Die Stadt Gransee, die Melancholische / "Zarewna" Luises letzte Reise

Was immer man über das Städtchen Gransee im Landkreis Oberhavel berichten möchte - an Luise kommt man kaum vorbei.
Altstadt von Gransee
Die Altstadt von Gransee mit dem Denkmal für Königin Luise
Foto: © ArTo
Die Frau, die Heinrich Heine (ca.1800-1856) die "schöne Zarewna" Preußens nannte (und er kannte sich aus mit Frauen) - diese Königin Luise (1776-1810) scheint in Gransee allgegenwärtig. Fährt man auf der Bundesstraße B96 einmal nicht an dem Städtchen vorbei, um Neustrelitz, Neubrandenburg oder Stralsund zu erreichen - so hat man zwei Möglichkeiten, in die Altstadt hineinzufahren. Von Osten her über einen kleinen Kreisverkehr, durch den die B96 sich windet, oder durch das Ruppiner Tor mit seiner aufragenden spätgotischen Backsteinarchitektur. Dann befindet man sich auf dem 850 Meter langen Sträßchen, das nach dem in Buchenwald ermordeten sozialdemokratischen Politiker Rudolf Breitscheid (1874-1944) benannt ist. Nordwärts taucht auf dem Kirchplatz die dreischiffige evangelische Backsteinkirche St. Marien auf; sie stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Das Bauwerk besitzt unterschiedliche Türme - der eine bis oben aus Ziegelstein, der andere mit schwarzem Schiefer verkleidet.
Der spätgotische Schnitzaltar im Kirchenschiff mit einer Kreuzigungsszene entstand um 1500. Wie viele vergleichbare Szenen zeigt auch diese, dass es wahrlich nicht einfach sein muss, Gottes Sohn zu sein. Andererseits bleibt der gemeuchelte Jesus (4 v. Chr.-30 oder 31 n.Chr.) auch nach fast 2000 Jahren wichtig für Gläubige und Bekenntnislose. Fortlebt sein Verlangen nach Nächsten- und sogar nach Feindesliebe, nach Mitleid und Erbarmen, nach empathischer Annahme des Anderen.
Der Flügelaltar mit der heiligen Anna mit Tochter Maria und dem Jesuskind (Anna selbdritt) wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts installiert.
Die in Ausmaß und Klang wuchtige Orgel baute 1745 der brandenburgische Orgelbauer Joachim Wagner (1690-1749) ein. Im Inneren des dekorativ ausgemalten Gotteshauses muss man nicht "der Kirche ehrwürdige Nacht" aus Goethes Osterspaziergang erwarten. "Die Auferstehung des Herrn" wird hier im Hellen gefeiert, woraus man den Schluss zu ziehen hat, dass das Mittelalter nicht mit dunkler Dumpfheit gleichzusetzen ist. Kurzum: Der Christenmensch wird hier nicht erst "an's Licht gebracht", wenn er nach Glaubensbekenntnis und Segen die Kirche verlässt. Wer die Geheimnisse des Glaubens kennt,
Rudolf-Breitscheid-Straße in Gransee
Die Rudolf-Breitscheid-Straße in der
Granseer Altstadt; im Hintergrund das Ruppiner Tor
Foto: © wn
also kein scheinheiliger Rückversicherer ist und kein agnostischer Sucher nach Gottesbeweisen - die Gläubigen werden schon drinnen erleuchtet und hinreichend mit seelischer Kraft versorgt.

Auch wenn die Bevölkerungsstatistik der Stadt zurzeit immer noch einen Negativtrend aufweist, so lebt sie doch heute von einer kollektiven Kraftanstrengung, die inzwischen rund 200 Jahre zurückliegt. Der Berliner Kunsthistoriker und Bauarchäologe Dirk Schumann (geb. 1964) stellt in dem Buch "Gransee: Eine märkische (kreisfreie) Immediatstadt im Wandel der Zeiten" die These auf, hielte man heute einen Granseer Stadtplan aus dem Jahre 1799 in den Händen, "so führt dieser auch den heutigen Besucher noch zielsicher durch die Straßen des historischen alten Stadtkerns". Der Grund: Am 19. Juni 1711 gingen 268 Granseer Wohn- und Gewerbehäuser in Flammen auf, dazu die Pfarrkirche, das Hospital, die Schule und das Rathaus. Die Stadt musste völlig neu aufgebaut werden. Der in dieser Not angerufene König Friedrich I. (1657-1713) erlaubte eine Spendensammlung und gewährte steuerliche Vergünstigungen. "Das Ergebnis dieser Anstrengungen steht bis heute vor aller Augen - im Neuaufbau der Stadt in barocker Gestalt", schreibt Dirk Schumann.

Der "Wanderer" Theodor Fontane berichtet aus Gransee


In den 1860er Jahren "wanderte" auch Theodor Fontane (1819-1898) nach und durch Gransee und hinterließ eindrucksvolle Schilderungen.
Marmorstandbild der Königin Luise im Tiergarten Berlin
Das 1880 im Berliner Tiergarten aufgestellte
Marmorstandbild der Königin Luise.
Schöpfer ist der deutsche Bildhauer
Erdmann Encke (1843-1896) / Foto: © wn
Klarzustellen ist bei dieser Gelegenheit: Er war bereits ein gründlicher Rechercheur, als Autoren noch nicht - wie heute - eitel von sich behaupten investigativ zu sein. Er studierte vor Ort Kirchenbücher und andere alte Urkunden, fragte Leute aus und ließ keine erreichbaren Quellen ungenutzt. Papier und Stift sind die einzigen Arbeitsmaterialien. Bescheiden war er auch. Er lamentiert nicht, wenn seine Unterkunft, höflich ausgedrückt, unkomfortabel ist und er auf zusammengestellten Stühlen in verqualmten Schankräumen von Herbergen nächtigen muss. Bekommt er ein Bett, so schläft er nicht selten in benutzter Bettwäsche und muss den Nachttopf mit den Hinterlassenschaften des Vorgängers erst einmal zur Grube tragen. Aus Gransee berichtet er: "Das (Ruppiner) Tor liegt hinter uns, und unser Wagen lärmt jetzt die Hauptstraße hinauf, an deren linker Seite die beiden Plätze der Stadt und auf ihnen die beiden vorzüglichsten Sehenswürdigkeiten derselben: die Marienkirche und das Luisen-Denkmal, gelegen sind." Sein Blick auf den inzwischen nach dem Architekten und Maler Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) benannten Platz lässt ihn in keine Lobeshymnen ausbrechen. Aber mit dem 20 Meter breiten und etwa 100 Meter langen Platz ist das märkische Städtchen mit der preußisch-deutschen Geschichte fest verbunden. Auf ihm ist das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Luisen-Denkmal nicht zu übersehen. Obwohl es den Eindruck macht, als läge hier tatsächlich die Königin Luise im hochgestellten Sarkophag - ist es nicht so. Die Tote kam vielmehr hier durch und blieb nur eine Nacht.
Theodor Fontane überschreibt seine Platzbeschau mit einem Zitat aus einer Kantate Achim von Arnims (1781-1831):
"O welche Reise!
Wie traurig leise
Durchzogen wir der schwarzen Fichten Nacht.
Es fielen unsre Tränen in den Sand;
Sie gab einst Schönheit diesem Land." Der Trauerzug, mit der die 34jährig Verstorbene von Hohenzieritz ins 120 Kilometer entfernte Berliner Schloss unterwegs war, hatte am Abend des 25. Juli 1810 in Gransee Station gemacht. Am nächsten Tag erreichte die extra gefederte und nahezu geräuscharm fahrende Kutsche mit dem Sarg bei sommerlicher Gluthitze Schloss Oranienburg. Der Reise-Leichenwagen war ein leiser Reisewagen; das Gefährt konnte die Unebenheiten, Wurzeln und Schlaglöcher unterwegs abfedern. Die Überführung vollzog sich nach einem vom Königshaus zügig verordneten "Reglement". Angeordnet war: "In allen Städten und Dörfern, welche von dem Leichenzuge berührt werden, und in allen denen, welche rechts und links Eine Meile von diesem Wege entfernt liegen, wird in der Stunde der Annäherung mit allen Glocken geläutet." Am 27. Juli wird der Leichnam im Wedding in einen Prunksarg umgebettet. Der Sarg wird am 30. Juli im Berliner Dom (vorrübergehend) beigesetzt. Fünf Monate später wird ein Mausoleum im Park des Schlosses Charlottenburg Luises letzte Ruhestätte.
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Dort liegt sie mit ihrem Mann. Luise war mit dem privat einer bürgerlichen Lebensführung
Luisen-Denkmal auf dem Granseer Schinkelplatz
Das Luisen-Denkmal auf dem Granseer Schinkelplatz
Foto: © wn
zuneigenden wortkargen König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) verheiratet.
Eines der bekanntesten Porträts, das sie zeigt, ist das Ölgemälde auf Leinwand von 1802 des österreichischen Historien- und Porträtmalers Joseph Mathias Grassi (1757-1838). Man sieht die 26jährige Frau in schwärmerischer Jugendfrische. Es bleibt offen, inwieweit der Porträtist die Königin unter Weglassung einiger Fältchen verjüngte. Zwischen 1794, als sie ihre erstes Kind, eine tote Tochter, zur Welt brachte, und 1801, als sie dem Maler Modell saß, hatte sie bereits sechs Schwangerschaften hinter sich. In der rund 17jährigen Ehe gebar sie insgesamt neun lebende Kinder, darunter Prinzessin Charlotte (1798-1860), die spätere Alexandra Fjodorowna, Kaiserin von Russland. Sohn Friedrich Wilhelm (1795-1861) ist der spätere König Friedrich Wilhelm IV., der als lupenreiner Reaktionär führend dazu beitrug, dass die Revolution von 1848 erfolglos blieb. Der angesehene Historiker Christopher Clark (geb. 1960) erkennt in Luise "eine in der Geschichte der Dynastie beispiellose Figur, eine weibliche Berühmtheit, die in den Augen der Öffentlichkeit Tugend, Bescheidenheit und souveräne Grazie mit Liebenswürdigkeit und äußerer Anziehung vereinte". Erstmals in der Geschichte sei ein König nicht allein als Monarch, sondern als Ehegatte wahrgenommen worden. Das hatte nicht nur mit den weiblichen Reizen und dem freundlichen und selbstbewussten Auftreten diese Königs-Gattin zu tun.

Luise spricht mit dem Dichter Christoph Martin Wieland


Ein Beispiel für ein solches offensives Auftreten gibt sie am 5. Juli 1799. Am Weimarer Hof treffen zwei Menschen mit unverstelltem Geist zusammen:
Die 23jährige Luise (in Begleitung ihres Mannes) und der Dichter Christoph Martin Wieland (1733-1813).
Marienkirche in Gransee
Die evangelische Marienkirche auf dem
Kirchplatz der Stadt Gransee / Foto: © wn
Dieser ist ein viel gelesener Schriftsteller, dessen Werke sich durch Eleganz und hintergründigen Humor auszeichnen. Luise beginnt mit ihm ein angeregtes Gespräch über Kunst und Literatur. Sie ist dabei so ungekünstelt unbefangen wie sie es meist auch in der Sommerresidenz Paretz im Umgang mit Kätnern, Knechten und Kossäten des Dorfes ist.
Wie ein Ohrenzeuge, der Weimarer Schriftsteller Karl August Böttiger (1760-1835) berichtet, zeigt sie sich Wieland gegenüber als eine begeisterte Kennerin seines mehrseitigen Gedichtes "Der Mönch und die Nonne …". Der Text, dessen Hintergrund die lebensfremden religiösen Keuschheits-Gelübde der katholischen Kirche sind, erzählt von der unerfüllten Liebesbeziehung eines Mönches und einer Nonne, die beide laut der Legende nach einem ersten Treffen in nahestehende schlanke Felsen verwandelt werden. Sie sind heute eine Attraktion des Eisenacher Waldparkes Roesesches Hölzchen im nördlichen Vorgelände der Wartburg. Luise will dem Dichter ein Kompliment machen und sagt, extra wegen des Gedichtes sei sie bis zum Fuß der Felsen hochgestiegen; und sie knüpfte die arglose Frage an, wann er zum ersten Mal dort gewesen sei. Der Gefragte bleibt die Antwort nicht schuldig und bekennt, er habe "diese Gegend bloß in voraus beschrieben, ohne sie noch gesehn zu haben, und dieß sei ihm öfters passirt, dass er in prophetischem Geiste Gegenstände so schilderte, wie sie wirklich waren, ohne sie je gesehen zu haben". Sie sieht: auch so kann Literatur entstehen. Heiterkeit. Beide ahnen nicht, dass 43 Jahre später fast in der Nähe ein Buchautor geboren wird, der Wielands "Prophetie" zum erfolgreichen Schaffensprinzip erhebt: Karl May (1842-1912), geboren im hundert Kilometer entfernten Hohenstein-Ernstthal. Doch die Königin lässt sich angesichts des Eingeständnisses nicht von ihrem Gefühl der Wertschätzung für Christoph Martin Wieland abbringen. Leidenschaftlich pflichtete sie ihm bei, wenn er in der Geschichte von Mönch und Nonne den Moralisten und Doktrinären innerhalb und außerhalb der Kirche kundgibt:
"Ihr sprecht: In stillen Liebensthränen
Ist Wollust: - wahr! Doch sagt, was ist
Natürlicher, als sich zu sehnen …"
Das Gespräch tut Luise so unendlich gut. Ihr Gatte kann ihr da kein Partner sein. Der Historiker Karl Griewank (1900-1953) schreibt im Vorwort zu seiner Ausgabe mit Luises Briefen: "Mit Missbehagen sah Friedrich Wilhelm, wie sie in ihrer Beschäftigung mit ‚Modeliteratoren' und in einem seiner Meinung nach falschen Bildungseifer aus seiner Welt heraustrete. … Sie las nicht nur … Wieland und Jean Paul, sondern vertiefte sich auch in die Schriften Herders, … in Goethe und in ‚ihren' Schiller, den sie 1799 in Weimar auch persönlich sah".

Die Königin hat eine Angst vor Kaiser Napoleon


Dann kommt der 6. Juli 1807. Luise, jetzt 31 Jahre alt, ist couragiert, und sie tut etwas, was sich Monarchinnen bisher nicht trauten.
Sie versuchte, auf direkte Weise (und ohne ihren scheuen Mann) in die europäische Geschichte einzugreifen - leider ohne Erfolg. Vorgeschichte:
Nach der für Preußen verheerenden Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 begleitet
Mausoleum von Königin Luise
Das Mausoleum im Park des Berliner Schlosses
Charlottenburg. In ihm sind Königin Luise und ihr
Mann Friedrich Wilhelm III. bestattet.
Foto: © wn
sie den von Amt und nationaler Verantwortung oft überforderten König auf der Flucht nach Ostpreußen - es ist einer der Tiefpunkte preußischer Geschichte. In dieser Situation meldet sich ihr Körper. Zunehmend leidet sie unter fiebrigen Erkältungen, Kopfschmerzen und Atemnot. So geschwächt, trifft sie in Tilsit (dem heutigen Sowjetsk bei Kaliningrad) mit Napoleon Bonaparte (1769-1821) zusammen. Das verzweifelt angestrebte Ziel, diesen zu einer Rücknahme der bedrückenden Kriegsreparationen zu bewegen, die er dem unterlegenen Preußen auferlegte - sie erreicht es nicht. Über das Treffen schreibt sie: "Kaum war ich angekommen, da traf der Kaiser der Franzosen ein mit all dem Pomp und dem ganzen Gefolge, das ihn immer umgibt, wenn er sich öffentlich zeigt. Er trat in den Salon ein und ich sagte ihm, ich empfände es stark, dass er sich die Mühe gäbe, zu kommen. Er war recht verlegen; ich aber (war) erfüllt von der großen Idee meiner Pflichten, (verlegen) war ich nicht." Preußen verlor durch den Friedensschluss von Tilsit am übernächsten Tag alle Gebiete westlich der Elbe. Nach Luises Rückkehr nach Berlin am 23. Dezember 1809 bleiben ihr bis zum Tode noch etwa 200 Tage. Sie stirbt an einer Lungenentzündung. Die Obduktion ergibt, dass sich ein Lungenflügel zersetzt hatte und am Herzen eine Geschwulst entstanden war.

So gelangte das, was Luise an Körperlichem zurücklässt, für einige Stunden nach Gransee.
Seitdem ist die Stadt nach Meinung des Berliner Kunsthistorikers Philipp Demandt (geb. 1971) "zur ewigen Rast der toten Königin geworden, zur stabilen wie sichtbaren Station in Luises Todesbiografie". Das Denkmal auf dem Granseer Schinkelplatz "nahm der letzten Fahrt der Königin Luise Zeitlichkeit, gab einer vergangenen Sommernacht Unendlichkeit und machte Gransee für immer zu einem Ort der Melancholie".

Verkehrshinweis:
Von Berlin nach Gransee benutzt man die Bundesstraße B96, die an Gransee vorbeiführt.
Rund 22 weitere Kilometer sind es bis Rheinsberg, 20 Kilometer hat man bis nach Neuglobsow am Großen Stechlin zurückzulegen. Text: -wn-

Adresse der Stadtverwaltung:
Baustraße 56
16775 Gransee

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