Luftbrücken-Denkmal in Berlin Von den Berlinern
auch Hungerkralle genannt.
Foto © -wn-
In einem Vortrag 1944 in Washington wandte sich der prominente deutsche Exilant gegen den "Schrecken der bürgerlichen Welt vor dem Wort Kommunismus". Der Autor des berühmten "Buddenbrooks"-Romanes war alles andere als Kommunist, dennoch erblickte er im notorischen Hass auf jedwedes sozialistische oder kommunistische Gedankengut "etwas Abergläubisches und Kindisches … die Grundtorheit unserer Epoche". Klargestellt hatte er außerdem, "daß ich in einem Sozialismus, in dem die Idee der Gleichheit die der Freiheit vollkommen überwiegt, nicht das menschliche Ideal erblicke". Nicht ahnen konnte er, wie dreist diese Bekundung später missbraucht werden würde! So wie die ostdeutschen Staatssozialisten 1961 in Gestalt eines Kulturfrevels ohnegleichen vorgaben, mit dem Mauerbau eine Vision Heinrich Heines verwirklicht zu haben, brachten die Funktionäre die verkürzte Feststellung Thomas Manns gegen die Kritiker der erstarrenden DDR-Gesellschaft in Stellung. Aber schon seit dem Sommer 1948 gingen die Sowjetunion und die SED in der sowjetisch besetzten Zone selbst daran,