Der Ortsteil Wedding in Berlin

Noch immer neigen viele gebürtige Berliner zu einer ausgeprägten Treue zu ihrem jeweiligen Kiez und Bezirk, wie auch zu manchmal humoristisch verpackten Vorurteilen gegenüber anderen und ihnen weniger bekannten städtischen Wohngegenden.
Straßenschild Wedding
Straßenschild zum Wedding
Foto © Tom-Hanisch
Zusätzlich bedingt durch die lange Teilung der Stadt zwischen 1961 und 1989, welche ein gegenseitiges Kennenlernen lange Zeit so gut wie unmöglich machte, haben sich so im Laufe der Jahrzehnte mehr oder weniger hartnäckige Klischees verfestigt. Schlagworte wie die „Wilmersdorfer Witwen“, das „mukltikulturelle Kreuzberg“ oder eben auch der angeblich „Rote Wedding“ transportieren dabei jedoch auch immer ein Körnchen historische Wahrheit. Bei dieser Etikettierung spielen allerdings selten aktuelle Entwicklungen und Prozesse des jeweiligen Bezirks eine herausragende Rolle, viel mehr werden solche Spitznamen und Beschreibungen häufig recht beständig von Generation zu Generation und unabhängig von ihrem tatsächlichen Wahrheitsgehalt weiter gereicht.

Sehenswürdigkeiten und Kieze im Wedding


Wieviel Einwohner hat der Wedding?


So geht es letztlich auch dem ehemals eigenständigen und traditionellen Berliner Bezirk Wedding mit seinen heute gut 78 000 Einwohnern auf etwas über 9 Km²,
der im Jahr 2001 mit den Bezirken Tiergarten und Mitte zum neuen Bezirk Mitte fusioniert wurde. Doch schon lange vor diesem nicht von allen Bezirksbewohnern allzu stürmisch begrüßten Zusammenschluss traf das Schlagwort des nach dem alten Arbeiterlied „Roter Wedding“ bezeichneten Quartiers im nördlichen Berlin so schon lange nicht mehr zu. Aus dem einstigen Arbeiterviertel mit seinen zahlreichen Mietskasernen, welches gegen Ende des 19. Jahrhunderts massiv und schnell gewachsen war, entwickelte sich nach Kriegsende bedingt durch massive Bombenschäden und die tendenziell isolierte Lage innerhalb Westberlins nach dem Mauerbau 1961 ein meist als sozialschwach und problematisch beschriebenes Wohngebiet mit einem großen Anteil an Migranten. Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Anonymität in den vielen Sozialbauten aus den 1970er und 1980er Jahren tragen oft noch immer zum eher negativen Image des Weddings bei, allerdings entwickelt sich der Ortsteil angesichts seiner seit 1989 wieder erlangten zentralen Lage unweit der City Ost auch immer mehr zum beliebten Wohngebiet mit noch erschwinglichen Mieten für Wohn- und Gewerberäume.

Das Afrikanische Viertel im Wedding


Bei Berlinern und passender Weise auch vielen afrikanischen Zuwanderern immer populärer ist etwa das sog. Afrikanische Viertel mit seinen zwischen 1920 und 1930 errichteten Siedlungsbauten zwischen der Müller- und Seestraße und dem Volkspark Rehberge. Dieser ca. 70 Hektar große Park am gleichnamigen U-Bahnhof der Linie 6 ist quasi die grüne Lunge des Bezirks, dort finden Anwohner und Besucher u.a. Spazier- und Radwege, Liegewiesen, ein Tiergehege, diverse Spiel- und Sportplätze, eine Rodelbahn, verschiedene gastronomische Einrichtungen, eine Freilichtbühne sowie kleine Gewässer. Ein weiterer sehenswerter und gut besuchter Park im Wedding ist der gut 29 Hektar große, 1913 eröffnete und in den 1950er Jahren erweiterte Schillerpark an der Bristolstraße, Edinburger Straße, Barfusstraße, Liverpooler Straße und der Ungarnstraße. Das offizielle Berliner Gartendenkmal ist zu großen Teilen originalgetreu erhalten und bietet Spazierwege, Spiel- und Liegewiesen, Spielplätze, Planschbecken und einen Rodelhang, die benachbarte und in den 1920er Jahren erbaute Siedlung Schillerpark besitzt den Status eines UNESCO-Welterbes, und ist wegen der großzügig geschnittenen Wohnungen sehr begehrt.

Kieze im Wedding


Weitere, aufgrund ihrer teils noch sehr gut erhaltenen Altbaustruktur beliebte Weddinger Wohngebiete sind der Brüsseler Kiez bzw. das Belgische Viertel mit seinen vielen unter Denkmalschutz stehenden Altbauten und Gartenanlagen, auch überregional bekannte Einrichtungen und Institutionen wie etwa das Anti-Kriegs-Museum, das Zucker-Museum und die Beuth-Hochschule für Technik Berlin liegen in diesem authentischen Kiez. Andere Kieze im Wedding sind auch beleibte Wohnorte wie der Sprengelkiez zwischen der Föhrer und der Luxemburger Straße, dem Leopoldplatz, der Müllerstraße, dem Nordufer und der Lynarstraße, teilweise denkmalgeschützte öffentliche Gebäude und das städtische Leben rund um den verkehrsberuhigten Pekinger Platz stehen exemplarisch für den lebendigen Ortsteil Wedding, der seine beste Zeit vielleicht noch vor sich hat.



Einkaufen im Wedding:
  • Media Markt im Wedding
  • Möbelhaus Höffner im Wedding
  • POCO-Domäne in der Drontheimer Straße
  • Obi Wedding in der Demminer Str
  • Dänisches Bettenlager in der Seestr.
  • Gesundbrunnen-Center - ein Shoppingcenter
  • Sehenswuerdigkeiten im Bezirk Mitte

  • Freizeiteinrichtungen & Sehenswürdigkeiten im Wedding:
  • Anti-Kriegs-Museum
  • Die Kolonie Wedding
  • Kombibad Seestraße in Wedding
  • Strandbad Plötzensee
  • Zucker-Museum in Berlin
  • Badstraße im Wedding


  • Ortsteile im Bezirk Mitte:
  • Mitte
  • Moabit
  • Hansaviertel
  • Tiergarten
  • Wedding
  • Gesundbrunnen

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