Ein Zimmer in der Gedenkstätte Normannenstraße
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darauf der überbreite Schreibtisch. Linkerhand ein paar Telefone, sicher irgendwo der Überfallknopf - für den Fall, es hätte sich doch ein Mutiger gefunden … Hinter dem Tisch, vor den Panzerschränken, und am vorn angestellten Beitisch stehen blaugepolsterte Bugholz-Fauteuils. In Blumenkästen an den Fenstern wächst eine Reihe robuster Schwiegermutterzungen hoch. Gegenüber ein Röhrenradio "Weimar", angeschlossen ein Tonbandgerät Marke "Smaragd" - mittlerweile Sammlerstücke. Das war das Interieur des Erich Mielke (1907-2000) im dritten Stock der Stasi-Forschungs- und Gedenkstätte in Lichtenberg - im Haus Eins der einst ausgedehnten Stasizentrale. Der Raum ist im Originalzustand belassen. Kaum einer wird zwar den inzwischen entfernten Wandkitsch vermissen - gestickte Kalaschnikows und Dserschinski-Köpfe, mit Kerbschnitt gefertigte weitere Klassenkämpfer oder Intarsien mit Hammer, Sichel und Sowjetstern. Aber man sieht es diesem Arbeitszimmer