Keine kommerzielle Werbung an der Siegessäule

Die Goldelse hat etwas an Glanz verloren. Mehr als 20 Jahre sind seit der letzten Sanierung vergangen – nun beginnen die neuen Restaurierungsarbeiten an der Siegessäule. Die im Volksmund Else genannte Figur der römischen Siegesgöttin Viktoria wird komplett neu vergoldet. Auch die Säule selbst wird erneuert, schadhafte Natursteine werden ausgetauscht, Fugen ausgebessert und Graffiti entfernt. Gute 4,3 Millionen werden die Arbeiten kosten, die eines von Berlins bekanntesten Wahrzeichen in neuem Glanz erstrahlen lassen. Bis Oktober soll die Sanierung dauern, dann können wieder Touristen zur Goldfigur emporsteigen.

Das Baugerüst, welches die Siegessäule während der Restaurierung umgibt, soll dabei nicht nackt bleiben. Allerdings werden auf der Plane, die das Gerüst bis zum Beginn der Sanierung umgibt, keine kommerziellen Werbesprüche zu lesen sein. Stattdessen will die Hauptstadt für sich selbst werben – „Be Berlin“ statt „Drink CocaCola“.

Mit dieser Entscheidung entspricht der Senat der neuen Bauordnung. Nachdem es immer wieder Ärger um Riesenplakate an Baugerüsten gab, dürfen die gigantischen Werbebanner ohne Genehmigung der Bezirksämter nicht mehr angebracht werden. Das entschied der Senat Anfang Februar. Durch diese Maßnahme bleibt die Goldelse während der Restaurierung zwar optisch ansprechend – der Stadt gehen aber auch massiv Werbeeinnahmen verloren. Doch das passt ja zu einem anderen Slogan, der Berlin charakterisiert: „Arm, aber sexy“.

BSR gibt Streusplitt an Privatleute ab

Ohne gutes Winterschuhwerk läuft man in Berlin zurzeit gefährlich. Die Gehwege haben sich durch Eiseskälte und ständige Schneefälle in eine spiegelglatte Buckelbiste verwandelt. Nicht nur Anwohner der Nebenstraßen beginnen ihren Tag mit einer Rutschpartie, auch auf den Fußgängerwegen neben den Hauptstraßen ist die Eisschicht zentimeterdick.

Splitt, der vor Glätteunfällen schützen soll, ist in den Baumärkten schon ausverkauft. Die BSR verteilt daher am heutigen Freitag ab 13 Uhr Splitt in fünf Recyclinghöfen an die Berliner. Wer Splitt benötigt, wendet sich an die Höfe in

  • Reinickendorf, Lengender Straße 6-18,
  • Lichterfelde, Ostpreußendamm 1,
  • Spandau, Brunsbütteler Damm 43,
  • Marzahn, Nordring 5,
  • Köpenick, Oberspreestraße 109.

Den Einsatz von Streusalz hält die BSR für wenig sinnvoll. Salz ist wegen seiner Umweltschädlichkeit umstritten, taut das Eis aber sehr erfolgreich an. Allerdings friere die Schicht danach nur glatter zu, so die BSR.

Zu der gefährlichen Eisfläche kam es auch, weil viele Hausbesitzer es mit der Räumpflicht nicht ganz so genau nahmen und lediglich Splitt und Sand streuten – und weil die Winterdienste den Schneefällen kaum hinterherkommen. Die angetaute Masse aus Splitt, Sand und Schmelzwasser fror dann wieder zur glatten Eisschicht.

Kindern macht der Winter wohl noch am meisten Spaß, sie können mit dem Schlitten durch die Straßen gezogen werden. Für Erwachsene hilft nun nur Zähne zusammenbeißen, dick anziehen und wer hat, klemmt sich Spikes unter die Schuhe. Noch dauert es nämlich bis zum Frühlingseinbruch: Für das Wochenende sind 10 cm Neuschnee angesagt.

Startschuss für die 60. Berlinale

Es ist wieder soweit, die Berlinale eröffnet am heutigen Donnerstag ihre Pforten – zum 60. Mal. Um 19.30 Uhr startet das Internationale Filmfestival mit dem chinesischen Streifen „Tuan Yuan“.

Zur Jubiläums-Berlinale haben sich wieder einmal einige Hollywood-Größen und deutsche Filmstars angesagt. Am Freitag werden beispielsweise Ewan McGregor, Kim Catrell und Pierce Brosnan über den roten Teppich vor dem Berlinale-Palast spazieren. Dann feiert nämlich Roman Polanskis neuer Film „Der Ghostwriter“ Premiere, der mit 19 anderen Filmen auch im Wettbewerb um den Goldenen Bären kämpft.

Neben bekannten Größen wie Altmeister Martin Scorsese und Regisseur Michael Winterbottom treten vor allem Newcomer und Berlinale-Entdeckungen aus den letzten Jahren in den Wettstreit um die begehrte Trophäe. Wang Quan’an gewann 2007 mit „Tuyas Hochzeit“ den Goldenen Bären und ist dieses Jahr mit dem Eröffnungsfilm „Tuan Yuan“ dabei und auch die Bosnierin Jasmila Zbanic tritt nach ihrem Sieg im Jahr 2006 zum zweiten Mal an.

Trotz des erwarteten Star-Aufgebots hinkt die Berlinale den Festivals in Cannes und Venedig in den letzten Jahren ein wenig hinterher. Kritik erntete vor allem Berlinale-Direktor Dieter Kosslick: Zu sehr bediene er den Massengeschmack, zu wenig sei vom Glanz der Berlinale als politisches Filmfestival übrig geblieben, zudem gehe der Wettbewerb zu sehr in den zahlreichen Nebenveranstaltungen – „Kulinarisches Kino“, Perspektive Deutsches Kino – unter.

Die Jury-Entscheidungen der letzten Jahre jedoch passten sich nicht dem Mainstream an, sondern waren immer für eine Überraschung gut. Sie zeichneten kleine, feine Filme aus, die sonst wahrscheinlich nie in die Aufmerksamkeit des deutschen Kinopublikums gerückt wären.

Die BVG streikt

Nun haben die Streiks auch Berlin erreicht.
Wer sich in den letzten Wochen angesichts des S-Bahn-Chaos auf die BVG verlassen hat, könnte heute enttäuscht werden. Die Gewerkschaft dbb Tarifunion hat die Fahrer von U-Bahnen, Trams und Bussen aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Bis zum frühen Nachmittag kann es da im Berufsverkehr heißen: „Nichts geht mehr!“

Ganz ausfallen wird das Liniennetz aber nicht, meinen Sprecher der BVG. Die meisten Beschäftigten sind in der Gewerkschaft Ver.di organisiert – und diese lehnt die Warnstreiks der BVG ab und hat noch keine Gehaltsforderungen gestellt. Denn der Streik der dbb Tarifunion ist unabhängig von den Tarifstreits, die im Moment auf Bundes- und Landesebene stattfinden. Die Forderungen der dbb sind allerdings ähnlich wie die Forderungen auf Bundesebene: 5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten.

Das Vorgehen von Ver.di hält die dbb für zu lasch und möchte daher selbst ein Zeichen setzen. Besonders ärgerlich, dass der Streik nicht wie üblich 24 Stunden vor Beginn angekündigt wurde. Die Fahrgäste hatten damit kaum Möglichkeit, sich auf die Ausfälle einzustellen.

Ver.di hält zwar nichts davon, die BVG zu bestreiken – in anderen Sektoren des Öffentlichen Dienstes werden die Beschäftigten aber heute auch die Arbeit niederlegen. Kitas, Bezirksämter, Einrichtungen des Bundes und das Kreuzberger Urbankrankenhaus werden heute stundenweise bestreikt.

Wer in der Hauptstadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, ist ja nun Kummer gewöhnt. Auch Streiks kennt man in Berlin zur Genüge. Dennoch haben die diesjährigen Warnstreiks einen extrem bitteren Beigeschmack: Sie kommen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Nicht nur, dass dank der immer noch nicht nach Plan fahrenden S-Bahn ohnehin Chaos im Öffentlichen Personennahverkehr herrscht. Nicht nur, dass langsam das Streusalz knapp wird und die Witterungsverhältnisse Autofahren zum Abenteuer machen. Die Forderungen nach 5 Prozent mehr Gehalt treffen die Kommunen auch noch gerade dann, wenn ohnehin kein Geld in den Kassen ist.

Hamburg soll das Tacheles retten

Seit mehr als zehn Jahren gibt es Streit ums Kunsthaus Tacheles und immer wieder ist von Räumung die Rede. Doch nun wird es konkreter: Innerhalb der nächsten Wochen sollen die an der Oranienburger Straße ansässigen Künstler ihre Ateliers verlassen. Die HSV Nordbank möchte die Kaufhausruine zwangsversteigern. Bereits am 5. Januar stellte sie dem Tacheles-Verein ein Ultimatum. Bis jetzt haben die Künstler die Räumungs-Aufforderung ignoriert, doch sie müssen was unternehmen. Auf der Suche nach Unterstützung haben sie sich nun auch an den Hamburger regierenden Bürgermeister Ole von Beust gewandt und ihm 70.000 Unterschriften für den Erhalt des Kulturzentrums überreicht.

In den letzten zehn Jahren zahlte der Tacheles-Verein einen symbolischen Mietpreis von 50 Cent im Monat an die Fundus-Gruppe. Doch der Mietvertrag ist ausgelaufen und die HSV Nordbank, Gläubigerin der Fundus-Gruppe, möchte sich auf einen ähnlich kulanten Vertrag nicht einlassen.

Noch ein anderes Problem hat das Tacheles: Niemand hält es heute noch für künstlerisch relevant, selbst der Berliner Senat nicht. In der Zeit nach der Wende wurde das Haus zum Kult. In dem denkmalgeschütztem ehemaligen Kaufhaus trafen sich Vertreter der Gegenkultur und der Hausbesetzerszene. Heute ist es vor allem ein Anziehungspunkt für Touristen, die Berlins Mitte besuchen. 40 Künstler unterhalten dort ihre Ateliers, es gibt ein kleines Kino, Bars, ein Café. Doch Schlagzeilen macht das Haus nur noch mit der drohenden Räumung, nicht mehr mit künstlerischen Aktionen. Daher gibt es auch keine konkreten Hilfsangebote von Berliner Seite. Nun soll es also der Hamburger Senat, Anteilseigner der HSV Nordbank, richten.

„Futurity now!“ – transmediale.10 in Berlin

Als das Jahr 2010 noch in Ferner Zukunft lag, da waren die Erwartungen an das 21. Jahrhundert groß. Den Menschen würde das Leben mittels intelligenter Maschinen erleichtert, man würde zwischen realen und virtuellen Welten switchen. Wie für Utopien so üblich, malte man sich die digitale Zukunft in den schillernsten Farben aus und hoffte auf eine durch die Technologien zum positiven veränderte Gesellschaftsordnung.

Welche Rolle die digitalen Technologien heute tatsächlich einnehmen und wie sie die Gesellschaft beeinflussen, beleuchtet Jahr für Jahr die transmediale. Heute, am 2. Februar, startet das Festival für Kunst und kreative Anwendung digitaler Medien wieder im Haus der Kulturen der Welt. Bis zum 07. Februar haben Besucher Zeit, Ausstellungen zu besuchen, Filme und Performances anzusehen und sich mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine auseinanderzusetzen.

„Futurity now!“ ist das Motto der diesjährigen transmediale.10. Zur großen Eröffnungszeremonie wird die Künstlerin Yvette Mattern den Berliner Abendhimmel mit ihrer Regenbogen-Lichtinstallation „From One To Many“ erhellen.

Erneute Entschädigung für S-Bahn-Fahrer

Endlich wieder gute Nachrichten für Berliner S-Bahn-Fahrer. Zum zweiten Mal will das Unternehmen seine Fahrgäste dafür entschädigen, dass der Fahrplan noch bis zum nächsten Jahr nicht planmäßig aufrecht erhalten werden kann. Das kündigte Bahn-Chef Rüdiger Grube im gestrigen Gespräch mit Berlins regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit an.

Bis es soweit ist, müssen sich die Berliner aber noch ein wenig gedulden: Wowereit hätte es gern gesehen, wenn die Entschädigungen ab Februar oder März gegolten hätten. Die Bahn hält aber eher einen Beginn ab April für realistisch. Momentan arbeitet sie nämlich noch an den Entschädigungen, die sie im Dezember 2009 versprochen hatte.

Besonders freuen können sich die Inhaber von Abo- und Jahreskarten und Studenten mit Semesterticket: Sie fahren zwei Monate lang kostenlos. Wer mit Sozialticket oder Monatskarte für einen Kalendermonat fährt, erhält pro Monat zweimal 15 Euro in Bar. Und Besitzer von gleitenden Monatskarten können ihre Tickets zwei Wochen länger nutzen. Einzelfahrausweise sollen zudem an den Wochenenden wieder als Tageskarten gelten.

Entstanden ist die ganze Krise, weil die Bahn bei den Sicherheitsüberprüfungen der S-Bahn-Wagen sparen wollte. Der Schuss ist nun mächtig nach hinten losgegangen: inklusive der Entschädigungszahlungen dürfte die Deutsche Bahn die ganze Geschichte rund 300 Millionen Euro kosten.

Berliner, auf die Drahtesel!

Werden in Zukunft mehr Berliner mit dem Fahrrad unterwegs sein? Verkehrsexperten gehen zumindest davon aus. Der Drahtesel sei das Verkehrsmittel der Zukunft, so steht es in der „Gesamtverkehrsprognose 2025“ für Berlin.

An der Prognose ist wohl was dran: Autofahren wird schließlich immer teurer, die Spritpreise steigen, in die Stadt kommt man nur noch mit Umweltplakette, zentrale Parkplätze kosten ebenfalls nicht wenig Geld, Falschparken ist noch teurer. Und die S-Bahn hat sich in den letzten Monaten als wenig zuverlässig dargestellt.

Dabei haben die Experten die S-Bahn-Krise in ihre Berechnungen noch gar nicht einbezogen. 27 Prozent der Fahrtwege würden laut Prognose im Jahr 2025 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Dafür wurde der demographische Wandel berücksichtig: Die Zahl der Autofahrten sinke auch, weil es 2025 mehr Rentner gebe, die nicht zur Arbeit fahren müssten.

Umweltschützer dürfte diese Nachricht freuen. Und wer sich öfter aufs Fahrrad schwingt, pustet ja nicht nur weniger Abgase in die Luft, sondern bewegt sich auch mehr und tut etwas Gutes für seine Gesundheit. Nur, ob die Berliner in einem Winter wie diesem, bei bis zu -17 Grad am frühen Morgen, tatsächlich zur Arbeit radeln, das ist noch fraglich.

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BVG möchte Teile des S-Bahn-Verkehrs übernehmen

Die BVG schmiedet langfristige Pläne: Falls 2017 Teile des S-Bahn-Betriebs ausgeschrieben werden, kann sie sich vorstellen, sich an dieser Ausschreibung zu beteiligen.

2017 endet der Vertrag des Berliner Senats mit den Berliner S-Bahn-Betrieben, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn. Die S-Bahn steckt nun schon seit geraumer Zeit in der Krise, kann den Fahrplan nicht aufrechterhalten und lässt ihre Kunden in der Kälte warten. Wann die S-Bahn wieder im Regelbetrieb fährt, ist weiter ungewiss – nach den Rädern sehen momentan die Achsen auf dem Prüfstand, neue Ausfälle nicht ausgeschlossen.  Daher spricht alles dafür, dass der Senat sich auf die Suche nach einem anderen Unternehmer begeben wird, der den Zugverkehr auf einem Teil des Streckennetzes aufrechterhält.

Die BVG würde diese Rolle gerne erfüllen. Für das nächste Jahr plant sie die Anschaffung von 104 neuen Wagen, von denen Teile sowohl für U-Bahn- wie auch für S-Bahn-Züge verwendet werden könnten. Experten räumen der BVG allerdings eher schlechte Chancen bei einer Ausschreibung des S-Bahn-Netzes ein – die Kosten seien einfach zu hoch. Möglich wäre aber auch, dass der Senat entscheidet, Teile des Netzes direkt der BVG zu überschreiben.

Den Berlinern ist es vermutlich egal, wer das Streckennetz schließlich betreibt. Hauptsache, die Züge fahren wieder wie vorgesehen und lange Wartezeiten und vollgestopfte Wagen gehören endlich der Vergangenheit an. Und das am besten noch in diesem Jahr und nicht erst 2017.

Problemkieze

Auf Zugezogene – wie es auch die Autorin dieser Zeilen eine ist – wirkt die Kiez-Struktur von Berlin oft genauso interessant wie befremdlich. Es gibt immer noch die typischen Vorurteile über die Berliner Stadtteile, kräftig gefördert unter anderem durch eine bekannte Bierreklame: Der hippe Prenzlauer Berg, bewohnt von zugezogenen jungen Familien; das alternative Kreuzberg; das mondäne Charlottenburg… Daneben die weniger begehrten Bezirke, Neukölln, Marzahn-Hellersdorf oder der Wedding, der alle paar Jahre zum kommenden In-Bezirk ausgerufen wird, ohne es jemals zu werden.

Nicht alles davon entspricht noch den Tatsachen (so mondän ist Charlottenburg schon lange nicht mehr), vieles gilt nur für bestimmte Kieze in den Stadtteilen; dennoch sind die sozialen Unterschiede zwischen einzelnen Bezirken frappant. Stadtteile mit unterschiedlichem Sozialgefüge gibt es in jeder deutschen Stadt, so starr und extrem wie in Berlin verlaufen die Grenzen aber nur selten.

Und die Unterschiede zwischen den guten und den schlechten Lagen der Stadt wachsen. Das diagnostiziert das Monitoring für soziale Stadtentwicklung. Besonders schlecht schneiden Teile von Hellersdorf, Wedding, Moabit und Neukölln ab, hier sind Arbeitslosigkeit und Chancenlosigkeit am größten, in Hellersdorf liegt die Arbeitslosenquote bei 14,6%. Da die Miete hier niedriger ist als in den „bessergestellten“ Kiezen, ziehen immer mehr Geringverdiener und Hartz IV-Empfänger zu. Die Wirtschaftskrise tut das ihrige: Der Einzelhandel macht schlechtere Umsätze, weitere Jobs gehen verloren. Wer es sich leisten kann, zieht weg.

Wie kann nun eine spezielle Förderung für „Problemkieze“ aussehen? Die finanzielle Förderung des Senats scheint nicht auszureichen. Sind bessere Schulen, wie sie die für Stadtentwicklung zuständige Senatorin Ingeborg Junge-Reyer vorschlug, eine Lösungsmöglichkeit? Wenn ja, wie will sie dafür sorgen, dass die Schulen „besser“ werden? Der Senat äußerte bis jetzt wenige konkrete Vorschläge; eine Ideenbörse für alle Stadtteile soll es nun richten.