Arbeiten in Berlin
Vom Bewerbungsgespräch über Homeoffice und flexible Arbeitszeiten bis zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Ratgeber, Erfahrungsberichte und aktuelle Meldungen für Arbeitnehmer in Berlin und Brandenburg -
kompakt aufbereitet von der Redaktion.
Berlin hat sich vom strukturschwachen Standort der 1990er Jahre wieder zu einem begehrten Wirtschaftsstandort entwickelt. Regierungssitz, Hochschul- und Forschungslandschaft, eine gute Verkehrsinfrastruktur und viele gut ausgebildete Arbeitnehmer machen die Hauptstadt heute zu einem Magneten. In manchen Bereichen werden Arbeitskräfte sogar händeringend gesucht.
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Kurznachrichten vom Berliner und Brandenburger Arbeitsmarkt
Aktuelle Zahlen und Entwicklungen
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Berliner Arbeitsmarkt im Mai 2026: Arbeitslosigkeit gesunken
In Berlin waren im Mai 2026 noch 222.023 Menschen arbeitslos gemeldet - 3.337 weniger als im April. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 10,3 Prozent. Die Regionaldirektion meldet, dass sich die Nachfrage nach Arbeitskräften leicht erholt: Im Mai kamen 5.216 neue Stellenangebote hinzu, 637 mehr als im Vormonat. Gesucht werden weiter vor allem Pflegekräfte, Erzieher, Handwerker und IT-Fachleute.
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Brandenburg: Arbeitslosenquote sinkt auf 6,4 Prozent
Der Brandenburger Arbeitsmarkt bleibt stabiler als der Berliner. Im Mai 2026 waren im Land Brandenburg 86.393 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.469 weniger als im April. Die Quote ging um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent zurück. Vor allem in Gesundheits- und Sozialberufen sowie im Handwerk werden weiter Fachkräfte gesucht.
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Lausitz: 150 neue Jobs durch PET-Recyclinganlage in Schwarzheide
Am BASF-Standort im Industriepark Lausitz in Schwarzheide plant das Unternehmen Infinite Loop Europe eine Investition im dreistelligen Millionenbereich. In der Anlage soll mit einer neuartigen Technologie PET-Kunststoffabfall und Polyesterfasern chemisch recycelt werden. Rund 150 neue Arbeitsplätze sollen entstehen; der Betrieb ist ab 2030 geplant.
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Metall- und Elektroindustrie: 3,1 Prozent mehr Lohn seit April 2026
Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg bekommen seit dem 1. April 2026 dauerhaft 3,1 Prozent mehr Lohn. Der Tarifabschluss der IG Metall sieht zusätzlich tarifliches Zusatzgeld (T-ZUG) vor, das Beschäftigte in Schicht- oder Pflegeverantwortung in bis zu acht freie Tage pro Jahr umwandeln können.
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Berliner Mindestlohn steigt 2027 auf 14,60 Euro
Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit Januar 2026 bei 13,90 Euro pro Stunde. Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro. Deutschlandweit sind rund 6,6 Millionen Jobs von der Erhöhung betroffen - in Berlin profitieren vor allem Beschäftigte aus Gastronomie, Einzelhandel und Pflege.
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Fachkräftemangel trotz hoher Arbeitslosigkeit
Trotz steigender Arbeitslosenzahlen fehlen in Berlin Fachkräfte. Besonders gesucht werden Pflegekräfte, Erzieher, Elektriker, SHK-Fachkräfte, Dachdecker und IT-Fachleute. Viele Berliner Unternehmen bieten Quereinsteigern und Wiedereinsteigern attraktive Konditionen.
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E-Rechnung seit Januar 2025 Pflicht im B2B
Seit dem 1. Januar 2025 sind Berliner Unternehmen verpflichtet, im B2B-Geschäft elektronische Rechnungen empfangen und ausstellen zu können. Kleine Betriebe haben Übergangsfristen, sollten die Umstellung aber zeitnah angehen, um Verzögerungen bei Zahlungen zu vermeiden.
Diese Wirtschaftsbereiche bieten die meisten Arbeitsplätze
Nachdem in den 1990er Jahren zahlreiche Firmen Berlin den Rücken kehrten und damit die Zahl der Arbeitslosen wuchs, kann die Stadt in den letzten Jahren wieder eine gute Zuwachsrate verzeichnen. Das dürfte vor allem daran liegen, dass sich viele neue Unternehmen, insbesondere aus der Kreativ- und der Kulturwirtschaft, hier angesiedelt haben. Die höchste Wirtschaftsleistung erbringt allerdings derzeit der Dienstleistungssektor. Wichtige Bereiche sind zudem die Tourismusbranche, die Medien-, Informations- und Kommunikationstechnologien, der Einzelhandel sowie die Bauwirtschaft. Arbeitsplätze werden außerdem durch die vielen Messen und Veranstaltungen geschaffen, die in Berlin stattfinden.
Berlin - Sitz bekannter und neuer Firmen
Zu den ältesten und größten Unternehmen der Stadt dürfte die Siemens AG gehören, die bereits im Jahr 1847 hier gegründet wurde und heute zahlreiche Niederlassungen in ganz Deutschland hat. Derzeit arbeiten allein bei Siemens in Berlin fast 12.000 Menschen. Wesentlich mehr sind es mit rund 27.500 bei der Deutschen Bahn, und auch das Gesundheitswesen verzählt in den Einrichtungen der Charité und in den Vivantes-Kliniken insgesamt noch mehr Arbeitnehmer. Viele Beschäftigte gibt es zudem bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), der Deutschen Post DHL Group, der Deutschen Telekom und im sozialen Bereich.
Seit Anfang der 2000er Jahre haben sich zusätzlich zu den etablierten Firmen zahlreiche Jungunternehmen, sogenannte Startups, in Berlin angesiedelt - etwa Zalando, GetYourGuide und N26. Diese profitieren unter anderem von der Berliner Weltoffenheit, den bisher noch moderaten Gewerbemieten und den zahlreichen Hochschulen und Universitäten. Wie manchmal zu lesen ist, gilt Berlin derzeit sogar als Hauptstadt der Startups. Berlin ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort mit vielen guten Arbeitgebern.
Arbeitsplätze in Brandenburg
Viele Berliner nutzen zudem die Nähe zum Wirtschaftsstandort Land Brandenburg und pendeln täglich an ihre Arbeitsplätze im Berliner Umland, in Potsdam, in der Stadt Brandenburg oder in Oranienburg. Wichtige Arbeitgeber sind zum Beispiel die Stahlwerke in Hennigsdorf und Brandenburg, das Mercedes-Benz-Autowerk in Ludwigsfelde und zahlreiche Logistikunternehmen nahe Großbeeren. Auch die Medienstadt Babelsberg in Potsdam bietet eine große Anzahl an Arbeitsplätzen. Im Gegenzug pendeln natürlich auch viele Brandenburger nach Berlin, um hier ihren Jobs nachzugehen. Seit der Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) in Schönefeld sind dort weitere Arbeitsplätze entstanden.
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