Die Eisenskultur am Haupteingang vom Bundeskanzleramt
in Berlin
Bild © kameraauge
spöttische Spitznamen wie "Elefantenklo" oder "Kohlosseum" geeinigt. Auch der Berliner Volksmund nimmt bekanntlich kein Blatt vor den Mund und etikettierte den neuen Monumentalbau aufgrund seiner exotischen Architektur sogleich als "Kanzlerwaschmaschine". Wie auch immer - wenn schon das Äußere des Kanzleramtes von Weitem betrachtet die Assoziation einer Waschmaschine zulässt, so ist es doch immerhin eine mit bester Energieeffizienzklasse. Um das Gebäude im Notfall auch völlig autark versorgen zu können, verfügt es über ein hocheffizientes Energiesystem. So gibt es im Keller ein eigenes modernes Blockheizkraftwerk, das mit Biodiesel betrieben wird und über eine Kraft-Wärme-Kälte-Koppelung verfügt, so dass damit im Sommer auch klimatisiert werden kann. Konkret bedeutet das, dass das Kanzleramt über mehrere Schornsteine die Berliner Luft einatmet, die im Sommer kühlt und im Winter wärmt - ganz für lau und doch bares Geld wert. Denn das System hat einen Wirkungsgrad von fast 90 Prozent, was fast an ein Perpetuum Mobile grenzt. Und damit auch ja nichts