Rettung für die Ahornbäume am Gendarmenmarkt

Letzte Woche berichteten wir noch über die Pläne des Berliner Senats, den Gendarmenmarkt komplett umzugestalten und die Kugelahornbäume durch andere Bäume zu ersetzen. Diese Pläne riefen den Protest vieler Berliner hervor: Die Freunde und Förderer des Gendarmenmarktes sammelten 5.000 Unterschriften für den Erhalt der Bäume – die Maßnahme zeigt Erfolg: Die Ahornbäume sind gerettet. Erst einmal.

Ephraim Gothe, Baustadtrat von Berlin Mitte, will nun andere Baupläne prüfen. Ewig werden die Kugelahornbäume dennoch nicht den Gendarmenmarkt verzieren können; in 10 oder 20 Jahren sei ihr Lebensalter erreicht, dann müssten sie weichen.

Festhalten will der Baustadtrat an einer barrierefreien Gestaltung des Platzes. Alle Bauwerke und Monumente sollen frei zugänglich sein. Dazu gehört auch, dass die Treppe vor dem Französischen Dom abgerissen werden soll.

Vom heftigen Protest der Berliner zeigte sich Gothe überrascht. Nicht ganz zu Unrecht; der Plan zur Umgestaltung war nicht erst seit letzter Woche bekannt. Vor etwa einem Jahr einigte sich der Senat bereits mit Anrainern und Anwohnern über die Neugestaltung des Gendarmenmarktes. Nun ist noch einmal Umdenken angesagt – ein Umdenken, dass hoffentlich den ursprünglichen Charakter des Gendarmenmarktes erhalten wird.

Taubenschläge für Berlin

Für manche Lebewesen sind die Straßen Berlins das reinste Paradies. Dazu gehören die etwa 60.000 Tauben, die in der Hauptstadt leben. Nahrung finden sie hier mehr als genug: im Großstadtmüll, von Touristen oder auch von Berlinern. So lässt es sich in der Innenstadt, an Bahnhöfen und Stadtkreuzungen, herrlich leben.

Nicht ganz so herrlich ist die Situation allerdings für die Plätze, an denen sich besonders große Taubenkolonien niedergelassen haben. Taubenkot ist nicht nur unattraktiv und eklig, er überträgt zudem Krankheiten und kann Steine und Gemäuer langsam zersetzen. Laut dem Berliner Tierschutzbeauftragten Klaus Lüdcke arbeitet die Stadt nun an einer artgerechten Lösung für das Taubenproblem.

Die Lösung klingt einfach: Taubenschläge sollen abseits der zentralen Plätze errichtet werden. Hier könnte man zum einen die Tiere mit Futter versorgen, zum anderen aber auch die Population kontrollieren, indem man die Taubeneier gegen Toneier austauscht. In Reinickendorf sollen im September die ersten Taubenkästen entstehen.

Voraussetzung ist allerdings, dass die Tauben nicht mehr anderswo von wohlmeinenden Menschen gefüttert werden. Dann könnte die ganze schöne Idee nämlich hinfällig sein – die Tauben hätten dann sichere Schlupflöcher und gleich mehrere Nahrungsquellen im Angebot.

Zudem müssen die Taubenschläge gegen Vandalismus geschützt werden; ähnliche Ansätze verfolgte man schon in den 1970er und 1990er Jahren, damals fielen die Taubenkästen allerdings mutwilliger Zerstörung oder schlicht dem Geldmangel zum Opfer

Runderneuerung für den Gendarmenmarkt?

Der Berliner Gendarmenmarkt gilt als einer der schönsten Plätze Europas. Wer an einem lauen Sommerabend dort unter den Ahornbäumen sitzt, in einem der Cafés oder auf den Bänken, der kommt zu dem Schluss: Da ist was Wahres dran.

Wenn es nach dem Senat geht, soll der Gendarmenmarkt nun noch schöner werden. Eine Aufbesserung des Pflasters, eine Überholung der Sitzgelegenheiten, das ist sicherlich mal nötig. Da das in Beton gegossene Pflaster nicht einfach repariert werden kann, soll der Gendarmenmarkt neu gepflastert werden.

Problematisch ist allerdings, dass es in anderen Gestaltungsfragen durchaus Differenzen in der Auffassung von Schönheit gibt. Der Verein der „Freunde und Förderer des Gendarmenmarktes“ kann mit den Verschönerungsplänen des Senats nämlich gar nichts anfangen. Diese Pläne sehen unter anderem vor,  die 140 kleinen, niedrigen Ahornbäume zu fällen und durch wenigere große Bäume zu ersetzen. Außerdem soll die Treppe vor dem Französischen Dom verschwinden.

Für die Freunde und Förderer de Gendarmenmarktes kämen derartige Veränderungen einer Zerstörung des Gendarmenmarkts vor. Am Donnerstag starteten sie deswegen eine Unterschriftenaktion, um die Planungen zu stoppen.

Der Senat allerdings hat bereits vor einem Jahr mit Bewohnern, Anrainern, Denkmalpflegern und Historikern über seine Veränderungspläne diskutiert. Die sehen den Umbau positiv. Allerdings wird die Neugestaltung, sofern sie so kommt, wie vom Senat geplant, ein teures Vergnügen: 6 Millionen Euro hat der Senat bei der EU beantragt. 600.000 Euro stellt er selbst aus seinem Plätzeprogramm bereit. „Geldverschwendung“, wie Politiker der Grünen urteilten. Eine Neuerfindung des Gendarmenmarkts halten nämlich nicht nur die Freunde und Förderer für unnötig, sondern auch die Oppositionsparteien.

Viele Ausbildungsplätze warten noch auf Bewerber

Die gute Nachricht zuerst: Der Berliner Lehrstellenmarkt ist so entspannt wie lange nicht mehr. Noch Tausende von Ausbildungsplätzen haben Unternehmen in der Hauptstadt zu vergeben, berichtet die Handwerkskammer. Die weniger gute Nachricht: Es fehlen geeignete Bewerber. Viele scheitern schon an der ersten Hürde, dem Bewerbungsschreiben.

Kein Chef, kein Mitarbeiter der Personalabteilung möchte ein Bewerbungsschreiben mit Flecken, umgeknickten Eselsohren oder Rechtschreibfehlern lesen. Das Bewerbungsschreiben vermittelt den ersten Eindruck, dieser sollte natürlich möglichst positiv ausfallen. An sich sollte das auch den jungen Leuten bekannt sein, die sich nun um die Lehrstellen bewerben.

Ist es fehlende Sorgfalt der Jugendlichen, mangelndes Interesse, oder wird in den Schulen zuwenig Wert auf ein gutes Bewerbungstraining gelegt? Vielleicht spielen alle drei Ursachen eine Rolle.

Doch nicht nur die mangelnde Qualifikation einiger Bewerber sorgt dafür, dass so viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Wie überall in Deutschland schlägt auch in Berlin der demographische Wandel zu: Das Durchschnittsalter steigt, die Zahl der Schulabgänger dagegen sinkt kontinuierlich; besonders die Zahl der Real- und Hauptschulabgänger geht zurück. In Berlin machten im letzten Jahr 9.000 Haupt- und Realschüler ihren Abschluss. Allein das ist schon zu wenig, um alle Lehrstellen zu besetzen.

Die Entwicklung soll sich in den nächsten Jahren fortsetzen – als Folge fehlen Berlin in den nächsten Jahren Fachkräfte in den klassischen Ausbildungsberufen. Eine Studie im Auftrag der Berliner Bank sieht die Zukunft in gut ausgebildeten Migranten. Ihnen sollte die Möglichkeit gegeben werden, ihr Potenzial zu entfalten. Auch weniger qualifizierte Jugendliche sollen über spezielle Ausbildungs- und Förderprogramme in Unternehmen eingebunden werden.

Schock über Loveparade-Katastrophe: Berlin prüft Sicherheitskonzepte

Die Katastrophe auf der Loveparade am vergangenen Samstag in Duisburg schockte auch Berlin. Immerhin ist Berlin die Mutterstadt der großen Techno-Party, von 1989 bis 2003 zogen die Raver durch die Hauptstadt und feierten ausgelassen an der Siegessäule. Im Ruhrgebiet fand die Loveparade nun ihr unrühmliches Ende: 20 Menschen sind mittlerweile verstorben, Hunderte verletzt, noch mehr geschockt und verzweifelt, zahlreiche Angehörige trauern.

So wie es bislang aussieht, hat das Sicherheitskonzept der Stadt Duisburg für Massenveranstaltungen sträflich versagt. 1,4 Millionen Menschen wurden durch zwei Tunnel und über eine Rampe auf ein viel zu enges, rundum eingezäuntes Gelände geleitet. Der Tunnel diente zudem zeitgleich als Ein- wie auch als Ausgang. Eine tragische Nachlässigkeit, die nun mehrere junge Menschen mit dem Leben bezahlen mussten.

Berliner Behörden, Polizei und Veranstalter nehmen die Duisburger Katastrophe zum Anlass, die eigenen Sicherheitskonzepte für Massenveranstaltungen zu überprüfen. Ob Fanmeilen oder die Silvesterparty am Brandenburger Tor, Berlin veranstaltet zahlreiche Massen-Events. Bis jetzt ging alles gut und der Berliner Baustadtrat Ephrain Grothe hält die Konzepte der Stadt für sicher: Die Veranstaltungsbereich seien immer von mehreren Seiten aus zugänglich, Rettungskräfte würden weitere Ausgänge offen halten. Im Falle einer Panik – die bei keiner Großveranstaltung, wo Hunderttausende von Menschen aufeinanderprallen, auszuschließen ist – können die Menschenmassen über mehrere Wege flüchten.

So war es auch immer bei der Berliner Loveparade: Die Raver konnten dem Zug folgen, aber auch jederzeit durch den offenen Tiergarten das Gelände verlassen. Nun hat Berlin natürlich auch viel mehr Platz als Duisburg, diese Stadt mit nicht mal 500.000 Einwohnern. Es erscheint ein wenig größenwahnsinnig, dass die Ruhrgebietsstadt dem Ansturm von über 1 Million Feierwütigen standhalten wollte.

Die Duisburger Veranstalter weisen noch alle Verantwortung für das Unglück von sich. In anderen Städten wie auch in Berlin möchte man dagegen aus den Fehlern lernen und sieht sich die ohnehin schon ausgereiften und erprobten Sicherheitskonzepte noch einmal genau an. Eine derartige Katastrophe soll sich schließlich nie wiederholen.

Berliner Rechtsextreme planen erneute Großveranstaltung

Am 1. Mai konnte ziviler Widerstand engagierter Berliner den Neonazi-Aufmarsch im Prenzlauer Berg behindern. Nun droht der Hauptstadt die nächste rechtsextreme Veranstaltung: Für den 18. September plant die NPD eine Kundgebung mit einem anschließenden Rockkonzert mit Bands von ganz rechts außen – als „musikalische Umrahmung“ umschreiben dies die Veranstalter auf ihrer Webseite. Der Polizei liegt eine Anmeldung für eine Veranstaltung mit 500 geplanten Teilnehmern vor.

Die Kundgebung soll sich gegen „die gesetzliche Bevorzugung von Ausländern“ wenden. Gemeint ist damit das geplante Berliner Partizipations- und Integrationsgesetz, dass einer Benachteiligung von Migranten zum Beispiel bei Bewerbungen vorbeugen und die öffentliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund fördern möchte.

Es ist ein Versuch, Aufmerksamkeit zu erlangen – die Berliner NPD schwächelt schon seit längerem, interne Querelen verärgern die Anhänger, einigen Rechten ist die Partei auch nicht radikal genug. Musik soll es richten, dachte man sich da wohl in der Parteizentrale; CDs mit rechtsextremen Liedern werden ja auch gerne als Köder für Parteinachwuchs benutzt.

Wenn es der Berliner Polizei auch bisher gelang, gegen nicht angemeldete Nazi-Konzerte vorzugehen, gegen dieses Konzert kann sie nichts ausrichten. Die Veranstaltung ist als politische Kundgebung angemeldet, solche zu erlauben gehört zum Wesen einer Demokratie, auch wenn die Veranstalter alles andere als demokratisch gesinnt sind.

Bleibt abermals der zivile Widerstand. Noch ist nicht bekannt, wo Kundgebung und Konzert stattfinden sollen. Doch es ist wünschenswert – und eigentlich auch zu erwarten – dass wieder viele Berliner und Berlinerinnen den Rechten ihre Ablehnung zeigen und auf friedlichem Weg gegen die Kundgebung protestieren.

Berliner SPD unterstützt Initiative gegen Google Street View

Vielleicht ist es Ihnen schon einmal aufgefallen: ein kleines, schwarzes Auto mit einer großen Kamera auf dem Dach. Im Dienste des Suchmaschinen-Riesen Google fahren mehrere dieser Wagen durch Deutschland und fotografieren Städte. Auf Google Street View kann der Internet-Nutzer dann eine virtuelle Rundfahrt durch die Stadt unternehmen.

Eigentlich ein ganz nettes Gimmick – mit einem Haken: Das Street View Car fotografiert auch Personen in allen denkbaren Alltagssituationen und Autos samt Nummernschilder. Das ist insofern problematisch, als dass nicht jeder Mensch sich oder sein Auto im Internet wieder finden möchte; schon gar nicht, ohne vorher mal gefragt zu werden. Wer möchte schon von Millionen von Internetnutzern dabei gesehen werden, wie er sich gerade in seinem Vorgarten sonnt oder an der Straßenkreuzung in der Nase popelt?

Datenschützer sehen in diesen Fotos daher eine große Gefahr für die Privatsphäre. Die Berliner SPD und die Linke schließen sich dieser Meinung an und forderten den Senat nun auf, eine Hamburger Bundesratsinitiative zur Änderung des Datenschutzes zu unterstützen. Die Bundesratsinitiative fordert zwei Änderungen: Zum einen sollen Bilder von Geodaten-Diensten wie Google Street View als personenbezogene Daten gelten, die dem besonderen Schutz des Bundesdatenschutzgesetzes unterliegen, zum anderen sollen die Internet-Dienste langfristig im Voraus ankündigen, wann sie wo fotografieren. Diese Änderungen hätten zur Konsequenz, dass die Gesichter von Personen und Autokennzeichen auf Seiten wie Google Street View unkenntlich gemacht werden müssten.

Doch auch heute schon haben Privatpersonen die Möglichkeit, sich zu wehren, wenn sie sich durch Geodaten-Dienste in ihrer Privatsphäre gestört fühlen. So kann man zum Beispiel der Abbildung seines Hauses widersprechen: Eine E-Mail oder ein Brief an Google genügen, dann erscheint das Haus bei Street View als schwarzer Fleck.

Internetagenturen in Berlin
Suchmaschinenoptimierung in Berlin
Internetagenturen im Landkreis Prignitz

Gerichtsvollzieher im Kunsthaus Tacheles

Die Situation für das Kunsthaus Tacheles in Berlin Mitte wird immer dramatischer. Momentan ist das Kunsthaus in der Oranienburger Straße noch ein großer Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt und Treffpunkt einiger Berliner. Doch seit 2008 bereits droht die Räumung, die ansässigen Künstler kämpfen gegen die HSH Nordbank, die Eigentümerin des Geländes, um ihr Bleiberecht.

Am Mittwoch stand dann plötzlich der Gerichtsvollzieher auf dem Hof. Dort befindet sich eine kleine Kunstausstellung. Der Gerichtsvollzieher wollte die Freifläche hinter dem Tacheles räumen lassen und auf eine bevorstehende Zwangsversteigerung vorbereiten. Sein Plan scheiterte allerdings an der simplen Tatsache, dass die Kunstwerke keinem eindeutigen Besitzer zugeordnet werden konnten. Laut Gerichtsbeschluss gehörten die Gegenstände einer Metallwerkstatt – die existiert aber gar nicht mehr.

Die Ausstellung bleibt also erstmal dort, wo sie ist. Ob und wann das Tacheles selbst weichen muss, steht noch in den Sternen. Einen konkreten Termin für die Zwangsversteigerung gibt es nämlich noch nicht. Die Deadline für das Café Zapata dagegen rückt immer näher: Am 21. Juli sollen die Betreiber das Café räumen.

Freiwillig aufgeben wollen sie nicht. Das will keiner der Künstler, die sich im Tacheles eingerichtet haben. Für den Erhalt des Kunsthauses wollen sie am 26. Juli demonstrieren.

Rekordsommer in Berlin

Der heutige Dienstag verspricht etwas Abkühlung. Endlich. Doch die Erfrischungspause wird nur kurz, ab morgen sollen die Temperaturen wieder auf über 30 Grad steigen. War der Winter klirrend kalt und wollte scheinbar nicht enden, so schlägt jetzt der Sommer mit aller Macht zurück und bricht alle Hitzerekorde. Die Luft ist zum Schneiden, die Ozonwerte machen empfindlichen Menschen zusätzlich zu schaffen.

Die Berliner Freibäder freuen sich, denn sie haben gerade Hochkonjunktur. Schließlich sind Sommerferien, wer noch nicht in den Urlaub entschwunden ist, der kühlt sich in heimischen Fluten ab.

Doch was macht man, wenn man im Büro schwitzen muss und vom Freibad nur träumen kann? Viel, viel Trinken ist die oberste Devise. Fußbäder und kalte Duschen dann und wann bringen zusätzliche Abkühlung. Wer kann, sollte sich kühle, feuchte Handtücher über die Beine legen.

Büroarbeiter haben es auch noch vergleichsweise gut getroffen: Sicherheitsleute müssen in vollständiger Uniform zum Dienst antreten, Polizisten dürfen gerade mal auf ihre Mütze verzichten – und nicht zu vergessen die Bauarbeiter, die bei Bullenhitze harte körperliche Arbeit verrichten.

Die Hitze macht vor allem älteren Menschen, aber auch Kindern zu schaffen. Ein sechsjähriges Mädchen wurde gestern von seinen Eltern glatt im 40 Grad warmen Wagen sitzen gelassen. Aufmerksame Anwohner alarmierten die Polizei, die das Mädchen befreien konnte. Gegen die Eltern wird nun wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht ermittelt.

Doch natürlich bietet der Sommer auch eine Menge schöne Seiten: Eis essen, schwimmen gehen, Sonnenbaden, Grillfeten – wann ist das in Berlin schon mal so lange durchgängig möglich? Statt über die Hitze zu stöhnen, sollte man daher einen kühlen Kopf bewahren und nicht vergessen: Der nächste Winter kommt bestimmt – und dann schimpfen wieder alle über den Regen.

Berlin Fashion Week – Trends für den Sommer 2011

Noch hat uns der Sommer 2010 voll im Griff – doch wer schon wissen möchte, was im Sommer 2011 hip und angesagt ist, der sollte der Berlin Fashion Week einen Besuch abstatten. Die größten Schauen finden trotz einiger Bedenken wieder im Zelt auf dem Bebelplatz statt. Bereits seit der Premiere im Jahr 2007 gastiert die Fashion Week alle sechs Monate hier – es gab jedoch Proteste dagegen, einen derart geschichtsträchtigen Ort für ein oberflächliches Event wie eine Modenschau zu nutzen. Vergeblich, nun laufen seit Mittwoch wieder langbeinige Models über den Platz.

Einigen Designern, darunter das Modelabel Boss und der Berliner Designer Michael Michalsky, ist das Zelt allerdings nicht originell genug. Sie suchten sich aufsehenerregendere Orte, um ihre Kollektionen ins rechte Licht zu rücken. Boss stellt seine Entwürfe im Park am Gleisdreieck aus, Michalsky lässt seine Models im Tempodrom auf den Laufsteg.

Natürlich zeigen auch wieder Berliner (Jung-)Designer ihr Können und präsentieren, was Frau und Mann ihrer Meinung nach tragen sollen. Darunter sind zum Beispiel das Team von Lala Berlin und der Newcomer Dawid Tomaszewski, der seine Karriere 2008 in der Pro7-Fernsehsendung „The Next Fashion Talent“ begann. Da sag doch noch mal einer, aus Casting-Show-Teilnehmern wird nichts.

Doch von jeher besteht die Berliner Fashion Week nicht nur aus Modeschauen. Ein weiteres Highlight, das reichlich Besucher anzieht, ist die Streetstyle-Messe Bread&Butter. Was man nächstes Jahr auf den Straßen sieht, das wird hier schon gezeigt. Zutritt zur Messe gibt es jedoch nur mit vorheriger Registrierung – diese ist nur noch vor Ort möglich und kostet eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50 Euro.

Links zum Thema:
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