Funkhaus Deutschlandradio Kultur - die ehemalige Heimat des RIAS

"Eine freie Stimme der freien Welt", jedem ehemaligen RIAS-Hörer wird dieser Satz bekannt sein, denn so lautete das Motto des RIAS. RIAS steht übrigens für Rundfunk
Erinnerungen an den RIAS
Der RIAS sendete aus dem Funkhaus Deutschlandradio Kultur
Foto © Aintschie
im amerikanischen Sektor. Die Geschichte des RIAS fing an, als kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die Alliierten den DIAS (Drahtfunk im Amerikanischen Sektor) gründeten. "Guten Abend verehrte Hörer. Hier ist der Drahtfunk im amerikanischen Sektor. Es ist 17 Uhr. Sie hören Nachrichten." So startete am 7. Februar 1946 das Programm. Gesendet wurde aus der Winterfeldtstraße in Schöneberg. Ab September 1946 sendete der RIAS über Mittelwelle - aus dem DIAS wurde der RIAS. Schon von Anfang an wurde der RIAS zum Treffpunkt Berliner Künstler. In den Anfangsjahren entstanden das RIAS - Symphonie-Orchester (heutiger Name Deutsches Symphonie Orchester Berlin), das RIAS Tanzorchester und der RIAS Kammerchor. Ab 1947 sendete der RIAS wöchentlich Hörspiele und verpflichtete bekannte Schauspieler. Auch die Wissenschaft kam nicht zu kurz. Es gab eine eigene Funkuniversität. Im Sommer 1948 zog der RIAS um. Sein neues Domizil war nun die Kufsteiner Straße. Der RIAS produzierte eine Menge hochwertiger und beliebter Programme. Weihnachten 1948 strahlte der RIAS - mitten in der Blockade - zum ersten Mal die Kabarettsendung "die Insulaner" aus. In der Sendung "Wo uns der Schuh drückt", die von 1951 bis 1979 lief, nahmen die Berliner Bürgermeister zu aktuellen Problemen der Bürger Stellung.

Der RIAS spielte besonders für die Bürger in der DDR eine wichtige Rolle


Der RIAS spielte schon von Anfang an für die Bürger in der Sowjetzone und später in der DDR eine wichtige Rolle und half Brücken zwischen Ost und West zu schlagen.
Nach dem Mauerbau am 27.8.1961 wurde die erste Folge der Sendung "Musik kennt keine Grenzen" ausgestrahlt. "RIAS Treffpunkt" und "Rock over RIAS", ein Musik Marathon, waren beliebt bei Jugendlichen. Aber nicht nur bekannte Sendungen, sondern auch Persönlichkeiten brachte der RIAS raus. Friedrich Luft (1911-1990) war von Anfang an mit seiner Sendung "Stimme der Kritik" dabei. Und wer kennt nicht Hans Rosenthal (1925-1987), einer der bedeutendsten Showmaster des deutschen Fernsehens? Auch er fing seine Karriere im RIAS an. "Spaß muß sein"," Allein gegen alle", "Das klingende Sonntagsrätsel" waren beliebte RIAS Sendungen, die er moderierte.
Ab 1985 sendete RIAS 2, ein 24-stündiges Pop und Rock Programm, das beliebt bei Ost und West war. Doch sehr lange sollte es diesen beliebten Sender nicht mehr geben. Denn der Fall der Mauer am 9. November 1989 bedeutete auch das langsame Ende des RIAS. Ende 1993 ging der verbliebene RIAS 1 mit DS-Kultur im DeutschlandRadio Berlin auf. Aus RIAS 2 entwickelte sich der Privatsender 94,3 rs2. 2005 wurde aus DeutschlandRadio Berlin Deutschlandradio Kultur. Er sendet immer noch aus dem ehemaligen RIAS Funkhaus in der Kufsteiner Str., die am 2.4.1993 in Hans-Rosenthal-Platz umbenannt wurde. Noch heute ziert das RIAS-Logo das Dach des Funkhauses und erinnert an vergangene Zeiten.

Adresse:
Funkhaus Deutschlandradio Kultur
Hans-Rosenthal-Platz
10825 Berlin

Wie man hinkommt:
U-Bahn: Innsbrucker Platz, Rathaus Schöneberg
Bus: 248
Text: R. H. / 08.06.2012


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