Der Chamissoplatz in Kreuzberg
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auch ein paar Wege, in Wien ein Gässchen. In Paris jedoch oder in Lyon, gar in Châlons-en-Champagne nahe dem Schloss Boncourt derer von Chamisso? Niemand erinnert sich dort an den 1790 mit den Eltern emigrierten und später zum französischen Deutschen (l'Allemand francais) gewordenen Mann, der in Preußen - bei allem erworbenen Ansehen - zeitlebens als deutscher Franzose galt. Außerhalb Europas, im alaskischen Behringmeer ragt ein Eiland seines Namens von drei Quadratkilometern Größe aus dem Kotzebue-Sund, das mit seiner Teilnahme an einer Weltumseglung 1815‒18 im Zusammenhang steht. Der stämmige Mann mit der Lockenmähne war als Botaniker an Bord. Auf der Marshall-Insel Wotja in der Südsee, wo er den Insulanern Gärten anlegte und Melonensamen aussäte, belohnten sie ihm die Guttat mit lobpreisenden Liedern in stampfendem Rhythmus. "Ae ni gagit, ni mogit. Den geschälten Kokos trinkt, den Kokos isst der Chamisso", schwärmt das eine.