Der Ribbecker Birnbaum
Foto © -wn-
würden diese Dichtwerke in Teilen verkauft. Fontanes aus 290 Wörtern bestehende Birnenballade "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" besitzt ein solch teueres Vokabular. Der Grund: Im Jahre 1933 erhielt ein Bieter bei einer Auktion den Zuschlag für die dreiseitige Urschrift. Er hatte für das Ganze 265 Reichsmark zu berappen - umgerechnet ca. 880 €. Kürzlich kam die noch mit dem Federkiel gefertigte literarische Kostbarkeit in einem Berliner Autographen-Auktionshaus erneut unter den Hammer. Diesmal belief sich das Höchstgebot eines anonymen Kunstfreundes auf sage und schreibe 130 000 €. Aus der kolossalen Wertsteigerung auf das 150fache innerhalb von 75 Jahren würde sich ein derzeitiger Einzelwortpreis bei ca. 450 € bewegen.