Das Berliner Olympiastadion
Foto © David Tijero Osorio
Nationalsozialismus. Erbaut wurde das Stadion anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 unter der Federführung von Werner March, einer der Stararchitekten zu Zeiten des Dritten Reichs. Mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern war es deutlich größer und repräsentativer als das heutige Poststadion nördlich des Hauptbahnhofes, welches ursprünglich als Austragungsort für die Spiele angedacht war. Als man Hitler jedoch die Umbaupläne vorlegte, ordnete dieser an, dass ein neues Stadion her musste. Ohnehin tüftelte der Diktator gerade gemeinsam mit seinem Lieblingsarchitekten Albert Speer das gigantomanische Projekt Germania, demzufolge Berlin zu alles überragenden Welthauptstadt ausgebaut werden sollte. Da passte eine riesenhafte Arena, formal in ihren strengen geometrischen Formen ganz bewusst an antiken Vorbildern orientiert, perfekt ins Konzept.