist auch ein verkaufsoffener Sonntag in Berlin)

Insgesamt 15 Kilometer lang ist die Strecke, entlang der die Ballons erstrahlen. Die Idee zur Installation stammt von Christoph Bauder und Marc Bauder. Pünktlich zum 25jährigen Jahrestag des Mauerfalls eröffnet zudem die neue Ausstellung in der Gedenkstätte Bernauer Straße „1961|1989. Die Berliner Mauer“. Entlang der Lichtgrenze wird es dazu passend eine Open Air Ausstellung zu sehen geben: Die Robert Havemann Gesellschaft hat 100 Mauergeschichten gesammelt und stellt diese an den Originalschauplätzen aus.

Noch mehr Ballons soll es am Abend des 9. Novembers zu sehen geben: Am Brandenburger Tor und entlang der kompletten Lichtgrenze sollen sich um 19:00 Uhr möglichst viele Berliner treffen. Wer sich zuvor online als Ballonpate registriert hat, lässt einen der großen, runden Bälle in die Luft steigen. Zuvor befestigen die Ballonpaten eine persönliche Botschaft am Heliumballon. Wenn die Ballons in die Luft gelassen werden, spielt am Brandenburger Tor die Berliner Staatskapelle unter der Leitung von Daniel Barenboim die „Ode an die Freude“. Auf symbolische Weise löst sich so die Grenze zwischen Ost und West abermals auf. Die ARD wird live vom Ereignis übertragen.

Alle Einzelheiten zum Programm gibt es auch auf www.berlin.de/mauerfall2014/.

Mehr Verkehrsunfälle in Berlin

28.10.2014
Wie sicher sind Berlins Straßen? Darüber gibt das Statistische Landesamt Auskunft. Am Montag präsentierten die Statistiker ihre aktuelle Auswertung für Berlin und Brandenburg für den Zeitraum Januar bis August 2014. Das Ergebnis: Während im Bundesgebiet die Zahl der Toten durch Verkehrsunfälle abnimmt, sind in diesem Zeitraum auf den Berliner Straßen mehr Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahr. In Berlin nahm die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle außerdem zu, in Brandenburg knallte es dagegen weniger häufig auf den Straßen als im Vorjahr.

34 Menschen starben im ausgewerteten Zeitraum durch einen Verkehrsunfall auf Berlins Straßen. Damit fordert der Verkehr von Januar bis August acht mehr Todesopfer als im Vorjahreszeitraum. Im August verloren allein sechs Personen ihr Leben im Straßenverkehr, obwohl die Gesamtzahl der Unfälle in den Sommermonaten im Vergleich zum Vorjahr sank. 86.028 Unfälle zeichneten Polizei und Rettungskräfte auf Berlins Straßen von Januar bis August ingsesamt auf, fast 2.000 mehr Unfälle als 2013. Bei den meisten dieser Unfälle blieb es dem Statistischen Landesamt zufolge bei Blechschäden, bei etwa jedem Zehnten allerdings wurden auch Personen in Mitleidenschaft gezogen: Bei 11.388 Zusammenstößen wurden laut der aktuellen Statistik Menschen verletzt.  Auch die Zahl schwerwiegender Unfälle mit Sachschaden stieg, von 600 im Jahr 2013 auf 641 im Jahr 2014.

In Brandenburg ging die Zahl der Verkehrsunfälle dagegen um 2,9 Prozent zurück, 51.910 Unfälle wurden hier verzeichnet, im Vergleich zu 53.477 im vergangenen Jahr. Während die Zahl der Verletzten von 6.772 auf 7.164 Personen stieg – ein Anstieg von 5,5 Prozent – ging die Anzahl der bei einem Verkehrsunfall getöteten Menschen von 114 auf 104 Personen zurück. Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg wurden dabei weniger Verkehrsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol und anderer berauschender Mittel verzeichnet. Während 2013 in Berlin noch 542 Unfälle durch Alkohol oder andere Drogen verursacht wurden, waren es 2014 nur noch 468. Das ist ein Rückgang um immerhin 13,7 Prozent.

Links zum Thema:
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