Zwischen Fernsehturm und Weltzeituhr: Der Alexanderplatz Informations about the Alexanderplatz, Television Tower and World Clock in english

"Protzkeule" oder "Telespargel" nennen die Berliner den Fernsehturm am Alex,
Alexanderplatz in Berlin
Foto © Maximilian Niemann

der enben Brandenburger Tor und Reichstag unter den drei wichtigsten Wahrzeichen rangiert. Aufgrund seiner alles überragenden Höhe von rund 370 Metern ist er weithin sichtbar und wer einmal mit dem Aufzug hochgefahren ist, genießt in der sich drehenden Restaurantkugel von ganz oben einen einmaligen Panoramablick über Berlin.
Doch schon vor dem Bau des Fernsehturms war der Alexanderplatz der bekannteste Platz Berlins. Nicht ganz unbeteiligt an dieser Berühmtheit ist vor allem Alfred Döblins Buch "Berlin Alexanderplatz", der bisher bedeutendste deutsche Großstadtroman. In dem Werk von 1929 schildert der Schriftsteller die Metropole der Weimarer Republik als Pandämonium aus Häuserschluchten, Bierkaschemmen, Menschentrubel, Kriminalität, Prostitution und schillernden Reklametafeln.
Damals war der "Alex" der zentrale Platz in Berlin. Um diese Bedeutung haben ihn längst deutlich repräsentativere Orte wie der Potsdamer Platz mit seiner markanten Hochhaus-Skyline gebracht. Auch wenn der Alexanderplatz nur mühsam wieder versucht, durch neue Shoppingcentren wie die Galeria Kaufhof oder das "Alexia" an Attraktivität zuzulegen, gibt es hier neben dem Fernsehturm ein paar weitere Sehenswürdigkeiten.

So befindet sich hier beispielsweise die Weltzeituhr, die seit ihrer feierlichen Einweihung im Jahr 1969 einer der beliebtesten Treffpunkte Berlins ist. Das 16 Tonnen schwere und zehn Meter hohe Konstrukt ist ein 24-eckiger Prisma. Jede dieser 24 Seiten ist einer der 24 Zeitzonen zugeordet, die es auf der Welt gibt. In der Uhr dreht sich ein Zylinder, der die aktuelle Uhrzeit für alle Zeitzonen ablesbar macht.
Die Weltzeituhr in Berlin
Bild vergrößern
Foto © Bernd Kröger
Der Clou: Über der Weltzeituhr dreht sich auch noch eine vereinfachte Darstellung des Planetensystems und ihren Bahnen einmal pro Minute um sich selbst. Einige Jahre nach der Wende wurde die Uhr für 350.000 Mark saniert. Dabei korrigierte man auch einige Fehler, denn einige Städte befanden sich in falschen Zeitzonen. Außerdem wurden 20 neue Städte hinzugefügt. Der Motor, der die Planeten in Schwung hält, stammt jedoch immer noch aus DDR-Zeiten.

Ein weiteres Monument, das fast zur selben Zeit wie die Weltzeituhr auf dem Platz errichtet wurde, ist der Brunnen der Völkerfreundschaft. Das riesige Wasserbecken des 6,20 Meter hohen Brunnens mit seinen 17 Schalen, an denen das Wasser spiralförmig abwärts fließt, hat einen Durchmesser von 23 Metern und besteht aus getriebenem Kupfer, Glas und Keramik. Mit seinen vielen schillernden Emailleverzierungen wird der Brunnen im Volksmund auch lästerhaft "Nuttenbrosche" genannt. Seit April 2007 hat er auch wieder die Unterwasserbeleuchtung, für deren Wartung zuvor kein Geld da war.

Seinen Namen erhielt der "Alex" übrigens 1805 anlässlich des Besuchs von Zar Alexander I.. Ursprünglich war der Platz um 1700 ein Viehmarkt, später kamen ein Wollmarkt und ein Exerzierplatz hinzu. Erst im 19.Jahrhunderts entwickelte sich der Alexanderplatz vom Handelplatz zu einem zentralen Verkehrsknotenpunkt, vor allem als 1882 auf dem Gelände ein Fernbahnhof für die Berliner Stadtbahn aus dem Boden gestampft wurde. Seitdem war der Alex Synonym für geschäftiges Großstadtleben.
Dahin will der Platz auch jetzt wieder kommen, denn Berlin hat hehre Pläne: genau hier soll Berlins Manhattan entstehen. Doch was aus den Neugestaltungsentwürfen, die die Architekten Hans Kollhoff und Helmut Timmermann schon 1993 vorlegten, tatsächlich wird, steht noch in den Sternen. Ursprünglich waren dreizehn 150 Meter hohe Wolkenkratzer vorgesehen, wovon nach weiteren Modifizierungen zehn übrig blieben. Doch solange es die nicht gibt, bleibt der Fernsehturm konkurrenzloser Platzhirsch am Alex. Und selbst wenn: mit seinen knapp 370 Metern Höhe würde die "Protzkeule" auch dann die Hochhäuser um mehr als das Doppelte überragen. Der beste Blick über die Stadt dürfte ihr also so schnell keiner streitig machen
Ganz in der Nähe befindet sich das Berliner Nikolaiviertel.

A.K.

Der Gendarmenmarkt: Berlins schönster Platz
Museum für Film und Fernsehen in Berlin
Mehr Museen in Berlin und mehr Sehenswürdigkeiten in Berlin
Friedrichstraße: Exklusives Shoppen und extravagante Architektur
Der Berliner Funkturm

Infos zum Nachtleben in Berlin
Das kulturelle Berlin: - Theater in Berlin
- Oper
- Kinos
- Varieté
Schauen Sie mal hier rein: - Discos Berlin
- Café
- Singlepartys Berlin
- Bowlingcenter
 
Wohnen Jobs Urlaub Freizeit Sonstiges Wörterbuch Erotik Berlin Blog Rezepte aus Berlin
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Ä
Ö
Ü
Sitemap
 
Restaurants Coffee Bar Limousinenservice Internes Werbung buchen AGB's