Uckermark: Natur pur
Die Uckermark ist für viele Synonym für Abgeschiedenheit. In der Tat dominiert in diesem sich im Nordosten Berlins bis an die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns erstreckenden
Landkreis in erster Linie die weite, größtenteils menschenleere Natur. Das gesamte Landschaftsbild der Uckermark wurde durch die kilometerdicken Gletschermassen der Eiszeit geformt. Seichte Hügel, weite Felder, klare Seen und dichte Wälder prägen das Gesicht der Uckermark.
Größte Stadt im Landkreis ist Schwedt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstörte Stadt machte zu DDR-Zeiten als Petrochemie-Standort Karriere. In diesem Zusammenhang wurden riesige Plattenbau-Komplexe hochgezogen, die heute durch den großen Bevölkerungsschwund nach der Wende teilweise leerstehen. Einen Besuch lohnt Schwedt dennoch allemal, nicht zuletzt wegen der brandenburgweit renommierten Uckermärkischen Bühnen, die sich auf dem ehemaligen Schlossareal niedergelassen haben und inmitten des herrlichen Schlossparks mit Musikabenden, Lesungen, Theater und Festivalveranstaltungen locken. Das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landkreises ist gleichzeitig das Eingangstor zum Nationalpark Unteres Odertal, in dessen natürlichen Flussmündungslandschaften mehr als 120 Vogelarten brüten, darunter Seeadler, Schwarzstrorch und der seltene Seggenrohrsänger.
Während Schwedts historische Innenstadt den Plattenbauten weichen musste, präsentiert sich Prenzlau, die alte Hauptstadt der Uckermark, mit beeindruckenden
Denkmälern in Backsteingotik. Vom schönen alten Marktplatz aus führt der 3,5 Kilometer lange Historische Stadtrundgang zu diversen Sehenswürdigkeiten, die den einstigen Glanz und Reichtum der ehemaligen Hansestadt erahnen lassen.
Auch die uckermärkische Kleinstadt Angermünde bietet einen reizvollen und gut erhaltenen Altstadtkern. Charakteristisch sind die vielen barocken Fachwerkhäuser, die sich rund um das schmucke, im spätbarocken Stil errichtete Rathausgebäude gruppieren. Wahrzeichen des beschaulichen Orts ist die Marienkirche mit ihrem massiven Westturm.
Zwischen Angermünde und Templin erstreckt sich der nördliche Ausläufer des UNESCO-Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. In der wassereichen Region gedeihen gefährdete Pflanzen wie Sonnentau, Trollblume, Fieberklee und etliche Orchideenarten. Das nahezu unberührte Reservat ist so gut wie unbewohnt, wird aber belebt von Wildschweinen, Hirschen, Schreiadlern, Schwarzstörchen und Großtrappen.
Nordöstlich von Templin, nahe der mecklenburg-vorpommerischen Grenze, liegt Lychen, die Stadt der Flößer. Eingebettet zwischen sieben Seen liegt Lychen inmitten des Naturparks Uckermärkische Seen und ist von weitläufigen Wäldern umgeben. Die Flößer nutzten früher den Wasserweg, um die Holzstämme aus den Wäldern in die umliegenden Sägewerke zu transportieren. Heute ist die Floßfahrt eine Touristenattraktion. Vor allem in großen Gruppen bis zu 30 Personen ist eine Fahr auf dem Touristenfloß über den Oberpfuhlsee eine Riesengaudi. Wer's lieber sportlich mag, kann auch ein Vergnügen der besonderen Art ausprobieren: Rad fahren auf dem Wasser mit dem Hydro-Bike. Text: AK
Adresse der Kreisverwaltung:
Karl-Marx-Straße 1
17291 Prenzlau
Infos über Uckermark:
Verwaltungssitz: Prenzlau Einwohner: ca. 131 100 Fläche: 3058,08 km2 Bevölkerungsd.: 43 Einw. je km2 KFZ-Kennzeichen: UM Kreisgliederung: 34 Gemeinden