Berlin war in 4 Sektoren geteilt
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für Flüchtlinge aus dem DDR-Regime. Für den Stasi-Staat war die Auffangstelle am südlichen Berliner Stadtrand ein echtes Feindobjekt, stelle es doch in den Menschenmassen, die täglich in Marienfelde ihr erstes Asyl suchten, offenkundig die Schwäche der kommunistischen Diktatur zur Schau. Rund vier Millionen Menschen verließen zwischen 1949 und 1990 die DDR in Richtung Westen; von ihnen passierten 1,35 Millionen das Notaufnahmelager in Berlin-Marienfelde. So mancher alteingesessener Marienfelder mag sich noch heute daran erinnern, wie regelmäßig ganze Busladungen voller Flüchtlinge vor dem schlichten Plattenbau, einem 50er Jahre Klotz mit vier Stockwerken und kleinen Fenstern, in der Marienfelder Allee abgeladen wurden. Sie alle, nicht nur DDR-Flüchtlinge, sondern später auch Aussiedler aus Polen und der Sowjetunion, wurden hier verpflegt und durchliefen ein Aufnahmeverfahren, um schließlich eine Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik bzw. für West-Berlin zu erhalten. Bei manchen dauerte dieser Aufenthalt nur wenige Tage, bei manchen zog er sich auch über Monate hinweg. Hauptsächlich hing das davon ab, wie wichtig die Flüchtlinge für die West-Alliierten als Informanten waren.