Das Schloss Bellevue ist der Amtssitz des Bundespräsidenten
Foto © Linda M.
Die dreiflügelige Schlossanlage wurde 1785/86 von Philipp Daniel Boumann für den Prinzen August Ferdinand als erster klassizistischer Bau Preußens errichtet. Nach einer unglaublichen Rekordbauzeit von nur einem Jahr zog der Prinz sofort in sein neues Lustschloss - damals umrahmt von allerlei Gewächshäusern, Gartensalons und einer Meierei - ein und bewohnte es bis zu seinem Tod im Jahr 1813. Während dieser Zeit statteten Bellevue Schöngeister und Weltrang-Politiker wie Napoleon, Friedrich Schiller, Alexander von Humboldt und Friedrich Schlegel einen Ehrenbesuch ab. Prinz August Ferdinands Sohn lebte nach dem Tod seines Vaters noch bis 1843 auf dem Schloss. Später hatte Bellevue mehrere wechselnde private Besitzer bis es schließlich 1928 in Staatsbesitz überging. Daraufhin wurde es u.a. für Ausstellungen und besondere Anlässe genutzt. 1935 bezog das Museum für Völkerkunde für ein paar Jahre Quartier in der alten Hohenzollern-Residenz.