Sony Center: Berlins neue Mitte

Weithin sichtbar ist es durch seine aufwändige Dachkonstruktion: Das Sony Center am Potsdamer Platz ist Zentrum der neuen, modernen Mitte Berlins und entstand auf
Bild vom Sony Center in Berlin
Blick auf das Sony Center am Potsdamer Platz
Foto © Kirill Livshitskiy
geschichtsträchtigem Boden. In den Goldenen Zwanziger Jahren gab sich die High Society am Potsdamer Platz, dem zentralen Geschäftsviertel Berlins mit Kaufhäusern, Büros und Luxuskaufhäusern, im Café Jost ihr Stelldichein. Hier pulsierte das Herz Berlins, nicht umsonst war eine Uhr Wahrzeichen des Potsdamer Platzes.

Das Herz der Hauptstadt, im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach ödes Grenzgebiet zwischen Ost und West, lag zu Mauerzeiten lange brach und erwachte erst nach der Wende wieder aus seinem Dornröschenschlaf. Denn auf diesem historischen Boden entstand Ende der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein modernes Ensemble, das architektonisch vor allem durch seine Leichtigkeit und Transparenz besticht. Im Jahr 2000, pünktlich zur Jahrtausendwende, wurde das Sony Center feierlich eröffnet.

Das Dach ist das Erkennungszeichen des Sony Center


Dort erlaubt nun ein riesiges, über einer Plaza schwebendes Zeltdach den Blick in den Himmel. Das aufgefächerte Zeltdach aus Stoffbahnen ist mit Zugankern an dem
Stahlring befestigt, der auf den umliegenden Gebäuden aufliegt und aus selbstreinigenden, teflonbeschichteten Textilbahnen besteht. Für das markante Dach, das Erkennungszeichen des Sony Centers, wurden 105 Tonnen Sicherheitsglas und 620 Tonnen Stahl verarbeitet. Hier war eine, von vielen Berlinern in der insgesamt vier Jahre andauernden Bauzeit recht skeptisch beäugte, neue Stadt en miniature entstanden. Bei der Eröffnung löste sich das Misstrauen denn auch deöfteren ein ungläubiges "Boh Ey" aus, denn die kleine Welt aus Glas und Stahl übt durchaus eine gewisse Faszination aus.

Das Tollste an der Konstruktion des Glashauses, das der Architekt Helmut Jahn entworfen hatte, ist die Tatsache, dass das Sony Center in wechselndem Licht, mal hellblau, mal violett, mal pink erstrahlt. Wer dazu im Zentrum unter der Kuppel am plätschernden Brunnen sitzt und das architektonische Gesamtkunstwerk auf sich wirken lässt, wird verzaubert sein.

Der Bau des Sony Center


Das Reizvolle am Sony Center ist, dass die Historie des Ortes, des alten Potsdamer Platzes nach wie vor, zumindest in Fragmenten, erahnbar ist. Als Sony nach der Wende das Gelände erstand, auf dem heute das Sony Center in den Himmel ragt, existierte am Rand des Geländes immer noch das Grandhotel Esplanade. Damals schon in einem sehr desolaten Zustand, wurde die 1908 erbaute Luxusherberge im Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch wenn die Reste des Esplanade der Verbreiterung der Potsdamer Straße im Wege standen, so wollte man das historische Juwel keinesfalls dem Bagger opfern. Schließlich hatte hier bereits Kaiser Wilhelm II. im Roten Salon seine Herrenabende abgehalten. Einige Gebäudeteile mussten dafür aufwändig, um bis zu 70 Meter, versetzt werden: So wurden etwa die Wände des
Frühstücksraums des Esplanade in 500 Teile zerlegt und in einer gläsernen Hülle wieder zusammengesetzt. Allein die aufwändige Translozierung des Prunksaals verursachte Kosten von 75 Millionen Mark.

Mit integriert im Sony Center ist das Filmmuseum. Die Sonderabteilung Künstliche Welten zeigt die Geschichte des Fantasy- und Science-Fiction-Film. So richtig zum Leben erwacht die Filmwelt immer im Februar. Dann findet hier die Berlinale statt, Deutschlands größtes Filmfestivals mit Stars aus aller Welt. Auch außerhalb der Berlinale kommen Cineasten im Sony Center auf ihre Kosten, denn das dort beheimatete Kino zeigt fast alle Filme im Original mit deutschen Untertiteln.
( Text: ak / 30.06.2011)

Wie man zum Sony Center kommt:
U-Bahn: U 2 bis U-Bhf Potsdamer Platz
Bus: 148, 200, 248, 348, N5, N52 bis U-Bhf Potsdamer Platz
S-Bahn: S 1, S 2, S 25, S 26 bis Potsdamer Platz


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Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Sony Center:
  • Das Strassmann-Haus in der Schumannstraße
  • Dali Museum
  • Gropiusbau
  • Bundeskanzleramt
  • Alte Nationalgalerie
  • Mauerweg

  • Rotes Rathaus Berlin
  • Sightseeing Tour mit dem 100er Bus
  • Eine Fahrt mit dem M48 von Zehlendorf zum Alex
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